Kellenhusen – Mittwoch und Nebensaison

Kellenhusen und Dahme in der Nebensaison // Foto: MeerART

Der große Sturm „Christian“ ist vorbei. Noch etwas stürmisch aber ansonsten nur leicht bewölkt ist die Vorhersage für heute. Egal macht nichts, wir wissen die See ist auch in der Nebensaison schön. Also Tasche gepackt und los. Die Fahrt auf der A1 war recht ruhig, keine Staus und auch sonst sind wir super durch gekommen.

Kellenhusen und Dahme in der Nebensaison // Foto: MeerART

Unser Ziel für heute sollte Kellenhusen sein. Bisher haben wir den Ort immer übersehen, aber eine Reklame, die schon für das nächste Jahr gilt „Brückenfest im Lichtermeer“ lies uns neugierig werden. Außerdem sieht die Seebrücke skurril aus. Kellenhusen, wo ist das überhaupt? – kurz vor Dahme – o.k. in Dahme waren wir schon mal.

Kellenhusen und Dahme in der Nebensaison // Foto: MeerART

Wir sind in Neustadt von der Autobahn und auf der Bundesstraße 501, weiter in Richtung Dahme, als unser Auto plötzlich so komische Geräusche macht. Oh bitte nicht, nicht noch eine Panne. Ab auf die Tankstelle und checken – hm – irgendwie ist nichts zu sehen. Komisch?! Das Geräusch wurde weniger, wohl noch mal Glück gehabt. In Kellenhusen angekommen, gleich ein Parkplatz gefunden und das passende Parkticket gezogen.

Kellenhusen und Dahme in der Nebensaison // Foto: MeerART

Dieses hinter die Windschutzscheibe geklemmt und erst mal an die Tasche mit den Stullen. Hunger ist immer da. 😉 Dummerweise hat das öffnen des Kofferraums für einen Luftzug gesorgt, der unser Parkticket einmal schön in die Luft gehoben hat, damit es anschließend, zwischen Cockpit und Windschutzscheibe in der Versenkung verschwindet.

Kellenhusen und Dahme in der Nebensaison // Foto: MeerART

Na toll! War natürlich das letzte Kleingeld, also warte ich am Auto, während Ralph eine Möglichkeit zum Geld wechseln auftut. Wie heißt es so schön… alle guten Dinge sind drei und da ich am Morgen bereits schon den Kaffeepott um geschmissen hatte, konnte jetzt ja nichts mehr passieren.

Kellenhusen und Dahme in der Nebensaison // Foto: MeerART

Zielgerichtet sind wir nun zu der besagten Seebrücke. Mittlerweile haben wir ja schon viele gesehen, aber die hatte schon was. Im Sommer in der Hochsaison ist hier bestimmt ´ne Menge los. Je weiter wir auf die Brücke gingen, desto stürmischer wurde es noch. Sturmtief „Christian“ wollte sich wohl noch nicht so ganz geschlagen geben. Nachdem wir jedes Plateau der Brücke unter die Lupe genommen haben, entschieden wir uns, auf der Promenade unsere Erkundungstour fortzusetzten.

Kellenhusen und Dahme in der Nebensaison // Foto: MeerART

Hier scheint der Dornröschenschlaf wirklich noch Einzug zu halten. Die meisten Geschäfte und Cafés hatten schon geschlossen und die wenigen, die noch aushielten, hatten sich alle abgesprochen „Mittwoch Ruhetag“. Nun denn, wenn wir uns die wenigen Boutiquenbetreiber, die noch offen hatten so ansahen, taten sie uns schon etwas leid, dick eingemummelt in warmen Jacken (die Geschäfte haben wohl keine Heizungen) dich freundlich anlächelnd, in der Hoffnung, dass man ihnen wohl noch etwas abkauft. So wenig wie hier los war, schienen die  über jedes Gesicht was sich in Ladennähe aufhielt, froh zu sein.

Kellenhusen und Dahme in der Nebensaison // Foto: MeerART

Gerade dann sind die Ortschaften für uns aber attraktiv, nämlich genau in der Nebensaison, wenn alles für den Sommer angerüschte bereits weg geräumt ist und du wirklich den nackten Blick auf den jeweiligen Ort bekommst.

Kellenhusen und Dahme in der Nebensaison // Foto: MeerART

Wir schlenderten ein wenig auf der Promenade und am Strand, der Himmel öffnete ab und zu seine Pforten, um uns mit ein paar Regentropfen zu beglücken. Das juckt uns aber wenig, denn die Luft ist so schön und es macht gerade Spaß, weil hier so wenig los ist. Außer uns schlendern nur noch ganz wenige Touristen oder Einheimische. Jedenfalls ist es irgendwie schön.

Kellenhusen und Dahme in der Nebensaison // Foto: MeerART

Da wir nun schon mal hier in der Ecke sind, wollten wir noch einen kurzen Abstecher nach Dahme machen. Für einen kurzen Spaziergang mitten im Winter waren wir schon ein mal hier.

Kellenhusen und Dahme in der Nebensaison // Foto: MeerART

Es bot sich uns ein ähnliches Bild. Die Promenade war wie leer gefegt und kaum ein Touri, der sich hier aufhielt. Etwas weiter vorne sahen wir zwei Fischer, Mensch dachten wir uns, die kommen uns jetzt gerade recht.

Kellenhusen und Dahme in der Nebensaison // Foto: MeerART

Mit denen würden wir gerne ins Gespräch kommen und ihnen ein paar Fragen stellen, da sprach uns eine Dame aus einer Boutique an, ob sie uns helfen kann usw. Sie verwickelte uns in ein Gespräch und eh wir uns versahen, waren die Fischer bereits auf See. Zu dumm.

Kellenhusen und Dahme in der Nebensaison // Foto: MeerART

Aber dann entdeckten wir noch den neuen Männertraum schlecht hin. Beim Ersten Mal sind wir noch etwas achtlos vorbei, aber beim Zweiten Mal mussten wir dann doch mal genauer gucken, was das für zwei Hütten sind. In der Hütte war in der Mitte ein Grill unter gebracht und darum drapierten sich Bänke und Tische.

Kellenhusen und Dahme in der Nebensaison // Foto: MeerART

Alles war noch mit Kissen und Fellen ausgelegt und sah super kuschelig aus. Wie genial muss es sein, so ein Ding im Garten zu haben und bei Wind und Wetter mit Freunden oder der Familie, in so einem Teil zu sitzen, und zu grillen.

Kellenhusen und Dahme in der Nebensaison // Foto: MeerART

Unser Fazit: Auch Orte die im Winterschlaf sind und irgendwie trostlos erscheinen haben ihren ganz persönlichen Reiz. Ganz besonders gut, hat mir die Szene mit der Agave vor der See gefallen…. könnte auch Mexiko sein. Unser Norden ist so schön, warum also immer in die Ferne schweifen.

Kellenhusen und Dahme in der Nebensaison // Foto: MeerART

Das Licht spielte ein wenig Katz´und Maus mit uns, aber wir hoffen, die Eindrücke erfreuen euch genauso wie uns.

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