Es gibt Tage, da ist die Luft irgendwie raus. Nicht dramatisch. Es ist ja nichts passiert. Der Tee ist warm, die Waschmaschine läuft, die Mails sind da, wo sie immer sind, und vermutlich wird die Welt auch nicht untergehen, nur weil man heute nicht ganz so viel schafft. Trotzdem sitzt man da und denkt: Oh shit. Die Luft ist raus.
Vielleicht war die Woche einfach zu lang. Vielleicht waren es die vielen kleinen Dinge, die sich irgendwann zu einem ziemlich großen Haufen zusammengeschoben haben. Vielleicht hat man seit Tagen funktioniert, Entscheidungen getroffen, Dinge geregelt, Termine im Kopf jongliert und dabei ganz vergessen, dass man selbst in diesem ganzen Getue ja auch noch irgendwo vorkommt.
Und vielleicht ist auch gar nichts davon der Grund. Manchmal ist man einfach müde. Nicht unbedingt so müde, dass man sofort ins Bett möchte. Eher so, dass man keine Lust mehr hat, noch eine einzige Frage zu beantworten. Nicht einmal die harmlose: „Was möchtest du heute Abend essen?“
Pizza. Oder Nudeln. Eigentlich egal. Hauptsache, niemand fragt weiter.
Ich glaube, genau für solche Momente braucht es manchmal keine großen Lösungen. Manchmal braucht es nur einen kleinen Schritt aus dem Gewohnten.
Die Schuhe an. Jacke überwerfen. Tür auf.
Vielleicht geht es zum Wasser. Vielleicht durch den Wald. Vielleicht nur einmal um den Block, obwohl dort wirklich nichts Besonderes zu sehen ist. Und vielleicht steht man zehn Minuten später irgendwo und merkt, dass der Kopf langsam wieder Platz bekommt.
Der Wind kann das erstaunlich gut. Das Meer sowieso.
Aber eine MeerPAUSE muss nicht unbedingt am Meer stattfinden. Sie kann auf einer Bank beginnen, mit einer Tasse Tee am Küchenfenster oder auf dem Balkon, wenn dort gerade wenigstens ein bisschen Himmel zu sehen ist.
Sie kann bedeuten, das Handy für eine Weile nicht anzuschauen. Sie kann ein Spaziergang ohne Ziel sein. Oder fünf Minuten, in denen man einfach nur dasitzt und nichts erledigt.
Das klingt nicht besonders spektakulär. Ist es auch nicht. Und vielleicht ist genau das der schöne Teil daran.
Und dann wäre da noch das Meer
Wir haben unsere MeerPAUSE ins Leben gerufen, weil wir glauben, dass es zwischen all den großen Dingen, die unser Leben bestimmen, noch ziemlich viel Platz für die kleinen gibt.
Für einen Gedanken, der zur richtigen Zeit kommt. Für einen Ort, an dem man gern sitzen bleibt. Für einen Spaziergang, der länger dauert als geplant. Für ein Gespräch, das man eigentlich gar nicht führen wollte und das dann doch guttut. Für eine Tasse Tee, die ausnahmsweise nicht nebenbei getrunken wird.
Für Wind im Gesicht. Für nasse Füße. Für ein bisschen Meer. Und manchmal auch einfach für den Moment, in dem man feststellt: Ach. Da bin ich ja wieder.
Genau darum soll es hier gehen. Nicht um das perfekte Leben. Das bedeutet eh für jeden etwas anderes.
Nicht darum, aus jedem Dienstag eine achtsame Reise zu sich selbst zu machen. Das wäre uns ehrlich gesagt auch ein bisschen zu anstrengend. Sondern um kleine Geschichten, Gedanken, Orte und Ideen, die uns zwischendurch ein Stück aus dem Alltag holen.
Mal ans Meer. Mal irgendwohin. Und manchmal einfach nur für ein paar Minuten zu uns selbst.
Wenn du magst, komm ein Stück mit. Wir haben noch ein bisschen Meer vor uns.
Musik von MeerART – Unsere Geschichten vom Meer erzählen wir mit Bildern, Worten und Musik. Songs voller nordischer Weite, ehrlicher Emotionen und inspirierender Geschichten. Diesem Beitrag haben wir folgenden Song gewidmet.
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