Frühlingserwachen an der Schlei – Teil II

Tour entlang der Schlei über die Ortschaften Lindaunis, Kius bis Ulsnis // Foto: MeerART

Ein Streifzug von Ulsnis bis Borgwedel…

Frisch gestärkt nach unserem Picknick ging die Entdeckungsreise an der Schlei weiter, und zwar direkt nach Ulsnis. Obwohl, wenn man bedenkt wie viele der kleinen Gemeinden zu Ulsnis gehören, wir eigentlich schon mittendrin waren.

Wie schön müsste es sein, könnte man die Tour mit dem Fahrrad erleben. Mit dem Auto rauschen die vielen schönen Häuser und die reizvolle , teils hügelige Landschaft nur so an dir vorbei. Wie gut, dass wir wenigstens ab und zu anhielten, um die Eindrücke per Foto und Video festzuhalten.

Tour entlang der Schlei über die Ortschaften Lindaunis, Kius bis Ulsnis // Foto: MeerART

Wirklich auffällig fanden wir die vielen Reetdachkaten, eine oft hübscher als die andere. Die vermisse ich so oft auf dem Weg nach St. Peter-Ording, denn dort gibt es lange nicht so viele wie hier. Was uns aber sehr nachteilig an der Schlei auffällt ist, dass man an so vielen Stellen überhaupt nicht ans Wasser kommt. Sei es durch landwirtschaftlich geprägte Flächen oder weil dir der Weg aufgrund von Privatbesitz einfach versperrt wird. Das ist sehr schade.

Tour entlang der Schlei über die Ortschaften Lindaunis, Kius bis Ulsnis // Foto: MeerART

Die viele Landwirtschaft ist natürlich auf die besonders fruchtbaren Böden in der Schleiregion zurückzuführen und wird deshalb von Acker- und Weideflächen dominiert. Der fruchtbare Boden ermöglichte oft recht großen Höfen, eine unabhängige Landwirtschaft zu betreiben. Der Großteil der Schleiregion hat sogar nur sehr kleine bis gar keine Waldgebiete, was in Uslnis etwas anders ist.

Besonders schön ist es, sich hier auf den Fähranleger zu stellen und einfach den Blick schweifen zu lassen. Egal ob zum Ort zurück oder einfach über die Schlei soweit das Auge reicht. Für einen kurzen Moment sahen wir sogar das Endstück der Klappbrücke, die sich für die Durchfahrt der Schiffe wieder geöffnet haben musste.

Tour entlang der Schlei über die Ortschaften Lindaunis, Kius bis Ulsnis // Foto: MeerART

Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Ulsnisser Kirche, eine der größten romanischen Kirchen in der Region, das Heimatmuseum, welches sonntags geöffnet hat und der Riese von Ulsnis. Gästezimmer gibt es hier reichlich und auch die Gastronomie soll überregional bekannt sein. In den Genuss sind wir heute allerdings nicht gekommen, denn uns zog es weiter.

Mit der Fähre sind wir in Missunde wieder auf die andere Seite der Schlei. Die Überfahrt geht schnell, ist aber trotzdem immer ein Erlebnis. Da die Fähre schon da war, hatten wir ganz vergessen anzuhalten, denn hier hatte sich zu unserem letzten Aufenthalt einiges getan. Na ja, ein Grund wiederzukommen.

Tour entlang der Schlei über die Ortschaften Lindaunis, Kius bis Ulsnis // Foto: MeerART

Vorerst Richtung Kosel haltend, nahmen wir neugierig alle möglichen Landstraßen mit. So entdeckten wir auch den Langsee. Die Häuser lagen fast alle in Hanglage und es erinnerte mich an einen Bergsee. So faszinierend es auch aussah, aber hier gab es nirgends eine Möglichkeit ranzukommen. Alles in Privatbesitz und für Normalsterbliche nicht zugänglich. Schade.

Tour entlang der Schlei über die Ortschaften Lindaunis, Kius bis Ulsnis // Foto: MeerART

So blieb uns nur der Blick aus der Ferne. Auch der kleine Ort Weseby war so ein schnuckeliges Flecken Erde mit ganz vielen tollen Häusern und einer traumhaften Aussicht. Da wir unser Auto aber nirgends abstellen durften (Halteverbot), mussten wir unverrichteter Dinge weiter ziehen.

Möglichst immer nah am Wasser suchten wir uns Wege. Diese führten uns über Fleckeby und Güby bis nach Borgwedel. Und hier hatten wir endlich wieder die Möglichkeit auszusteigen und die Gegend zu erkunden.

