Das Eider-Sperrwerk

Impressionen vom Eider-Sperrwerk an der Eidermündung bei Tönning // Foto: MeerART

Der ewige Kampf Mensch gegen Meer

Das Eider-Sperrwerk ist nicht nur eines der größten Küstenschutzbauten Europas, es ist auch ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen auf der Durchreise nach Eiderstedt. Da wir schon lange nicht mehr hier waren, hatten wir auf unserem Weg nach St. Peter-Ording kurz halt gemacht, um es uns etwas genauer anzusehen.

Das Meer gibt, das Meer nimmt

Impressionen vom Eider-Sperrwerk an der Eidermündung bei Tönning // Foto: MeerART

Von jeher siedelten sich die Menschen an den Küsten an. Was heute ein Luxusprivileg ist, war früher die Grundlage für ein besseres Leben. Ungefährlich ist so ein Leben nah am Wasser aber nicht. Ganz besonders Sturmfluten haben unzählige Menschen das Leben gekostet. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Mit dem Klimawandel drohen sogar neue Gefahren. Daher werden immer neue Maßnahmen zur Hochwasserbekämpfung entwickelt.

Impressionen vom Eider-Sperrwerk an der Eidermündung bei Tönning // Foto: MeerART

Mich persönlich fasziniert es, dass sich die Nordsee nicht so einfach von uns Menschen zähmen lässt. Und trotzdem, es muss dem Menschen irgendwie in den Genen liegen, dass sie denken, Herr über alles und jeden werden zu können. Was in dieser Region mit Verbindungsdämmen von Warften begann, entwickelte sich zu einer durchgehenden Festlandsdeichlinie von circa 300 Kilometern Länge, zu der auch das Eider-Sperrwerk zählt.

Das Eider-Sperrwerk im allgemeinen

Impressionen vom Eider-Sperrwerk an der Eidermündung bei Tönning // Foto: MeerART

Gut fünf Jahre hatte die Bauzeit gedauert, bis das Eider-Sperrwerk 1973 eröffnet wurde. Ziel ist und war es, die Region vor Sturmfluten zu schützen, den Schiffsverkehr auf der Eider sicherzustellen und die Marschgebiete zu entwässern.

Impressionen vom Eider-Sperrwerk an der Eidermündung bei Tönning // Foto: MeerART

Fünf riesige Doppelhubtore mit jeweils 40 Metern Breite, sorgen für den Wasserstandsausgleich zwischen Binnenhafen und Nordsee. Im Inneren des Sperrwerks verläuft die Verbindungsstraße zwischen Dithmarschen und Eiderstedt und neben der Abdämmung entstand ein Hafen für Kutter und Ausflugsschiffe.

Besichtigungen

Impressionen vom Eider-Sperrwerk an der Eidermündung bei Tönning // Foto: MeerARTImpressionen vom Eidersperrwerk an der Eidermündung bei Tönning // Foto: MeerART

Von außen sind in den frei zugänglichen Bereichen Besichtigungen zu jeder Zeit möglich. Auf dem südlichen kostenfreien Parkplatz am Aussichtspavillon sind Info-Tafeln mit umfangreichen Beschreibungen und Fotos angebracht. Bei Interesse werden auch Führungen über das Eider-Sperrwerk vom Tourismusverein Wesselburen angeboten.

IImpressionen vom Eider-Sperrwerk an der Eidermündung bei Tönning // Foto: MeerART

Besonders schön ist das Bauwerk mit den asphaltierten Deichen ja nicht gerade und doch fasziniert es ungemein. Es wirkt so kraftvoll, was es ja auch sein muss, um gegen die Sturmfluten zu bestehen.
Ein Stück stehen die Tore immer offen, gerade so, dass sie für einen geregelten Wasserdurchlauf an der Mündung der Eider sorgen.

Impressionen vom Eider-Sperrwerk an der Eidermündung bei Tönning // Foto: MeerART

Der Panoramablick

Als erstes machten wir uns auf, das Eider-Sperrwerk von oben zu besichtigen. Zu verlockend ist der herrliche Panoramablick auf die imposante Nordsee, die Marsch und auf das Bauwerk selbst. Das Wasser der Nordsee lief gerade wieder auf und verschluckte nach und nach das Land.

Impressionen vom Eider-Sperrwerk an der Eidermündung bei Tönning // Foto: MeerART

Wir hatten über 30 Grad und die Sonne brannte auf den Asphalt. Die Verlockung sich in die Fluten zu stürzen war ziemlich groß. Doch das ist hier genauso unmöglich, wie dichter an den Hafen mit den Kuttern zu kommen. Schade, da hätten wir uns gern noch ein wenig umgesehen.

Impressionen vom Eider-Sperrwerk an der Eidermündung bei Tönning // Foto: MeerART

So blieb uns nur der Blick auf die unendliche Nordsee. Dabei stellte ich mir vor, wie hier wohl die Sonnenuntergänge sein müssen. Würde ich hier arbeiten, ich glaube, ich würde jeden Abend draußen stehen, um jeden einzelnen aufzusaugen.

Impressionen vom Eider-Sperrwerk an der Eidermündung bei Tönning // Foto: MeerART

Na ja, mal abgesehen von der Lärmkulisse, die rüttelt dich dann doch wieder in die Realität zurück. Aber immerhin machte der Gedanke Lust auf mehr und viel mehr Meer sollte es gleich noch in St. Peter-Ording geben. Also ab nach SPO.

Impressionen vom Eider-Sperrwerk an der Eidermündung bei Tönning // Foto: MeerART

Wer mehr Informationen zum Eider-Sperrwerk haben möchte, findet die auf der Seite des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Tönning.

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6 Kommentare zu „Das Eider-Sperrwerk“

  1. So Schöne Bilder habe ich ja nicht , aber das kann Ralph sowieso besser. Schön da habe ich ja jetzt wieder Bilder.Dankeschön lieber Ralph und Dankeschön Claudia für den tollen Bericht. Liebe Grüße Gerti

  2. „Bitte keine Möwen füttern“ …denke grad´ an dat grosse blaue Schild 😉
    Moin + Danke für die tolle „Nachbereitung“!!! …bin gespannt, wie´s weitergeht!!

    Liebe Grüsse
    Christa

  3. @ Claudia,

    Genau einen Kilometer vom Eidersperrwerk entfernt haben wir 3 Jahre lang unsere Urlaube verbracht, eine ganz tolle Ecke und ich hoffe Ihr wart im Koog Cafe!

    Gruß Dirk

    1. Moin Dirk,

      wenn wir in der Ecke sind, zieht es uns immer nach SPO. An diesem Tag auch, denn wir waren erst abends losgefahren und haben es uns am Strand gemütlich gemacht, mit Picknick und so. Vielleicht beim nächsten Mal.

      Liebe Grüße,
      Claudia

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