Auf Stippvisite in Maasholm

Impressionen aus dem idyllischen Fischerdorf Maasholm // Foto: MeerART

Das verträumte Maasholm an der Schleimündung

Ausflüge an die Schlei sind für uns immer etwas ganz Besonderes. Die Mischung aus romantischen Dörfern, Fischerei, Wasser und der Nähe zur Ostsee macht diese Region so einzigartig. Einige dieser besonderen Orte haben wir euch bereits vorgestellt. Heute waren wir auf Stippvisite in Maasholm.

Impressionen aus dem idyllischen Fischerdorf Maasholm // Foto: MeerART

Maasholm liegt als Halbinsel im Ostseefjord Schlei, direkt an der Schleimündung. Ursprünglich war der Ort sogar eine Insel und ist heute über einen Damm mit dem Festland verbunden. Schon bei der Fahrt hinüber merkt man, wie sehr Maasholm vom Wasser geprägt ist.

Ein Fischerdorf mit Geschichte

Im vergangenen Jahrhundert hat sich Maasholm vom Seefahrerort zu einem traditionellen Fischerdorf entwickelt. Heute spielt der Tourismus eine wichtige Rolle, doch seinen ursprünglichen Charakter hat sich der Ort bewahrt. Das merkt man bereits bei den ersten Schritten durch das Dorf.

Impressionen aus dem idyllischen Fischerdorf Maasholm // Foto: MeerART

Weiße Häuser, kleine reetgedeckte Fischerkaten, alte Gassen und überall das Wasser. Dazwischen die historischen Anlegestellen der Schleikähne, die heute sogar unter Denkmalschutz stehen.

Man spürt sofort, dass dieser Ort etwas Besonderes ausstrahlt. Die Schlei auf der einen Seite, die offene Ostsee gleich vor der Tür und dazwischen ein kleines Dorf, dessen Geschichte untrennbar mit dem Wasser verbunden ist

Impressionen aus dem idyllischen Fischerdorf Maasholm // Foto: MeerART

Ein Rundgang durch Maasholm

Unser Auto hatten wir am Ortseingang abgestellt und machten uns zu Fuß auf den Weg. Schon nach wenigen Metern blieben wir immer wieder stehen. Nicht, weil es in Maasholm eine Sehenswürdigkeit nach der anderen abzuhaken gäbe, sondern weil es so viele kleine Dinge zu entdecken gibt.

Impressionen aus dem idyllischen Fischerdorf Maasholm // Foto: MeerART

Besonders gut gefallen haben uns die historischen Kahnstellen am Wasser. Einfach und ursprünglich reihen sie sich am Ufer aneinander und erzählen noch heute davon, wie eng das Leben der Menschen hier mit der Schifffahrt und der Fischerei verbunden war.

Bei unserem Besuch sorgte allerdings nicht nur das Wasser für Bewegung. Der Wind hatte ordentlich zugelegt und fegte uns ziemlich kalt um die Ohren. Schließlich standen wir hier direkt an der Schleimündung und die Nähe zur offenen Ostsee macht sich eben bemerkbar.

Impressionen aus dem idyllischen Fischerdorf Maasholm // Foto: MeerART

Zwischen Fischerei und Wassersport

Auch heute gehört die Fischerei noch zu Maasholm. Im Fischereihafen liegen Kutter, Netze und Fischkisten, und frischer Fisch gehört einfach zum Ortsbild. Wer durch den Hafen schlendert, bekommt schnell das Gefühl, dass Maasholm seine maritime Vergangenheit nicht nur bewahrt, sondern noch immer ein Stück weit lebt.

Impressionen aus dem idyllischen Fischerdorf Maasholm // Foto: MeerART

Gleichzeitig ist Maasholm längst auch ein beliebter Ort für Wassersportler. Im Hafen liegen Segel- und Motorboote, und rund um das Wasser dreht sich vieles um das Leben auf und an der Schlei. Tradition und Gegenwart liegen hier erstaunlich selbstverständlich nebeneinander.

Kleine Häuser, große Ausblicke

Aber nicht nur das maritime Flair hat uns gefallen. Es sind auch die vielen kleinen Häuser und liebevoll gestalteten Gärten, die den Ort so gemütlich machen.

Impressionen aus dem idyllischen Fischerdorf Maasholm // Foto: MeerART

Ich muss gestehen, dass ich ein wenig neidvoll auf die hübschen Häuser blickte, die teilweise einen traumhaften Blick auf die Schlei und den Hafen haben. Morgens mit diesem Ausblick aufzuwachen, muss einfach herrlich sein.

Ein wenig erinnert mich Maasholm dabei an die Fischersiedlung Holm in Schleswig. Auch dort hat dieses enge Nebeneinander von kleinen Häusern, Wasser und Fischertradition seinen ganz eigenen Reiz.

