Ein letzter Gruß vor der Winterpause

Ihr Lieben, Morgen haben wir den 24. Dezember und damit steht nicht nur Weihnachten vor der Tür, sondern auch unsere Winterpause. Doch bevor wir uns in die Zeit der Stille begeben, möchten wir uns noch mit ein paar Zeilen zum Jahresausklang von euch verabschieden.

So schwer wie dieses Jahr ist mir der letzte Beitrag im Jahr allerdings noch nie gefallen, denn ehrlicherweise fehlen mir zum ersten Mal die Worte, um auszudrücken, wie sich das vergangene Jahr angefühlt hat.

Ein Jahr voller Emotionen

Vermutlich sind wir nicht die einzigen, wenn wir sagen, dass für uns ein äußerst krasses und turbulentes Jahr zu Ende geht. Vieles ist aufgrund der anhaltenden Pandemie anders verlaufen, als erhofft. Es gab viele schöne Momente voller Glück und Zuversicht, die immer wieder abgelöst wurden durch emotionale und sehr herausfordernde Tage, Wochen und Monate. Corona und die damit verbundenen Einschränkungen haben schon, wie im letzten Jahr, einen sehr großen Anteil daran.

Unser Jahr begann, wie für viele andere auch, mit einem Lockdown. Es hat uns sehr geschmerzt, dass wir unser Atelier nicht für euch öffnen durften. Was natürlich nicht nur finanziell seine Spuren hinterlassen hat, sondern vor allem auch mental. Anfangs sind wir beinahe noch täglich in unsere Räume gegangen und konnten es für uns gar nicht fassen, dass wir einfach nicht aufmachen durften. Später, je länger die Zeit andauerte, mochte ich schon gar nicht mehr in unsere Atelierräume gehen. Es schmerzte einfach zu sehr, endlich den Traum vom Leben gefunden zu haben und ihn nun wegen der Pandemie nicht ausleben zu dürfen. Ein Gefühl der absoluten Machtlosigkeit.

Und doch, wer uns kennt, weiß, dass wir versuchen aus allem immer etwas Positives zu machen. So haben wir die Zeit der Ohnmacht genutzt, um uns einen anderen langersehnten Traum zu erfüllen – unser erstes gemeinsames Buch „Unser Fehmarn“. Das war nicht nur ein absolutes Highlight für uns, sondern machte gleich Lust auf mehr. So folgte im Mai unser zweites Buch „Ankerplätze an der Schlei“ und last but not least erblickte zum Jahresende unser drittes Buch „Nordfriesland unser Ankerplatz“ das Licht der Welt. Drei Coffee-Table-Books, die den Anfang einer kleinen Serie darstellen, denn Ideen für weitere sprudeln bereits im Kopf.

Worüber wir uns ebenfalls sehr gefreut haben, ist der Relaunch von MeerART. So lange lag uns schon auf der Seele, das Atelier und den Blog zu vereinen. Mit dem Zusammenschluss der beiden Internetseiten ist zusammengewachsen, was längst untrennbar ist und uns weiterhin zuversichtlich in die Zukunft blicken lässt. Auch wenn jetzt erst mal die Winterpause ansteht, freuen wir uns schon auf das Jahr 2022 und die vielen Glücksmomente, die das nächste Jahr hoffentlich wieder für uns bereit hält.

Aber besonders dankbar sind wir vor allem dafür, dass wir bisher von dem Coronavirus verschont geblieben und gesund durch das Jahr 2021 gekommen sind.

Ein Jahr voller Gegensätze

Neben all den eigenen Ängsten und Sorgen, wie es zukünftig mit Corona weitergeht, ist es für uns beängstigend zu sehen, wie sehr unsere Gesellschaft inzwischen gespalten ist. Es macht uns traurig mitzuerleben, dass Familien, Freunde und Kollegen vermehrt im Streit auseinandergehen. Dabei brauchen wir uns in Zeiten wie diesen doch mehr denn je. Weltweit gibt es so viel Hass und so viel Wut, dass einem Angst und Bange wird. Im zweiten Jahr der Pandemie scheint es nur noch verhärtete Fronten zu geben. Und selbst wenn man sich nicht von dem Thema gefangen nehmen lässt, muss man sich plötzlich Gedanken machen, die man vor Corona nie hatte. Die Verpflichtung der 2G-Regel im Einzelhandel ist nur eine davon, denn die betrifft uns natürlich auch im Atelier. Wir werden zu Handlungen gezwungen, die so ganz und gar nicht unserem Naturell entsprechen. Das ist wirklich nur schwer auszuhalten. Dabei sehnen wir uns alle doch so sehr nach einem Stückchen Normalität.

Das Gegenteil ist leider der Fall und da sich die Lage der Pandemie wieder derart zuspitzt und die 2G-Regel für uns einem Lockdown gleichkommt, haben wir uns dazu entschieden, das Atelier den ganzen Januar über zu schließen. Sofern vom Gesetzgeber nicht etwas anderes zu erwarten ist, werden wir ab Februar 2022 zu den gewohnten Zeiten wieder für euch da sein. Das betrifft aber nur das Atelier. Im Bereich der Fotografie werden wir ab dem 10. Januar 2022 wieder für unsere Kunden da sein.

Mit den folgenden Zeilen möchten wir uns von euch verabschieden. Die Zeilen habe ich in diesem Jahr von meiner Yogalehrerin erhalten und da sie so passend für die derzeitige Situation sind, möchten wir sie mit euch ebenfalls teilen.

Stille erleben

Ich will still werden und wage zu träumen von glücklichen Menschen, fördernden Beziehungen, erfülltem Leben. Ich will still werden und spüre tief in mir ungeahnte Möglichkeiten, Wünsche und Bedürfnisse, die Freude am Leben. (Max Feigenwinter)

Ihr Lieben, wir wünschen euch von Herzen ein paar besinnliche Weihnachtstage und vor allem kommt gesund in das neue Jahr. Bleibt trotz allem zuversichtlich und denkt an die vielen kleinen Glücksmomente.

Euer MeerART-Team,
Claudia und Ralph

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