Design your life – nimm dein Leben selbst in die Hand

Impressionen von der Nordseeinsel Amrum und den endlosen Stränden und der beeindruckenden Dünenlandschaft // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

In letzter Zeit hatten wir viele Gespräche mit netten Leuten, die wir neu kennenlernen durften. Beim Vorstellen ging es auch immer wieder darum, wie wir beide leben und arbeiten. Was für uns völlig normal ist, scheint viele andere jedoch zu faszinieren.

Erinnert ihr euch noch an unseren Beitrag „Glück kann man nicht kaufen…“? Da haben wir schon mal darüber geschrieben, was der Hygge-Lifestyle ist. Damals – als wir noch nicht so viel mit Dänemark am Hut hatten – wussten wir noch nicht, dass es diesen Begriff gibt und was er bedeutet. Und doch haben wir genau diesen dänischen Lebensstil für uns verinnerlicht. Mit unserem Arbeits- und Berufs-Leben ist das genauso. Und anscheinend gibt es auch dafür einen Begriff „Design your life“.

Eine grandiose InselAuszeit auf Amrum mit einer ganz besonderen Überraschung // Foto: Ralph Kerpa

Aber was genau verbirgt sich dahinter?

Ein Gespräch, das wir Anfang des Jahres mit einem Pärchen (Claudia und Jens) – sie ist nämlich eine „Design-your-life-Trainerin“ – hatten, hat mich dazu veranlasst, mich ein wenig mehr mit dem Thema auseinanderzusetzen. Als ich anfing nachzuforschen, stellte ich fest, dass es viele Bücher und Workshops zu dem Thema „Design your life“ gibt und alle sollen dir dabei helfen zu lernen, was wir bereits leben.

Eine grandiose InselAuszeit auf Amrum mit einer ganz besonderen Überraschung // Foto: Ralph Kerpa

Wir haben für uns geschaffen, wovon viele träumen. Wir haben uns beruflich tatsächlich daran orientiert was uns Spaß macht und unser Leben nach und nach darauf aufgebaut. Wenn wir von unserem Alltag sprechen, also dem Berufs- und Privatleben, dann gibt es bei uns gar keine Grenzen mehr. Alles verläuft fließend ineinander. Ob die Berufsfotografie von Ralph, unser Blog MeerART und seit einem Jahr auch unser Atelier. Arbeitszeiten, wie man sie aus – ich nenne es jetzt mal normalen Arbeitszeitmodellen kennt – gibt es bei uns nicht. Unser Beruf ist unsere Berufung. Schließlich kommt der Begriff daher. 😉

Eine grandiose InselAuszeit auf Amrum mit einer ganz besonderen Überraschung // Foto: Ralph Kerpa

Wenn wir an einem Montagmorgen aufstehen, dann denken wir nicht über den Feierabend oder das nächste Wochenende nach, sondern freuen uns auf die Woche und all ihre Erlebnisse. Ganz gleich welche das sind. Selbst wenn sie auch mal nicht so toll sind – ja, man höre und staune, auch das gibt es bei uns – und das ist völlig normal. Ich glaube, es gibt keinen Menschen auf der Welt, bei dem immer alles glatt verläuft. Irgendwas stellt sich dir immer mal oder jemand in den Weg. Wichtig ist nur, wie man damit umgeht.

MeerART ist unser Leben

Seitdem wir den Blog haben, hat sich vieles für uns im Leben geändert, denn wir haben es selbst in die Hand genommen, an uns geglaubt – auch wenn es hier und da immer mal wieder Kritiker gab – und uns von unserem Weg nicht abbringen lassen. Er war teilweise sogar ganz schön steinig und manchmal ist er es immer noch. Dennoch empfinden wir unser Leben als Belohnung und all die Erfahrungen machen uns um so viel reicher.

Eine grandiose InselAuszeit auf Amrum mit einer ganz besonderen Überraschung // Foto: Ralph Kerpa

Wir haben in den letzten Jahren so viele tolle Menschen kennengelernt und durch sie auch so viel zu unserem Leben dazugelernt. Gerade weil wir mit MeerART zum Beispiel auch in Berufe reinschnuppern, die wir „aktiv“ nicht kennen, lernen wir unheimlich viel dazu. Genau wie mit allen unseren Beiträgen über die Regionen an der Küste. Jeder einzelne trägt dazu bei, dass wir unser Wissen über die Küsten ausbauen. Das macht nicht nur Spaß, sondern trainiert auch noch das Gehirn. Lach… schließlich werden auch wir nicht jünger. Unsere beruflichen und privaten Interessen sind so miteinander verquickt, dass wir das einfach nicht mehr trennen können.