Impressionen aus dem idyllischen Fischerdorf Maasholm // Foto: MeerART

Und natürlich musste ich bei den Gärten sofort daran denken, wie schön es hier wohl im Sommer sein muss, wenn die Rosen blühen und der ganze Ort noch einmal ganz anders aussieht.

Peter Aal wacht über den Hafen

Dass der Fischfang zu Maasholm gehört, zeigt sich auch an einer ganz besonderen Figur im Hafen. Seit 1999 wacht dort die Bronzestatue „Peter Aal“ über das Geschehen. Mit seinem Aalstecher und den beiden Möwen erinnert er auf charmante Weise an die lange Tradition der Fischerei.

Solche kleinen Dinge mögen wir besonders. Sie erzählen etwas über einen Ort, ohne dass man dafür lange Schilder lesen muss.

Impressionen aus dem idyllischen Fischerdorf Maasholm // Foto: MeerART

Maasholm und die Schleimündung

Je weiter wir durch Maasholm kamen, desto mehr wurde uns bewusst, wie besonders die Lage des Dorfes ist. Hier treffen Schlei und Ostsee aufeinander. Und genau diese besondere Lage macht Maasholm zu einem Ort, an dem man eigentlich viel länger bleiben möchte, als wir es an diesem Tag geschafft haben.

Vom Hafen aus reicht der Blick weit über das Wasser. Bei klarer Sicht kann man hinüber zur anderen Seite schauen und auch die Umgebung der Schleimündung gut erkennen.

Impressionen aus dem idyllischen Fischerdorf Maasholm // Foto: MeerART

Damals war unser Blick dabei auch auf den kleinen Leuchtturm an der Schleimündung gerichtet. Wir hatten uns vorgenommen, irgendwann einmal näher hinzuschauen. Manchmal braucht es eben einen zweiten Besuch.

Ein Ort für eine kleine Auszeit

Maasholm ist sicherlich kein Geheimtipp mehr. Dafür ist der Ort längst zu bekannt und gerade in den Sommermonaten entsprechend beliebt. Aber vielleicht muss er das auch gar nicht sein.

Denn selbst wenn rund um Hafen und Dorf mehr los ist, bleibt dieser besondere Charakter erhalten: das Wasser, die kleinen Häuser, die Fischerboote und die vielen Spuren der Vergangenheit.

Und wer wie wir eher in der ruhigeren Jahreszeit kommt, kann Maasholm noch einmal von einer ganz anderen Seite erleben. Dann gehört der Ort fast ein bisschen denjenigen, die sich einfach treiben lassen möchten.

Impressionen aus dem idyllischen Fischerdorf Maasholm // Foto: MeerART

Unser Fazit

Unsere Stippvisite in Maasholm war tatsächlich nur eine kleine. Wir haben längst nicht alles gesehen und schon gar nicht alles entdeckt, was dieser Ort zu bieten hat, aber manchmal reicht genau das. Ein Spaziergang durch die kleinen Gassen, ein Blick auf die historischen Kahnstellen, ein bisschen Fischerdorf-Flair und jede Menge Wasser.

Maasholm hat uns neugierig gemacht. Und vielleicht kommen wir ja irgendwann noch einmal wieder – dann mit etwas mehr Zeit im Gepäck. Denn eines ist sicher: Maasholm ist ein Ort, an dem man wunderbar ein bisschen länger bleiben kann.

Häufige Fragen zu Maasholm

Wo liegt Maasholm?
Maasholm liegt als Halbinsel im Ostseefjord Schlei direkt an der Schleimündung in Schleswig-Holstein. Die Gemeinde grenzt im Osten an die Ostsee.

Was macht Maasholm besonders?
Die besondere Lage zwischen Schlei und Ostsee, die lange Fischerei- und Seefahrtstradition sowie die historischen Kahnstellen und reetgedeckten Fischerkaten prägen den Ort bis heute.

Was kann man in Maasholm unternehmen?
Maasholm lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden. Sehenswert sind unter anderem der Fischereihafen, die historischen Kahnstellen, die Petrikirche, die denkmalgeschützte Seenot-Rettungsstation und die kleinen Gassen des alten Ortskerns. Auch das Umfeld der Schleimündung lädt zu Spaziergängen und Ausflügen ein.

Gibt es in Maasholm noch Fischerei?
Ja. Die Fischerei gehört weiterhin zum Ortsbild und zum maritimen Charakter Maasholms. Im Fischereihafen bestimmen auch heute noch Kutter, Netze und Fischkisten das Bild.

Lohnt sich Maasholm auch außerhalb der Hauptsaison?
Auf jeden Fall. Gerade in der ruhigeren Jahreszeit lässt sich der ursprüngliche Charakter des Fischerdorfs besonders schön erleben. Dann geht es vielerorts deutlich entspannter zu und man kann sich ganz in Ruhe treiben lassen.

