Die ersten Lämmer erkunden ihr Revier

Die ersten Lämmer erkunden ihr Revier in Nordfriesland an der Westküste // Foto: MeerART

Nicht nur die Sonne blinzelt immer beständiger vom Himmel, sondern auch die Lämmer sind an die Deiche zurückgekehrt und erkunden ihr Revier. Für uns in Nordfriesland ein Zeichen, dass jetzt der Frühling vor der Tür steht.

Jetzt ist sie wieder da, die Zeit in der man sich das eine oder andere Grinsen nicht verkneifen kann, wenn man durch Nordfriesland fährt. Schuld daran sind die entzückenden kleinen Lämmer, die entweder tollkühn in der Gegend herumspringen oder ihre süßen Schnuten bei einem Nickerchen in die Sonne halten. Seitdem wir in Nordfriesland leben, nehme ich die kleinen Racker ganz besonders wahr, vermutlich auch, weil sie hier so zahlreich vertreten sind. Ob am Deich oder auf den Feldern, überall erkunden die Lämmer neugierig ihr Revier.

Die ersten Lämmer erkunden ihr Revier in Nordfriesland an der Westküste // Foto: MeerART

Es ist, als könnte man die Uhr danach stellen. Sobald die ersten Lämmer auftauchen, lässt auch der Frühling nicht mehr lange auf sich warten. Immer mehr Frühlingsblumen recken ihre Knospen gen Sonne und das Grün verändert sich. Die Wiesen werden saftiger und auch die ersten Bäume fangen an auszutreiben. Diese Zeit ist einfach zu herrlich, denn nach all dem Wintergrau sehnt sich jede Pore geradezu nach Licht, Wärme und vor allem Farbe.

Die ersten Lämmer erkunden ihr Revier in Nordfriesland an der Westküste // Foto: MeerART

Wenn die Bockzeit beginnt

Obwohl, ganz grau war es im Winter dann doch nicht. Zumindest wenn man sich die Schafe auf den Deichen angeschaut hat. Habt ihr euch schon mal gefragt, was das mit der Farbe an den Hinterteilen der Schafe auf sich hat? Ganz einfach, es ist Bockzeit. Das ist die Zeit für die Böcke, die sich nun an willigen Schafmädels austoben dürfen. Damit der Schäfer weiß, welches Schaf zu welcher Zeit gedeckt wurde, bekommt der Schafsbock, bevor er auf die Mädels losgelassen wird, ein Deckgeschirr mit einem Farbkasten um den Hals. Wenn er sich ein passendes Mädel herausgepickt und es gedeckt hat, verpasst er ihr mit seinem Farbkasten einen farbigen Po. Einmal Rouge für den Popo sozusagen. 😉 Tja, und das Ergebnis davon dürfen wir gerade wieder überall bewundern.

Die ersten Lämmer erkunden ihr Revier in Nordfriesland an der Westküste // Foto: MeerART

Wenn man sich die kleinen Lämmer betrachtet, dann wünschte ich mir, dass sie ewig so klein und drollig bleiben. Man möchte sie einfach immer nur knuddeln. Beeindruckend finde ich auch, wie sie jedes Mal an ihre Mutter andocken, um an die Muttermilch zu kommen. So knuddelig wie die kleinen Lämmer wirken, aber wenn es um die Milch geht, dann hat man das Gefühlt sie rammen der Mutter die Zitzen beinahe in den Bauch. Das sieht so ganz und gar nicht zärtlich und knuddelig aus.

Die ersten Lämmer erkunden ihr Revier in Nordfriesland an der Westküste // Foto: MeerART

Schafe schubsen

Jetzt beginnt aber auch wieder eine gefährliche Phase für die Mutterschafe, denn dank der dicken Wolle können die Tiere beim Liegen auch schon mal das Gleichgewicht verlieren. Das ist dann ganz und gar nicht lustig, denn dann geht es um Leben und Tod. Solltet ihr also mal ein Mutterschaf auf der Weide sehen, das auf dem Rücken liegt und ihr das Gefühl habt, dass es von alleine nicht mehr hochkommt, dann bitte seid so mutig und greift ein. Bei den Schafen kommt es sehr schnell zum Organversagen und die Tiere verenden qualvoll. Das alleine wäre schon schlimm genug, aber damit verlieren natürlich auch die Lämmer ihre Mutter.

Die ersten Lämmer erkunden ihr Revier in Nordfriesland an der Westküste // Foto: MeerART

Ihr braucht dabei wirklich keine Angst zu haben. Alles, was ihr tun müsst, ist der Mutter beherzt in die Wolle zu greifen und sie beim Herumdrehen zu unterstützen. Es geht wirklich nur um die Schafe, die auf dem Rücken liegen. Allen, die seitlich liegen und ebenfalls gemütlich im Gras dösen, geht es gut. Ansonsten würdet ihr es auch merken, denn wenn es den Tieren gut geht, laufen sie vor dem Menschen weg. Wenn nicht, dann zupacken. 🙂

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