Amrum – InselLiebe auf ganzer Linie

Die Nebensaison auf der nordfriesischen Insel Amrum // Foto: MeerART

Kaum zurück sitze ich nun vor meinem Computer und versuche unsere InselAuszeit auf Amrum in Worte zu fassen. Doch ganz ehrlich, es fällt mir schwer. Irgendwie wollen mir die richtigen Worte nicht einfallen. Jedes lobende Wort scheint mir nicht ausreichend für das, was wir gefühlt und erlebt haben. InselLiebe auf ganzer Linie.

Die Nebensaison auf der nordfriesischen Insel Amrum // Foto: MeerART

Schon bei unserem ersten Aufenthalt haben uns nicht nur Amrum, sondern auch unsere Gastgeber Kerstin und Gunnar Jöns vom „Mein Inselhotel“ verzaubert. So sehr, dass wir uns ganz fest vorgenommen hatten, mindestens einmal im Jahr ein Zeitfenster einzuräumen, um uns hier eine InselAuszeit zu gönnen. Beinahe hätte es dieses Jahr nicht mehr geklappt. Ständig hatten wir etwas um die Ohren, so dass das Jahr nur so verflog.

Die Nebensaison auf der nordfriesischen Insel Amrum // Foto: MeerART

Erschwerend kommt hinzu, dass die beiden stets gut gebucht sind und es schwer ist, mal eben spontan ein Zimmer zu bekommen. Doch dann kam die rettende E-Mail von Kerstin: „Bis 20. November haben wir noch geöffnet. Falls Ihr nochmal AmrumLust verspürt, lasst es uns schnell wissen.“ Das ließen wir uns natürlich nicht zweimal sagen. Amrum wir kommen.

Die Nebensaison auf der nordfriesischen Insel Amrum // Foto: MeerART

Anreise und Wiedersehensfreude

Um noch möglichst viel vom ersten Tag mitzubekommen, entschlossen wir uns morgens gleich die zweite Fähre zu nehmen. Dafür mussten wir (grusel, grusel) ganz früh aufstehen. Morgens um 5:30 Uhr fuhren wir bei eisiger Kälte und Schneegestöber los. Nicht gerade tolle Wetterverhältnisse für eine derartige Fahrt, aber was tut man nicht alles für eine wenig InselGlück. Außerdem überwog die Vorfreude.

Die Nebensaison auf der nordfriesischen Insel Amrum // Foto: MeerART

Dieses ungemütliche Wetter begleitete uns fast die ganze Fahrt. Erst kurz vor Nordfriesland wurde es trockener. Allmählich ging auch die Sonne auf. Mit ihren Strahlen küsste sie die Landschaft, die noch völlig vom gefrorenen Raureif eingehüllt war, wach. Wunderschön sah das aus. Endlich in Dagebüll angekommen, lachte die Sonne von einem strahlend blauen Himmel und das Schönste war, es sollte die ganze Zeit so bleiben.

Die Nebensaison auf der nordfriesischen Insel Amrum // Foto: MeerART

Je näher die Fähre nach Amrum kam, desto heftiger wurde das Kribbeln im Bauch. Die Busfahrt verstärkte dieses Gefühl noch, ganz zu schweigen von den letzten Schritten zum Hotel. Kaum an der Tür angekommen, flog diese auch schon auf und Kerstin stand mit ihrem herzerwärmenden Lächeln vor uns.

Die Nebensaison auf der nordfriesischen Insel Amrum // Foto: MeerART

So schnell konnte ich gar nicht gucken, wie wir uns in den Armen lagen und uns drückten. Kleine Freudentränen kullerten uns über die Wangen. Endlich, wir waren wieder da – auf Amrum, in unserem InselZuhause.

Der Kniepsand am ersten Tag

Nach einem kurzen Plausch mit den beiden, brachten wir unsere Sachen auf’s Zimmer und dann hielt uns nichts mehr. Ab an den Strand, ab zum Kniepsand.

Die Nebensaison auf der nordfriesischen Insel Amrum // Foto: MeerART

Mir geht noch jetzt das Herz auf, wenn ich daran denke. Diese unendliche Weite, dieses Licht, diese Einsamkeit, es war einfach perfekt. Vom Frühling und vom Sommer hatten wir bereits Eindrücke auf Amrum sammeln können. Den Herbst und Winter bekamen wir nun auf einen Schlag.

Die Nebensaison auf der nordfriesischen Insel Amrum // Foto: MeerART

Beide Jahreszeiten schienen sich zu einer vereint zu haben. Obwohl wir noch mitten im Herbst waren, hatten wir frostige Temperaturen wie im Winter. Wie gut, dass wir vorgebeugt hatten und dick eingemummelt waren.

Die Nebensaison auf der nordfriesischen Insel Amrum // Foto: MeerART

Wir hatten den Strand noch gar nicht unter unseren Füßen, da war der Alltag schon ganz weit weg. Das war irgendwie irre, aber wir waren sofort im hier und jetzt. Einfach nur die Insel, der Strand, das Meer und wir. Menschen waren kaum am Strand, alles schien nur für uns da zu sein.

