SØNDERBY – eine Spielwiese für Erwachsene

SØNDERBY auf RØMØ scheint eine riesige Spielwiese für Erwachsene

Ein schöner Spätsommertag auf der dänischen Wattenmeerinsel Rømø // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Der Strand von SØNDERBY scheint nicht nur nicht enden zu wollen, auf ihm ist beinahe auch alles erlaubt. Ein richtiges Eldorado für Erwachsene, die vom Drachensteigen bis Strandsegeln anscheinend alles machen dürfen.

Es geht weiter mit unseren Entdeckungsreisen ins Nachbarland Dänemark, und zwar diesmal wieder auf die Insel RØMØ (Röm). Nachdem wir bei unserem ersten Besuch den Strand von Lakolk unsicher gemacht hatten, stand für uns fest, dass wir bei unserem nächsten Besuch unsere Entdeckungsreise im Süden der Insel fortsetzen wollten, und zwar am Strand von SØNDERBY.

Ein schöner Spätsommertag auf der dänischen Wattenmeerinsel Rømø // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Wo bleibt nur immer die Zeit? Eigentlich sollte unser Wiedersehen mit der dänischen Insel nicht so lange dauern, aber wie wir nun ganz erschrocken feststellen mussten, sind mehrere Monate vergangen. Unser erster Trip auf die Insel RØMØ (Röm) war nämlich schon im Januar. Es war sonnig, aber noch bitter kalt und wir waren richtig dick eingemummelt. Inzwischen ist schon wieder September und wir haben einen bombastischen Sommer hinter uns. Doch auch heute hatten wir mit einem fantastischen Spätsommertag richtig Glück. Und barfuß macht so ein Strandspaziergang doch erst richtig Spaß.

Was darf man eigentlich und was nicht?

Viele eingefleischte Dänemarkurlauber werden wahrscheinlich lachen, aber für uns ist jeder Trip nach wie vor noch eine Entdeckungsreise. Und die bezieht sich nicht nur auf das Kennenlernen der Landschaften, sondern natürlich auch auf die Gepflogenheiten der Einheimischen. Nicht immer ist gleich ersichtlich, was erlaubt ist und was nicht. Und in diesem Fall meine ich das Strandparken.

Ein schöner Spätsommertag auf der dänischen Wattenmeerinsel Rømø // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Die Parkplätze am Strandaufgang waren alle voll und wie selbstverständlich fuhr jeder weitere Besucher mit seinem PKW auf den Strand – wir auch. Bei den Mengen an Autos hatten wir uns auch nichts dabei gedacht, zumal es an vielen Stellen in Dänemark ausdrücklich erlaubt ist. Hier ist das wohl eher nicht der Fall oder sollte ich schreiben – nur auf eigene Gefahr?!

Ein schöner Spätsommertag auf der dänischen Wattenmeerinsel Rømø // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Naiv wie wir waren, fuhren wir, wie so viele andere, sogar bis an den Dünengürtel heran, da wir ahnten, dass wir eh wieder etliche Kilometer zu Fuß zurücklegen würden. Heute wissen wir, dass wir richtiges Glück hatten, denn es hätte durchaus auch anders ausgehen können. Der Strand zwischen dem Strandaufgang und dem Dünengürtel wird nämlich immer wieder von der Nordsee geflutet und dafür braucht es manchmal nur einen schnellen Wetterwechsel. Wie das dann aussieht durften wir erst gestern erleben, denn da waren wir bereits ein zweites Mal in diesem Monat in SØNDERBY und da war der Strand vom letzten Sturmtief noch geflutet. Gott sei Dank blieb uns diese Erfahrung erspart.

Ein schöner Spätsommertag auf der dänischen Wattenmeerinsel Rømø // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Was man aber darf, natürlich immer vorausgesetzt das Wetter und die Gezeiten spielen mit, ist Strandsegeln, Drachen steigen lassen oder Strandbuggy fahren. Aber Obacht, auch das nur in den dafür gekennzeichneten Zonen. Ansonsten kann das schnell mal Ärger geben. 😉

Sommer, Sonne, Strand und Meer

Uns war so gar nicht nach Action, daher verschlug es uns an den Strand auf die andere Seite der Dünen. Barfuß liefen wir ganz gemütlich am Strand entlang und staunten über die vielen blauen Quallen (Wurzelmundquallen sollen es sein), die überall herumlagen. Die armen Viecher.

Eine Qualle am Strand auf Rømø // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Wer unseren Blog verfolgt und uns kennt weiß, dass wir weitläufige Strände lieben. St. Peter-Ording bei uns auf dem Festland oder der Kniep auf Amrum. Von beiden kriegen wir einfach nicht genug. Doch der weitläufige Strand auf der dänischen Insel RØMØ (Röm) scheint beinahe alles in den Schatten zu stellen.

Angespülte Quallen am Strand auf Rømø // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Was für eine unendliche Weite. Am Strand hinter den Dünen nimmt man von der eigentlichen Insel gar nichts mehr wahr. Im Gegenteil, die gegenüberliegende Insel Sylt wirkt auf einmal so nah. Aus diesem Blickwinkel wirkt es immer, als könnte man mal eben rüber schwimmen. Doch auch das sollte man wohl lieber tunlichst vermeiden.

Ein schöner Spätsommertag auf der dänischen Wattenmeerinsel Rømø // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Auch wenn SØNDERBY eine Spielwiese für Erwachsene zu sein scheint, so ist der Strand aber auch ebenso gut für Leute wie uns, die einfach nur die unendliche Weite in Ruhe genießen wollen. Wir verbrachten hier einen wundervollen Spätsommertag, der uns noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

6 Gedanken zu „SØNDERBY – eine Spielwiese für Erwachsene

  1. Guten Morgen ihr Lieben, ich bin wieder Zuhause und freue mich eure Bilder und Berichte wieder richtig lesen zu können 🙂 Es sind wie immer schöne Bilder und ich bekomme sofort Sehnsucht nach dem Meer…wenn ich könnte wie ich wollte wäre ich sofort da. Ich wünsche euch einen schönen Mittwoch. Fühle dich gedrückt :-* <3

    1. Moin meine Liebe,

      das ist schön und freut uns natürlich auch. 😉
      Glaub mir, wenn man die Sehnsucht nach dem Meer hat, dann geht die auch nicht weg, selbst wenn es vor der Tür ist. 🙂
      Am liebsten jeden Tag und immer wieder…

      Ich drück dich zurück..
      Claudia

  2. Das Quallen-Foto finde ich wirklich faszinierend. Es wirkt geradezu archaisch. Ich habe ähnliches mal mit Seesternen erlebt; quasi gegenüber am Ellenbogen. Das ist natürlich auch schrecklich, weil es Lebewesen sind. Aber die Natur ist nun einmal kein Kuschelzoo. (Die größte Feuerqualle meines Lebens habe ich übrigens in Lakolk gesehen.) Liebe Grüße, Stefanie

    1. Moin Stefanie,

      das stimmt allerdings, die Natur ist alles andere als ein Streichelzoo und ganz besonders an der Küste. Mir taten die Quallen echt leid – auch wenn die meisten damit nichts positives verbinden – aber zu sehen, wie die unaufhaltsam mit jeder Welle angespült werden und so gar nichts dagegen tun können, ist schon hart. Bei der abgebildeten sieht man es gar nicht mehr so, aber die hatten alle echt ein hübsches blau.

      Liebe Grüße,
      Claudia

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