Leuchttürme – Heimatgefühl oder Fernweh?!

Leuchtturm Westerhever // Foto: MeerART

Die Geschichte der Leuchttürme ist lang und eigentlich doch schnell erzählt. Seit es die Seefahrt gibt und der Handel über die Meere mehr und mehr aufblühte, suchten die Menschen Mittel und Wege, um den Seeverkehr sicherer zu machen. Besonders an den Küsten benötigte man Navigationshilfen.

Doch früher waren nicht alle begeistert von dem Fortschritt, lebten doch einige lange und gut von den Schiffbrüchigen. Es soll sogar Küstenbewohner gegeben haben, die in Sturmnächten absichtlich irreführende Leuchtfeuer gesetzt haben.

Leuchtturm in Timmendorf auf der Insel Poel // Foto: MeerART

Die Optik in den Leuchträumen besteht aus bis zu über 1.000 Linsen und Prismen, die das Licht bündeln und es stark verstärken. Ein weiterer Fortschrift war die Entwicklung einer Scheinwerfer-Optik, die die Lichtstrahlen in eine gewünschte Richtung lenkten. Somit hatte jeder Leuchtturm seine eigene Kennung, d. h. eine individuelle Folge von Blink und Pause. Bis heute hat sich im Wesentlichen nichts daran geändert, nur die Lichtquellen – früher waren es Gas- und Petroleumlaternen, heute sind es meist Halogenlampen.

Leuchtturm in Falshoeft // Foto: MeerART

An der Nord- und Ostsee, wo die Errichtung von Leuchttürmen früher nicht möglich war, waren zahlreiche Feuerschiffe positioniert. Deren Leuchtfeuer reichten bis zu 45 Metern Höhe. Mit dem Motorantrieb ist die immense Bedeutung der Leuchtturmwärter (offiziell Leuchtfeuerwärter) Geschichte geworden. Leider…

Alter Holzkarren im Hafen // Foto: MeerART

Doch alle technischen Raffinessen und lange Geschichten erklären nicht, warum Leuchttürme bei so vielen Menschen, egal ob Küstenbewohner oder Landratten, schwärmerische Gefühle auslösen. Bei uns übrigens auch. 🙂

Leuchtturm an der Ostsee Wustrow // Foto: MeerART

Noch heute bekommen viele diesen verträumten Blick, wenn sie an das damalige Leben der Leuchtturmwärter denken. Vermutlich hat sich jeder schon einmal die Romantik und Einsamkeit ausgemalt.

Leuchtturm von Bastorf in einem Rapsfeld // Foto: MeerART

Dass die Männer große Verantwortung hatten und in Schichten auf kleinstem Raum zusammen gepfercht, mindestens sechs Wochen von der Familie getrennt lebten, vergisst man lieber schnell. Und trotzdem, wer wünscht sich nicht, einmal aus dem hektischen Alltag zu fliehen, und nur mit sich und dem Meer zu sein?!

Leuchtturm von Kap Arkona // Foto: MeerART

Auch wir können uns dieser Romantik nicht entziehen und haben hier mal ein paar Lieblinge zusammen gestellt, die leider oft in Kalendern vernachlässigt werden. Wir finden aber, dass sie ebenfalls der sagenumwobenen Seefahrerromatik trotzen können.

Kutter und Leuchtturm // Foto: MeerART

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2 Kommentare zu „Leuchttürme – Heimatgefühl oder Fernweh?!“

  1. Hallo Claudia,
    ich klicke mich gerade durch historisches Material von Euch und genieße es sehr. Was mir dabei immer wieder auffällt, wenn ich die liebevollen Beiträge lese und mir die traumhaften Fotos anschaue, dass ich gern bei jedem Bild wissen möchte, wo genau das aufgenommen wurde bzw. was darauf zu sehen ist. Ich nehme Eure Beiträge nämlich liebend gern als Inspiration, um den nächsten Ausflug oder Urlaub zu planen. Mit Euch entdeckt man Orte, wo man vorher noch nie war oder man lernt sie neu und von einer ganz anderen und oftmals viel schöneren Seite kennen.
    Vielleicht lässt sich mein Wunsch in zukünftigen Beiträgen verwirklichen? Das wäre sooo schön. 🙂
    Meine Unterstützung bekommt ihr natürlich auch, denn MeerART ist es einfach wert. Macht weiter so.

    Liebe Grüße aus HH
    Denise

    1. Moin liebe Denise,

      oh wie schön, das freut uns.
      Genau das ist unser Ziel, Menschen an Orte zu entführen, die ihnen nicht gleich so bekannt sind.

      Über diese Option mit den BU’s (Bildunterschriften) haben wir auch schon nachgedacht und zum Teil auch schon mal ausprobiert. Was nur absolut blöd ist, dass man sie tatsächlich unter dem Bild platzieren muss und wenn ich es dann mal für einen anderen Beitrag verwende, dann passt die oftmals nicht. Es kommt nämlich vor, dass ich ein und dasselbe Bild auch mal woanders benutze. Aber deinem Wunsch würde ich schon gerne nachkommen. Vielleicht ist es ja ein Kompromiss, wenn du mich fragst… 😉 bis es eine bessere Möglichkeit gibt.

      Dankeschön, das ist so lieb von dir. An den Gedanken Hilfe anzunehmen müssen wir uns zwar erst noch gewöhnen, aber wir können sie in der Tat gut gebrauchen, denn das Projekt verschlingt „liebevoll“ viel Zeit und Geld. 😉

      Ganz liebe Grüße,
      Claudia

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