Die Nebensaison auf der nordfriesischen Insel Amrum // Foto: MeerART

Ralph hielt diese wundervollen Momente mit der Kamera fest und ich hüpfte über den Strand auf der Suche nach meinen geliebten Wellhornschnecken. Die gehören für mich auf Amrum als StrandgutFinder einfach dazu. Dabei wollte ich diesmal nur die Schönsten und vor allem heile Exemplare haben. Die Biester hatten es mir nicht ganz leicht gemacht.

Die Nebensaison auf der nordfriesischen Insel Amrum // Foto: MeerART

Muscheln über Muscheln waren am Strand, aber anfänglich kein einziges Wellhornschneckengehäuse, außer ein paar Trümmerteilen. Doch kaum hatten wir die erste gefunden, (Ralph hatte für mich natürlich mit gesucht) wurden aus einer auch schnell mehr. 😉

Die Nebensaison auf der nordfriesischen Insel Amrum // Foto: MeerART

Von Norddorf bis Nebel

An unserem ersten Tag liefen wir ganz entspannt und ohne ein erklärtes Ziel am Strand entlang. Hauptsache genießen und trotzdem verflog die Zeit. Ehe wir uns versahen setzte die Dämmerung ein und wir entschlossen uns zur Umkehr.

Die Nebensaison auf der nordfriesischen Insel Amrum // Foto: MeerART

Ehrlicherweise übermannte uns auch die Müdigkeit. Nicht nur das frühe Aufstehen, auch der lange Spaziergang an der frischen, kalten Luft steckte in unseren Knochen. Ein heißer Tee war da genau das Richtige.

Die Nebensaison auf der nordfriesischen Insel Amrum // Foto: MeerARTDie Nebensaison auf der nordfriesischen Insel Amrum // Foto: MeerART

Außerdem würde am Abend auch noch ein Highlight auf uns warten. Schließlich haben wir uns schon den ganzen Tag auf Gunnar, den KüchenKünstler gefreut. Gespannt, was er wohl diesen Abend für ein Drei-Gänge-Menü zaubern würde, setzten wir uns an unseren Tisch.

Die Nebensaison auf der nordfriesischen Insel Amrum // Foto: MeerART

Sollten wir euch mit Amrum und dem „Mein Inselhotel“ angesteckt haben, dann legen wir euch auch die Küche ans Herz. Es ist jedes Mal so sau lecker, dass man die Teller am liebsten abschlecken möchte. So auch diesmal.

Die Nebensaison auf der nordfriesischen Insel Amrum // Foto: MeerART

Den ersten Abend ließen wir gemeinsam mit unseren Gastgebern gemütlich bei Wein und einem langen Plausch ausklingen. Wären wir nicht alle Mann so müde gewesen, hätten wir wohl noch Stunden geplauscht. So schön war’s. Zufrieden und überglücklich schliefen wir ein.

Der nächste Tag…

10 Kommentare zu „Amrum – InselLiebe auf ganzer Linie“

  1. Liebe Claudia, na in Deinem Bericht, ließT man die ganze Liebe zu Eurer Insel.Dankeschön daß Ihr Beiden uns mit Berichten Und Bildern daran teilhaben lasst. Wunderschön , man kann fAst das Meer rauschen und den Wind spüren. Toll Dankeschön

    1. Liebe Gerti,

      das ist schön, denn manchmal fehlen selbst mir die Worte. Es gibt Erfahrungen im Leben, die sind einfach so wunderschön und passieren mit dem Herzen, da weiß ich einfach nicht so recht wie ich es ausdrücken soll. Unsere Erlebnisse auf Amrum gehören einfach dazu. Die Insel selbst, aber auch die lieben Menschen wie Kerstin und Gunnar tragen ihren Teil dazu bei, dass wir uns dort so unendlich wohl fühlen.

      Schön, dass wir dich mitnehmen konnten.

      Herzlichst,
      Claudia

  2. Liebe Claudia,
    auch mir geht immer das Herz auf und mir kommen die Tränen, wenn wir uns mit der Fähre der Insel nähern. Seit 33 Jahren fahren wir jeden Sommer nach Amrum und es wird nie langweilig. Immer habe ich das Gefühl, daß ich jetzt nach Hause komme. Das Licht, die Luft und das Rauschen der Wellen sind Erholung pur. Selbst unsere Enkel wollen immer wieder hin. Die Amrumer sind so freundlich und einem kleinen Schnack nie abgeneigt. Und der leckere Kuchen bei Schult, total lecker.
    Wir freuen uns jetzt schon auf den nächsten Sommer auf Amrum.

    Liebe Grüße

    Ute

    1. Liebe Ute,

      oh wie schön, danke für deinen Kommentar direkt auf dem Blog.