Eine grandiose InselAuszeit auf Amrum mit einer ganz besonderen Überraschung // Foto: Ralph Kerpa

Was tatsächlich auch dazu geführt hat, dass wir schon ewig nicht mehr über einen Urlaub nachgedacht haben, weil wir das Bedürfnis gar nicht haben. Nicht, dass wir nicht auch andere Länder kennenlernen wollen würden, das ist damit gar nicht gemeint. Sondern viel mehr die Tatsache, dass wir unser Berufs- und Privatleben so gestalten, dass wir nach einem Arbeitstag glücklich ins Bett steigen und uns freuen am nächsten Morgen wieder aufstehen zu dürfen. Und hey, schließlich haben wir unseren Arbeitsplatz dorthin verlegt, wo andere Urlaub machen. Und davon mal abgesehen, seitdem wir in der Grenzregion zu Dänemark leben, lernen wir viel über ein neues Land.

Die Nebensaison auf der nordfriesischen Insel Amrum // Foto: MeerART

Selbst wenn wir für Reportagen oder Fotojobs unterwegs sind – was nicht selten auch ganz schön anstrengend ist – nehmen wir dennoch immer so viel mit. Und sei es nur ein kleiner Spaziergang am Strand. Wir versuchen einfach, aus allem das Beste herauszuholen und das mit Dingen, die uns Spaß machen.

Man sieht nur mit dem Herzen gut

Diesen Spruch fand ich früher immer sehr speziell, aber er stimmt. Was ich in den letzten Jahren – seitdem ich mit dem Bloggen/Schreiben angefangen habe – gelernt habe ist, die Menschen, die mir begegnen, mit dem Herzen zu betrachten. Der Großteil unserer Gesellschaft ist leider darauf gepolt alles und jeden erstmal mit den Augen zu betrachten. Nicht selten werden Menschen auf ihr Äußeres reduziert. Und wenn einem dann nicht gefällt was man sieht, wird diese Person oft vorschnell in eine Schublade gesteckt. Es spielt auch gar keine Rolle, ob das gerechtfertigt ist oder nicht.

Bericht für MeerART vom "Mein Inselhotel" (Inh. Gunnar u. Kerstin Jöns) in Norddorf auf Amrum // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Da ich die Texte für unseren Blog schreibe und meistens auch diejenige bin, die nach außen kommuniziert, habe ich mir angewöhnt erstmal nur auf die Zeilen zu reagieren, die mir/uns begegnen. Wenn uns jemand einen Kommentar auf dem Blog hinterlässt oder eine E-Mail schreibt, geht das auch nicht anders, aber in den Sozialen Netzwerken schon. Fast jeder hat dort eigene Bilder von sich. Und genau die betrachte ich mir selten bis gar nicht bzw. erst, wenn wir länger kommunizieren. Warum ich das schreibe? Ganz einfach, diese Art auf Menschen zuzugehen hat es mir/uns ermöglicht, unheimlich vielen tollen und spannenden Menschen zu begegnen, uns mit ihnen auszutauschen und von einanderzulernen. Wir begegnen Menschen mit einem offenen Herzen und bekommen so viel Feedback, dass ebenfalls aus tiefstem Herzen stammt. Und was ich daran besonders spannend finde, es sind Menschen aus unterschiedlichen Alters- und Berufsgruppen und jeder einzelne trägt mit dazu bei, dass sich unser Leben reicher anfühlt.

Design your life – nimm dein Leben selbst in die Hand. Mach was draus, egal wie es am Ende aussieht. Das gilt sowohl für dein berufliches, als auch für dein privates Leben.

Der Besuch von Claudia und Jens hat mich dazu veranlasst, unsere Entwicklung noch einmal rückblickend zu betrachten und für uns fühlt es sich einfach richtig an. Dass, was wir uns geschaffen haben, wurde uns keineswegs in die Wiege gelegt. Wir selber waren die Baumeister unseres Lebensmodells.

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