Auf Stippvisite am Strand von Tormaj

Malerische Wälder und idyllische Naturstrände am Steilufer bei Tormaj // Foto: MeerART

Der Strand von Tormaj ist ein verwunschener kleiner Naturstrand an der Diernæs Bucht. Er liegt ein wenig versteckt zwischen dem Genner Strand und Brunbjerg und ist in jedem Fall einen Abstecher wert.

Entdeckt haben wir den Strand, weil wir mit unseren dänischen Freunden einfach mal was Neues sehen wollten. Und da die Spritpreise ihr Übriges dazu tun, um langen Fahrten aus dem Weg zu gehen, haben wir uns mehr oder weniger auf halber Strecke zwischen Middelfart und uns getroffen. Selbst mit Navi ist der Strand nicht so leicht zu finden, denn der Weg ist teilweise so verwunschen und schmal, dass wir anfangs nicht das Gefühl hatten, richtig zu sein. Unweit des Strands gibt es einen kleinen Parkplatz, wo wir uns getroffen haben und von wo aus wir unsere kleine Erkundungstour gestartet haben.

Malerische Wälder und idyllische Naturstrände am Steilufer bei Tormaj // Foto: MeerART

Eine Steilküste mit beeindruckender Aussicht

Zuerst haben wir versucht, uns links zu halten. Dafür sind wir einem schmalen Weg oberhalb der Steilküste gefolgt. Dieser führte uns durch ein kleines Waldstück. Dem Pfad folgend hatten wir – trotz bedeckter Wetterlage – einen recht imposanten Blick aufs Meer und den darunter liegenden Naturstrand.

Malerische Wälder und idyllische Naturstrände am Steilufer bei Tormaj // Foto: MeerART

Die Klippe wirkte hier recht hoch und an mancher Stelle war uns ganz schön mulmig im Bauch, denn wir wollten ganz sicher nicht so enden wie die vielen herabgestürzten Bäume am Strand.

Malerische Wälder und idyllische Naturstrände am Steilufer bei Tormaj // Foto: MeerART

Ganz besonders beeindruckt waren wir, als wir an einer Stelle gesehen hatten, dass dort nicht nur vereinzelt Bäume hinabgestürzt waren, sondern ein ganzes Erdreich. Es wirkte fast wie eine kleine Insel, die im Ganzen abgegangen war, aber nicht zerstört wurde, sondern in der Tiefe samt Bäumen einfach weiter wuchs.

Malerische Wälder und idyllische Naturstrände am Steilufer bei Tormaj // Foto: MeerART

Weder unsere Freunde noch wir hatten uns im Vorhinein erkundet, was es zu entdecken gibt, von daher haben wir uns einfach mal überraschen lassen. Daher folgten wir weiterhin dem schmalen Pfad durch den Wald. Nach einer Weile führte dieser allerdings weg von der Küste ins Landesinnere. Da wir das beide nicht wollten, entschieden wir uns kurzerhand umzudrehen und es in der anderen Richtung zu versuchen.

Malerische Wälder und idyllische Naturstrände am Steilufer bei Tormaj // Foto: MeerART

Ein Picknick im Grünen

Obwohl uns der Wetterbericht für heute trockenes Wetter vorhergesagt hatte, bahnte sich eine Regenfront an, die sich seicht durchs Blätterdach der frisch begrünten Buchen über uns hereinbrach. Von daher hatten wir echt Glück, dass wir auf dem Weg eine kleine Hütte entdeckten, die auf der vorgelagerten Terrasse eine Überdachung hatte. Dort haben wir uns untergestellt bzw. gesetzt, denn zu unserem Glück war sie sogar mit Bänken und einem Tisch ausgestattet. So konnten wir den Schauer bei einem Picknick im Grünen abwarten.

