Dieses Kribbeln im Bauch …

Die Ruhe nach dem Orkantief BARBARA in St. Peter-Ording // Foto: MeerART

… das man nie mehr vergisst …

… wenn man wie wir das Meer so sehr liebt. Wem das genauso geht, wird dieses Gefühl schön öfters gespürt haben. Bei uns steigt das Kribbeln im Bauch immer ins Unermessliche, wenn wir die Nordsee erreichen. Einmal mehr durften wir es in St. Peter-Ording spüren.

Die Ruhe nach dem Orkantief BARBARA in St. Peter-Ording // Foto: MeerART

Nachdem wir in Böhl aufgrund des Hochwassers so gar nicht weitergekommen sind, versuchten wir unser Glück am Strandabschnitt von Ording. Hier hatte das Wasser den Strand zwar auch noch gut im Griff, allerdings lief es gefühlt deutlich schneller ab als in Böhl.

Die Ruhe nach dem Orkantief BARBARA in St. Peter-Ording // Foto: MeerART

Während ich hier sitze und diese Zeilen verfasse, spüre ich wieder dieses Kribbeln im Bauch. Da musste ich doch glatt mal googlen, denn irgendwie gab es dazu doch auch mal ein Lied. Und in der Tat, ich wurde fündig. Der Refrain von Hanne Haller könnte nicht passender sein: Dieses Kribbeln im Bauch…

Die Ruhe nach dem Orkantief BARBARA in St. Peter-Ording // Foto: MeerART

„Dieses Kribbeln im Bauch, das man nie mehr vergisst. Als ob da im Magen der Teufel los ist. Dieses Kribbeln im Bauch, kennst du doch auch. Wenn man glaubt, fast überzuschäumen vor Glück. Dieses Kribbeln im Bauch, das man nie mehr vergisst. Wie wenn man zuviel Brausestäbchen isst. Dieses Kribbeln im Bauch, vermisst du doch auch, einfach überzusprudeln vor Glück.“

Die Ruhe nach dem Orkantief BARBARA in St. Peter-Ording // Foto: MeerART

… wenn der Wind dich trägt

Dieses Kribbeln im Bauch haben bestimmt auch die vielen Kitesufer gespürt, die sich vom Wind über den gefluteten Strand haben treiben lassen. Anders kann ich es mir einfach nicht vorstellen, denn wer traut sich sonst bei diesen Temperaturen auf Tuchfühlung mit der kalten Nordsee zu gehen?

Die Ruhe nach dem Orkantief BARBARA in St. Peter-Ording // Foto: MeerART

Mich würden bei dem Wetter keine zehn Pferde dazu kriegen, aber was macht man nicht alles für dieses Gefühl, einfach überzusprudeln vor Glück.

Die Ruhe nach dem Orkantief BARBARA in St. Peter-Ording // Foto: MeerART

… wenn das Kind in dir durch kommt

Kennt ihr das noch von früher, wenn einem dieses unbändige Gefühl überkommt jede, aber auch jede Pfütze mitnehmen zu wollen? So ähnlich geht es mir manchmal am Strand. Die beste Anschaffung, die wir jemals getätigt haben, waren unsere Gummistiefel. Obwohl auch die das eine oder andere Mal am Schaft einfach zu kurz sind. Overknee-Gummistiefel, das wär’s doch.

Die Ruhe nach dem Orkantief BARBARA in St. Peter-Ording // Foto: MeerART

Dieses Kribbeln im Bauch lässt auch manches vergessen, worüber man sich sonst aufregen würde. Zum Beispiel, dass dir für ein schönes Bild das Wasser in den Gummistiefel läuft, was Ralph passiert ist.