Tour entlang der Schlei über die Ortschaften Borgwedel bis Stexwig // Foto: MeerART

Borgwedel hat wieder eine leichte Hanglage und damit an vielen Stellen einen verführerischen Blick auf die Schlei. Hier mussten wir einfach unseren nächsten Stopp einlegen, um die Gegend genauer zu erkunden.

Tour entlang der Schlei über die Ortschaften Borgwedel bis Stexwig // Foto: MeerART

Was wir allerdings nicht erwartet hatten war, dass uns hier ein spannender Pfad durch die Geschichte der Ziegelherstellung, sowie über die Vegetationsentwicklung auf einer Industriebrache führen würde. Da das ganze so eindrucksvoll und gar nicht langweilig aufbereitet wurde, ist es uns sogar einen extra Beitrag wert.

Tour entlang der Schlei über die Ortschaften Borgwedel bis Stexwig // Foto: MeerART

Dazu dann mehr am Mittwoch im nächsten Beitrag. Diesen möchten wir noch mit einem schönen Blick über den kleinen Hafen in Stexwig beenden, denn dort endete unser Streifzug an diesem herrlichen Frühlingstag an der Schlei.

Frühlingserwachen an der Schlei 

12 Kommentare zu „Frühlingserwachen an der Schlei – Teil II“

  1. Wunderschön, liebe Claudia. Und Du hast Recht: Die Schlei mit dem Fahrrad abzufahren, wäre die beste Möglichkeit, die Region zu erkunden. Dann kommt man auch an die ganzen Badestellen heran. In Ulsnis liegt übrigens eine besonders schöne Badebucht (inkl sauberer Toiletten), die man auch mit dem Auto anfahren kann. Von der Ortsmitte führt der Strandweg nicht nur zu dem Bootsanleger, den Du im letzten Beitrag beschrieben hast. Sondern er gabelt sich nach ein paar hundert Metern. Hält man sich links, kommt man direkt zu einem kleinen Parkplatz im Wald und dahinter liegt der Strand. (Zwischendurch denkt man: Nee, hier kann´s nicht richtig sein: Ist man aber doch. Also weiterfahren :-)) Liebe Grüße, Stefanie

    1. Liebe Stefanie,
      ja ich stell es mir in der Tat traumhaft vor mit dem Fahrrad. Vielleicht klappt es noch mal. Danke für den Tipp. Die Badebucht, die du beschreibst, hatten wir auch entdeckt. Die Stelle hat uns super gefallen und auch die Toiletten waren topp. Kann man nicht anders sagen. Kenner dürften die Stelle evtl. im Video erkennen, welches in Teil I angehängt ist.
      Ich grüße dich ganz herzlich,
      Claudia

  2. Moin,
    welch eine passende und schöne Ortsbeschreibung – freu mich grade, diesen Beitrag entdeckt zu haben, und ich hätte dazu passend einen Lesetipp: Im Regiokrimi Zündstoff und der bald erscheinenden Fortsetzung Mord am Schleiufer spielen exakt diese Orte eine wichtige Rolle. Welch ein Zufall. Schau mal auf mein Blog Geas Welten, da habe ich auch Fotos vom Winter in Borgwedel.
    Und hier mehr über das Ebook: http://www.amazon.de/gp/product/B00Q8OFWQY/ref=s9_simh_gw_p351_d0_i2?pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_s=center-2&pf_rd_r=1GNEWAVJRCKAM5MR6JYB&pf_rd_t=101&pf_rd_p=455353807&pf_rd_i=301128

    1. Liebe Gea,
      danke für deinen Besuch und deine netten Zeilen. Das ist ja in der Tat ein lustiger Zufall. Aber sowas kommt von sowas. 😉
      Danke für deinen Tipp, da werde ich gleich mal stöbern gehen.
      Herzliche Grüße,
      Claudia

  3. So, heut bin ich ma ganz in Ruhe hier rum… also mit dem Rad! 😉
    Ganz lieben Dank Claudia für die vielen interessanten Eindrücke + TIPs!!! 🙂

    LG von mir

    1. Liebe Christa,
      das freut uns total. Wie du das so schnell mit dem Rad von der Laan bis an die Schlei und drum rum geschafft hast, musst du uns allerdings noch erklären. 😉
      Liebe Grüße von uns zurück

  4. lach, wusste ich´s doch, dat ich da schon rum bin…, so virtuell 😉
    immer wieder schööön + hoffentlich diese Jahr auch LIVE 🙂
    LG

    1. Moin Christa,

      ja das stimmt. Manchmal muss man auch in Erinnerungen schwelgen, ganz besonders, wenn sich die Ungeduld breit macht. 😉
      Das würde uns für dich sehr freuen. Es gibt dort noch so wahnsinnig viel zu entdecken, aber auch wird sind dran.

      Liebe Grüße,
      Claudia

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