      Amrum ist schon echt faszinierend. Wir waren jetzt das dritte Mal da, zwar immer nur für einen Kurztrip, aber die Insel macht jedes Mal ganz viel mit uns. Wir könnten stundenlang einfach nur am Strand laufen und die Atmosphäre in uns aufsaugen. Jedes Mal, wenn wir abends an der Himmelsleiter zu Norddorf standen, mochten wir den Blick gar nicht abwenden, so schön war es.
      Als wir letztes Jahr im August da waren, waren wir total überrascht, dass selbst in der Hauptsaison genügend Platz war, um sich mit anderen aus dem Weg zu gehen. Doch jetzt im November war das Gefühl noch viel krasser, außer uns war ganz oft weit und breit niemand zu sehen. Traumhaft. Ein Gefühl, als gehöre der Kniepsand uns ganz allein.

      Wir freuen uns schon jetzt auf ein baldiges Wiedersehen.

      Herzliche Grüße,
      Claudia

  3. Liebe Claudia,

    ich bin ganz ergriffen von Deiner Erzählung und den wunderschönen Fotos. Sie haben mir ganz viel Sehnsucht nach Amrum gemacht, und ich hoffe, ihm nächsten Jahr mache ich mich mal wieder auf zu meiner Lieblingsinsel.

    Das Kribbeln im Bauch vor Ankunft der Fähre in Wittdün kenne ich auch. Kommt Amrum in Sicht, stehen mir schon vor Wiedersehensfreude die Tränen in den Augen.

    Wunderschön und danke fürs Mitnehmen. <3

    Ganz liebe Grüße Euch beiden und ein schönes Wochenende
    Karin

    1. Liebe Karin,

      das freut mich irgendwie, denn wie ich schon schrieb fielen mir eigentlich die richtigen Worte. Es war wirklich so fantastisch und unbeschreiblich schön. Die Insel hat wirklich Magie.

      Auch wir werden ganz bestimmt nächsten Jahr wieder auf die Insel der Freiheit fahren.

      Herzliche Grüße,
      Claudia

  4. Das sind sehr schöne Bilder. Da ich Ich die Insel sehr gut kenne kann ich das gut beurteilen.
    Es ist einfach eine wunderschöne schöne Insel. Ich Ware dieses Jahr 6 Wochen auf der Insel.
    Wer einmal drüben gegessen war kommt immer wieder. Einfach wunder schön.

    1. Moin Sönke,

      vielen Dank für deine Zeilen und die lieben Worte.
      Die Insel ist in der Tat ein Traum und mittlerweile in unserem Herzen ganz fest verankert.
      Sechs Wochen? Wow, das nenne ich Auszeit. 🙂

      Liebe Grüße,
      Claudia

  5. Hallo Ihr 2,

    das sind ja schöne Berichte über die Insel Amrum!!!
    Es gibt tatsächlich im Norden noch Orte an denen ich noch nicht war:)
    Aber es ist wie Claudia schreibt, man findet Orte an die möchte man immer wieder, sie gefallen einem und bei jedem Besuch entdeckt man Neues.
    Wenn Ihr mal wieder in NF seit ( oder demnächst um die Ecke wohnt ) habe ich noch einen Tipp für Euch da oben. Ein Sammler wie ich, auch im maritimen Bereich, aber eine etwas andere Richtung. Wird Euch bestimmt gefallen.

    Einen schönen 1. Advent wünscht Euch und allen Mitlesern
    Harald

    1. Moin Harald,

      danke. Die Insel hat uns einfach verzaubert und es ist immer etwas ganz besonderes dort zu sein.
      Nein, ist wahr? Das kann ich mir kaum vorstellen. Es gibt tatsächlich noch Orte ohne deine Anwesenheit? 😉 Sag bloß, Amrum gehört dazu? Dann müsst ihr unbedingt mal hin. Einfach traumhaft.

      Oh danke, da sind wir jetzt schon gespannt. Auf dich werden wir sicherlich auch noch zurückkommen, wenn wir endlich angekommen sind.

      Dankeschön, die lieben Adventswünsche geben wir zurück.
      Alles Liebe für euch,
      Claudia und Ralph

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Deine neusten Beiträge bewerben

BUCHTIPP //

NEUSTE BEITRÄGE //

Ein Schattenbeet neu anlegen // Foto: MeerART

Ein Schattenbeet neu anlegen

In unserem heutigen Beitrag dürft ihr mir über die Schulter gucken, wie ich in unserem Garten ein neues Schattenbeet mit einigen meiner Lieblingsstauden anlege.

weiterlesen »
Kultur erleben in Schleswig an der Schlei // Foto: MeerART

Kultur erleben in Schleswig

Anzeige: Heute möchten wir euch Schleswig mal von einer ganz anderen Seite zeigen, denn kulturell hat die Wikingerstadt so einiges zu bieten. Kommt mit uns

weiterlesen »
Ein Neuanfang im Ort des Glücks // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Ein Neuanfang im Ort des Glücks

Agnes Husar hatten wir euch bereits in unserer Homestory „Ein Bullerbü-Paradies mitten in Nordfriesland“ vorgestellt. Damals saß sie quasi schon auf gepackten Koffern und Umzugskartons

weiterlesen »