Es liegt was in der Luft…

Meerzeit und Durchatmen an der Küste bei Dagebüll // Foto: Ralph Kerpa

…ein ganz besonderer MeerART-Duft.

Ob es ein Duft ist, kann ich nicht so ganz genau sagen, aber es liegt was an, und zwar jede Menge Veränderungen, die erst schleichend und nun mehr und mehr bewusst vonstatten gehen.

Leser der ersten Stunde haben bestimmt schon mitbekommen, dass sich unsere Beiträge ein wenig verändert haben. Manche sind tiefgründiger, andere befassen sich vermehrt mit unserer neuen Heimat. Es ist in der Tat so, dass sich mit dem Umzug an die Westküste vieles verändert hat und wir anfangen in vielen Bereichen neue Wege zu gehen.

Meerzeit und Durchatmen an der Küste bei Dagebüll // Foto: Ralph Kerpa

Die ersten sechs Jahre hat sich MeerART – als Blog – viel mit den Küstenregionen an Nord- und Ostsee im Allgemeinen, sowie dem Hamburger Hafen befasst. Wir haben viele Orte und Landschaften vorgestellt, die wir bei unserer Suche nach einer neuen Heimat besucht und entdeckt haben. Das werden wir auch in Zukunft so machen, aber darüber hinaus eben noch viel mehr. Seitdem wir in Nordfriesland leben und unseren ganz persönlichen Ankerplatz in Langenhorn gefunden haben, hat sich sehr viel für uns geändert. Wir sind nun nicht mehr auf der Suche nach einer Heimat für uns, sondern haben sie gefunden. Wir sind angekommen. Das heißt für uns aber auch, dass wir viele unserer Energien endlich in neue Betätigungsfelder stecken können.

Grenzenløs aktiv

Eine spannende Geschichte für uns ist zum Beispiel, dass wir nun so nah an der Landesgrenze von Dänemark leben und es genießen, das Land und die Kultur kennenzulernen. Wir haben uns schon in der Vergangenheit, sowohl beruflich als auch privat, in neue Bereiche begeben und es macht einfach Spaß sich auf diese Weise weiterzuentwickeln. Wir genießen es, ganz neue Landstriche zu entdecken ohne im Hinterkopf haben zu müssen, ob dies nun unsere Heimat werden kann, denn die haben wir endlich gefunden. Von daher können wir uns voll uns ganz darauf konzentrieren, die Kultur kennenzulernen.

Meerzeit und Durchatmen an der Küste bei Dagebüll // Foto: Ralph Kerpa

In der Vergangenheit haben wir euch an unseren Aktivitäten schon teilhaben lassen. Egal ob wir uns auf Barcamps herumgetrieben, CoWorkings besucht oder uns privat in irgendeiner Form engagiert haben. Wir möchten euch daran teilhaben lassen, wie spannend das Leben in einer Grenzregion ist und welchen Mehrwert sie für beide Länder bietet.

Meerzeit und Durchatmen an der Küste bei Dagebüll // Foto: Ralph Kerpa

Deshalb war es uns auch ein Anliegen, dieses Jahr mit der ersten grenzübergreifenden Kaffeetafel zu starten, denn wir möchten unseren Teil dazu beitragen, dass beide Kulturen noch näher zusammenrücken und voneinander partizipieren.

Das urbane Leben findet auf dem Land statt

Auch sonst hat sich für uns einiges geändert. Seitdem wir unser Atelier in Langenhorn eröffnet haben, hat sich bei uns sehr viel zum Positiven verändert. Anfangs dachten wir noch, es würde ein reines Verkaufsatelier für unsere von Hand gefertigten Produkte und Begegnungsstätte für unsere Leser werden, aber schnell hat sich für uns gezeigt, dass uns das zu wenig ist. Wie sagen wir immer so liebevoll, unser Atelier ist zu unserer Spielwiese geworden und wir haben die letzten Monate viel ausprobiert, um zu sehen wohin die Reise für uns gehen kann.

Meerzeit und Durchatmen an der Küste bei Dagebüll // Foto: Ralph Kerpa

Unsere Veranstaltungsreihe „Abends im Atelier“, die wir erstmalig in diesem Jahr eingeführt haben, ist nicht nur super gut angenommen worden, sie zeigt auch wie wichtig es ist Menschen auch offline einen Rahmen der Begegnung und des Austausches zu geben. Darüber hinaus haben wir unsere Räume im Atelier nun auch mehrmals im Jahr für CoWorkings oder Meetings geöffnet. Weiter bieten wir vermehrt Workshops zu unterschiedlichen Themen an, die sich sowohl an Einheimische, aber auch an Urlauber richten, die sich gerne in gemütlicher Atmosphäre weiterbilden möchten.

Achtsam leben und arbeiten

Was uns in den letzten Monaten auch bewusst geworden ist, wie vielfältig und schön das Leben auf dem Land ist und welche Vorzüge es nicht nur für uns bietet. Darum nehmen wir uns auch verstärkt dem Thema Digitalisierung an. Denn unserer Meinung nach hat die Digitalisierung in Deutschland sehr oft einen schlechten Ruf und wird mit Angst und Verlust von Arbeitsplätzen gleichgesetzt. Das stimmt aber ganz und gar nicht. Im Gegenteil, sie bietet gerade für ländliche Regionen wie Nordfriesland große Potentiale, neue Lebens- und Arbeitsmodelle zu realisieren. Nicht nur für uns, sondern auch für viele andere – ganz besonders auch für Frauen, die Berufs- und Privatleben viel besser miteinander vereinen können.

Meerzeit und Durchatmen an der Küste bei Dagebüll // Foto: Ralph Kerpa

Wir selbst sind absolute Home-Office-Fans und lieben es in entspannter Atmosphäre neue Ideen und smarte Konzepte zu entwickeln. Von daher sind wir dankbar, dass uns die Digitalisierung, den Schritt an die Nordsee zu gehen, überhaupt erst möglich gemacht hat. Wir möchten mit unserer Geschichte, dem Unwort „Digitalisierung“ ein Gesicht geben und zeigen, welche Potentiale sich dahinter verbergen. Dass sich so nicht nur die Landflucht stoppen lässt, sondern vielmehr Familien die Möglichkeit haben dort zu arbeiten, wo sie leben möchten. Nämlich in entspannter Atmosphäre auf dem Land. Die Auftaktveranstaltung vom Drievels-Festival war für uns ein erster Step und es werden weitere folgen. Ihr dürft also gespannt sein.

Meerzeit und Durchatmen an der Küste bei Dagebüll // Foto: Ralph Kerpa

MeerART hat unser Leben nachhaltig verändert und ist für uns somit inzwischen viel mehr als nur ein Blog. Es ist ein Projekt geworden, mit dem wir weiter wachsen und gestalten werden. Darauf freuen wir uns jeden Tag aufs Neue.

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2 Kommentare zu „Es liegt was in der Luft…“

  1. Wieder einmal ein sehr interessanter Artikel, der sich besonders im Bereich der Digitalisierung genau mit meiner Einstellung deckt. Die Fotos sind wunderschön und transportieren die zauberhafte Landschaft zu mir in die Großstadt. Danke dafür

    1. Moin liebe Sabine,

      freut uns, dass dir dieser Beitrag gefällt. In Zukunft wird es in diese Richtung mehr geben, denn wir möchten die Vielfalt der Küstenregion auch von dieser Seite zeigen. Hier steckt unheimlich viel Potential, dass wir wach küssen möchten. 🙂

      Ganz liebe Grüße von der Westküste,
      Claudia

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