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Heute möchten wir euch zu einer malerischen Rundtour an der Ostsee rund um das Gut Oestergaard einladen. Auf der Tour erwarten euch Naturstrände, malerische Landschaften und Waldpfade, die zum Verweilen und Genießen einladen.
Das Gut Oestergaard
Das Gut Oestergaard liegt idyllisch zwischen Flensburg und Kappeln, eingebettet in die ländliche Atmosphäre Angelns. Das 1856 erbaute Gutshaus mit Kellergewölbe und eisernen Freitreppen ist eine für diese Region typische Dreiseitenhofanlage. Schon beim Einfahren in den Hof wirkt das Ensemble sehr imposant.

Der Name „Oestergaard” stammt aus dem Dänischen und bedeutet so viel wie „östlicher Hof”. Durch seinen Umzug an das östliche Ende des Dorfes Steinberg wurde der Hof zum „Ostenhof“ und erhielt durch den dänischen Einfluss seinen Namen.


Da wir euch am Ende des Beitrags noch auf einige schöne Veranstaltungen auf Gut Oestergaard aufmerksam machen möchten, haben wir unsere Rundtour direkt dort gestartet. Ihr hättet aber auch die Möglichkeit, einen anderen Startpunkt für die Rundtour zu wählen. Infos findet ihr entweder beim Ostseefjord Schlei Tourismus oder bei der Touristeninformation Gelting.

Um auf den Wanderweg zu gelangen, durften wir durch den natürlich angelegten Garten gehen und sind dann auf dem etwa fünf Kilometer langen Wanderweg auf Entdeckungsreise gegangen. Ein schmaler Pfad führte uns vom Garten – vorbei an einem Teich – direkt zur Lippingau.

Ein Gänsepaar ließ uns dabei nicht aus den Augen, denn die beiden hatten gerade Junge und wollten diese schützen. Das sollten aber nicht die einzigen tierischen Bewohner sein, die uns auf dem Weg begleiteten. In der Au schwammen Enten und ein Graureiher. Der Reiher flog immer ein Stück weiter, um sich dann erneut in der Au auf Futtersuche zu begeben. Da er sich jedoch immer vor uns platzierte statt hinter uns, war er irgendwann sichtlich genervt davon, dass wir auf dem Pfad immer wieder an ihm vorbeikamen.
Immer entlang der Lippingau
Die Lippingau ist ein etwa 14 Kilometer langes Fließgewässer, das durch den Kreis Schleswig-Flensburg fließt. Sie unterquert beim Gut Oestergaard die Bundesstraße B 199 und mündet nördlich der Straße Ohrfeldhaff in die Geltinger Bucht und damit in die Ostsee.

Im neunzehnten Jahrhundert wurde die Lippingau beim Gut Oestergaard als Mühlenteich aufgestaut. Die Gutsgebäude lagen auf einer Insel in der Mitte des Teichs und waren nur über eine Brücke zu erreichen.


Kurz vor unserem Start hatte es noch einmal ordentlich geregnet. Entsprechend nass war das hohe Gras, durch das wir entlang der Lippingau gingen. Das machte aber gar nichts, denn mit der richtigen Kleidung macht es Spaß, den Norden bei solchem Wetter zu entdecken. Zum einen ist es dann nicht so warm und zum anderen wirkt die Landschaft noch richtig saftig grün.



Inzwischen hatte der meiste Löwenzahn sein gelbes Kleid verloren und sich in Pusteblumen verwandelt, während der Raps auf den Feldern noch in strahlendem Gelb leuchtete.

Der Badestrand Henningsbank liegt dort, wo die Au in die Ostsee mündet, an der Geltinger Bucht (Ohrfeldhaff, Niesgrau). Er ist bei Einheimischen und Urlaubern besonders beliebt, denn die Henningsbank liegt nicht nur sehr ruhig, sondern bietet auch kostenfreie Parkplätze – was an der Ostküste eher eine Seltenheit ist. Zudem fällt das Wasser extrem flach ab, was den Strand besonders attraktiv für Familien mit Kindern macht.

Zwischen Wald und Küste
Ab hier verändert sich die Landschaft des Wanderwegs: Von hügeligen Feldern geht es hinüber zu Küstenlandschaften mit Naturstränden und einem kleinen Waldgebiet. Wir lieben es, wenn sich Landschaften vielfältig zeigen, und insbesondere die Küstenwälder haben es uns angetan. Am Wegesrand entdeckten wir einige kleine Kunstwerke aus Muscheln und Steinen. Aber auch die Landschaft selbst wirkt wie ein Kunstwerk.

Zuletzt waren wir 2015 an diesem Strand und fanden es daher erstaunlich, dass der schiefe Baum beim Tor immer noch steht und nicht längst den Fluten der Ostsee zum Opfer gefallen ist.

Nach kurzer Zeit führte der Wanderweg weiter durch den Wald. Überall zwitscherten Vögel, und das satte Grün der Bäume leuchtete um die Wette. Da machte es auch nichts, dass sich die Sonne kaum zeigte.


Grundsätzlich ist der Wanderweg gut ausgeschildert, aber an zwei Stellen haben wir dann doch ein Hinweisschild vermisst – es sei denn, wir haben es übersehen. Im Wald gabelte sich der Weg, und wir waren uns anfangs unsicher, welchen wir weitergehen sollten. Wir entschieden uns zunächst für den falschen, der über Wiesen und Felder weg von der eigentlichen Route führte.

Auch am Ende des Waldes, wo der Wanderweg wieder auf eine Landstraße führte, fehlte ein Hinweis darauf, ob man rechts oder links weitergehen sollte. Rechts herum war jedenfalls der richtige Weg, um wieder zum Gut Oestergaard zu gelangen.


Der Wanderweg hat uns auf jeden Fall sehr gut gefallen, denn er war landschaftlich äußerst abwechslungsreich. Wer möchte, kann unterwegs verschiedene Rastmöglichkeiten für ein Picknick nutzen. Im Sommer lockt natürlich auch die Ostsee mit einem erfrischenden Bad.

Veranstaltungen auf Gut Oestergaard
Vom Pfingstmarkt über Jazzfrühschoppen bis hin zu Klassikkonzerten: Auf dem Gut könnt ihr die unterschiedlichsten Veranstaltungen erleben. In der Kulturscheune aus dem Jahr 1870 bieten die Betreiber darüber hinaus Musik, Märkte und vieles mehr. Am Wochenende findet zum Beispiel der Pfingstmarkt statt. Das wäre doch eine tolle Gelegenheit, die Wanderroute mit einem Besuch auf dem Gut zu verbinden.
Der Beitrag entstand in Kooperation mit Ostseefjord Schlei Tourismus.
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