Die Ruhe nach dem Orkantief BARBARA in St. Peter-Ording // Foto: MeerART

Oder die Hose nassgespritzt wird und dir eine unfreiwillige Kneipp-Kur verpasst, weil man doch ein wenig übermütig durch die Fluten stapft, so wie ich. Ich werde den Gedanken nicht los, dass wir uns zu den Gummistiefeln vielleicht doch noch eine Wathose anschaffen müssen. 😉

Die Ruhe nach dem Orkantief BARBARA in St. Peter-Ording // Foto: MeerART

… man eine Sturmflut zum ersten Mal erlebt

Ich schätze mal, dass manch ein Urlauber dieses Kribbeln im Bauch gespürt haben dürfte, nachdem er seine erste Sturmflut miterlebt hat. Nämlich dann, wenn das Hochwasser höher als normal über den Strand hereinbricht. Für alle, die das noch nicht kannten, dürften diese Weihnachten in jeder Hinsicht ein unvergessliches Erlebnis gewesen sein.

Die Ruhe nach dem Orkantief BARBARA in St. Peter-Ording // Foto: MeerART

Vielleicht versteht der eine oder andere jetzt besser, was uns an diesen Naturgewalten so fasziniert. Das Meer kann Freund und Feind zugleich sein und man darf nie aufhören es zu respektieren.

Die Ruhe nach dem Orkantief BARBARA in St. Peter-Ording // Foto: MeerART

… wenn deine Lungen tanzen

Es gibt kaum eine schönere Zeit als jetzt, um sich dem rauen Klima der Nordsee hinzugeben und einfach nur tief durchzuatmen. Nach wenigen Atemzügen spürst du förmlich wie deine Lungen anfangen zu tanzen. Jede einzelne Pore und jede noch so kleine Zelle im Körper saugt die Luft auf und du fühlst dich richtig lebendig.

Die Ruhe nach dem Orkantief BARBARA in St. Peter-Ording // Foto: MeerART

Ich bin mir sicher, es gibt noch haufenweise Gründe, die ein Kribbeln im Bauch auslösen. Tage wie diese gehören für uns einfach dazu. Ansonsten lässt sich wohl nicht erklären, warum wir uns eine insgesamt fünfstündige Autofahrt für den Hin- und Rückweg antun, um gerade mal knapp drei Stunden am Strand verbringen zu können.

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4 Kommentare zu „Dieses Kribbeln im Bauch …“

  1. Moin liebe Claudia, das hast Du genau so beschrieben , wie ich es fühle , genauso
    Ich konnte es bisher nicht so gut formulieren Danke dafür , ja dieses Gefühl, wenn man wie ich in 2015 daß erste mal das Meer sieht, das Gefühl ist schreien , jubeln vor Freude hüpfen und das Kribbeln im Bauch. Wegen der Gummistiefel, wie wäre es mit Anglerstiefel?.Lieber Ralph, Deine Fotos von SPO, wieder ein Genuss Dankeschön Euch beiden einen wunderschönen Tag und lasst es Euch gut gehen. LIEBE Grüße Gerti

    1. Moin liebe Gerti,

      danke, das ist lieb von dir. Ich weiß, dass es dich genauso gepackt hat wie uns. Es ist einfach immer wieder schön dort zu sein und einfach nur zu genießen. Egal wie lang oder kurz.

      Ich sag ja… eine Wathose. 😉 Wer weiß?

      Liebe Grüße,
      Claudia

  2. Hallo Ihr 2,
    wir wollen Ende des Monats wieder mal ein paar Tage an die Nordsee nach NF!!!!
    Aber nach ganz nach oben an die dänische Grenze.
    Eine faszinierende Gegend!! Und absolut menschenleer.
    Und dann die Antikläden und Trödler in DK….die freuen sich wenn einer kommt.
    Das Kribbeln ist schon da…..
    Liebe Grüße Harald

    1. Moin Harald,

      oh wie schön. Ja die Ecke da oben ist traumhaft. Ist zwar schon lange her, dass wir da waren, aber damals hatte sie uns richtig gut gefallen. Sowohl die Natur an der Grenze als auch die hübschen Fischerhäuser. Na ja, vielleicht kommen wir ja bald öfters in den Genuss.
      Oh, bei den Trödler würde ich auch gerne mal stöbern, die Tipps musst du uns dann noch mal verraten. 😉

      Schönes Kribbeln und ganz viel Spaß euch zwei.

      Herzlichst,
      Claudia

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