„Wenn ihr noch mehr über Maasholm erfahren möchtet, dann schaut euch doch noch unseren ersten Beitrag dazu an.“

MeerART

Verliebt in den Norden - weil der Norden glücklich macht.

Diese Beiträge könnten dich auch interessieren:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Durch die Nutzung dieses Formulars erklärst du dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten durch die Website einverstanden.


6 Kommentare zu „Auf Stippvisite in Maasholm“

  1. Maasholm! Ich liebe Maasholm. Und Ihr hattet es bei Sonnenschein fast ganz für Euch allein. Wie toll. Den Leuchtturm von Schleimünde kann man übrigens nicht über Land erreichen – da ist ein Vogelschutzgebiet dazwischen. Aber man kann von Kappeln mit dem Dampfer auf die Lotseninsel. Wir haben das letzten September gemacht; da war der Leuchtturm auch schon eingerüstet, darum haben wir auch kein Fotot. Aber abgesehen davon, kann ich den Ausflug wirklich empfehlen: http://www.indernaehebleiben.de/ganz-dahinten-wo-der-leuchtturm-steht-schleimunde/#more-3593
    Liebe Grüße, Stefanie

    1. Liebe Stefanie,
      ach schau an, man lernt doch nie aus. Wir hätten uns dann erstmal die Nase am Zaun gestoßen. Na wie gut, dass der kleine Leuchtturm eingerüstet war, so haben wir diese Erfahrung nicht machen müssen. Obwohl, das klingt abwertend und ist so nicht gemeint, denn schon der Weg dahin scheint eine Augenweide zu sein. Vielen Dank jedenfalls für den Tipp… die Tour mit dem Dampfer müssen wir dann unbedingt noch in Angriff nehmen. Denn auch das fehlt uns noch, die Schlei vom Wasser aus bewundern zu können.
      Viele liebe Grüße zurück,
      Claudia

  2. Liebe Claudia,
    jetzt habe ich auch entdeckt, wo ich bei Euren Beiträgen auf die Berichte komme, und habe jetzt alles über Maasholm gelesen. Sehr schön und informativ. Wir waren vor ein paar Jahren auch mal dort, es gefiel uns sehr gut. Einige Fotos sind dort auch entstanden, aber ich hatte bisher noch keinen Beitrag oder Album bei fb erstellt. Das müsste ich nochmal nachholen.
    Nun habe ich auch in Stefanies Kommentar noch was über die kleine Lotseninsel gelesen. Wieder ein toller Tipp!
    Ach, es ist einfach super hier bei fb, auch wenn ich viel Zeit dabei verbringe. Es lohnt sich und es ist viel besser, als ständig vor der Glotze zu sitzen, was ich sowieso schon lange kaum noch mache.
    Also nochmal – ein schönes Wochenende für Euch

    Liebe Grüße
    Karin

    1. Liebe Karin,

      vielen Dank. Das freut mich natürlich ganz besonders. Darum machen wir das ja auch, dass wir nicht nur die Bilder zeigen, sondern auch jede Menge Informationen und Tipps bereit stellen. 😉 Wenn andere ihre Erfahrungen und Tipps auch noch Preis geben, ist das einfach klasse.
      Der Austausch, der dabei entsteht ist einfach großartig und natürlich mit keinem Fernsehprogramm vergleichbar.
      Uns macht es jedenfalls sehr viel Freude, von daher ist es auch nicht schlimm, wenn man soviel Zeit dafür opfert. Es lohnt sich einfach.

      Dir auch ein tolles und erlebnisreiches Wochenende.

      Liebe Grüße,
      Claudia

      1. Hallo Claudia, hallo Karin,

        Maasholm ist auch wirklich zuckersüß. Und was das Fernsehen betrifft: Gut, dass Ihr davon sprecht – ich wollte nämlich noch was, zu Claudias gestrigem Post über den NDR-Beitrag schreiben…. und das mache ich jetzt mal.

        Euch ein schönes Wochenende
        Stefanie

Suche

BUCHTIPP//

Roman: Was Frauen tragen – Levke
Autorin: Claudia Kerpa
Erscheinungsdatum: 07. Oktober 2026
Preis: 17,90 EUR
Taschenbuch: 358 Seiten
ISBN: 978-3696794477
Herausgeber: Books on Demand

Mehr Informationen / Kaufen

NEUSTE BEITRÄGE //

MeerART Shirtladen - Shirts und Hoodies mit Meer-Sprüchen
Rabattaktion bis zum 06.04.24

20%

Auf alles im Shop. Nicht mit anderen Gutscheincodes kombinierbar.