Malerische Wälder und idyllische Naturstrände am Steilufer bei Tormaj // Foto: MeerART

Das Wetter war heute ein wenig verrückt, denn auf der einen Seite war es trüb und ein wenig schwül und dann doch wieder klar und kühl. Beides wechselte sich ständig ab. Wenigstens hatten wir alle den obligatorischen Zwiebellook und konnten uns entsprechend anpassen.

Ein neuer Versuch

Zurück beim Parkplatz – unserem Ausgangsziel – starteten wir einen neuen Versuch in die andere Richtung. Der Tormajvej führte uns – vorbei an einer kleinen Ferienhaussiedlung – wieder in den Wald hinein. Auch hier folgten wir dem schmalen Pfad. Im Wald entdeckten wir ein paar kleine Ferienhäuschen, die nicht nur eine traumhaft abgelegene Lage hatten, sondern auch alle einen unverbaubaren Blick auf die Diernæs Bucht.

Malerische Wälder und idyllische Naturstrände am Steilufer bei Tormaj // Foto: MeerART

Dieser Weg führte uns vorbei an einem größeren Ensemble, dem „Den Selvejende Inst Ehlershjemmet“, was, wie wir später herausgefunden haben, eine etablierte soziale Einrichtung ist und sich auf die Betreuung von Kindern, Jugendlichen und Familien in schwierigen Lebenssituationen spezialisiert hat. Die Institution arbeitet als selbstständige Einrichtung (selvejende institution) und bietet seit über 80 Jahren Unterstützungsangebote.

Malerische Wälder und idyllische Naturstrände am Steilufer bei Tormaj // Foto: MeerART

Leider führte uns auch dieser Weg alsbald in eine Sackgasse bzw. an die Hauptstraße, den Havvejen. Dort überlegten wir kurz, ob wir wieder umdrehen oder doch noch einen Versuch wagen sollten. Wir entschieden uns für Letzteres und gingen ein Stück an der Hauptstraße entlang. Dort kamen wir wieder an einem größeren Areal vorbei. Diesmal war das das Frørupskolen Helsehjemmet. Hierbei handelt es sich um eine spezialisierte sozialpädagogische Wohn- und Behandlungseinrichtung für Kinder und Jugendliche. Ein Stück danach führte uns dann wieder eine kleine Straße hinunter zum Strand.

Der Vilstruper Strand

Als wir am Vilstruper Strand ankamen, staunten wir nicht schlecht. Zuletzt waren wir 2019 hier und seitdem wurden viele Ferienhäuser entweder erneuert oder dazu gebaut. Genau können wir das nicht sagen, aber die neuen Häuser, die wir dort entdeckten, hatten nichts mehr mit den typischen Ferienhäusern zu tun. Oft hatten sie riesige Glasfronten, die an Lofts erinnern. Das waren richtige Luxusprachtbauten. Wir möchten gar nicht wissen, was die wohl gekostet haben. Was sie aber alle gemein hatten, war die atemberaubende Aussicht auf die Diernæs Bucht.

Malerische Wälder und idyllische Naturstrände am Steilufer bei Tormaj // Foto: MeerART

Einen Augenblick verweilten wir dort und schauten uns alles an. Was uns noch besonders gefreut hat, war, dass Ralph einen schönen Stein in Herzform am Strand gefunden hat, der nun bei unserer Kleinen am Grab einen Platz gefunden hat.

Malerische Wälder und idyllische Naturstrände am Steilufer bei Tormaj // Foto: MeerART

Tipp: Naturnahe Übernachtungsmöglichkeiten

Mitten im wunderschönen Tormaj-Wald findet man den kleinen, gemütlichen Shelter „Guldspurv“. Hier haben bis zu drei Personen Platz. Erlaubt ist es dort, zwei Nächte, umgeben von den Geräuschen der Natur, zu genießen.

Was auf dem Gelände aber nicht gestattet ist, ist, ein Zelt aufzubauen. Aber das braucht man auch nicht, denn der Shelter bietet eine einfache und charmante Übernachtungsmöglichkeit unter freiem Himmel.

Meer, Wohnen & Genießen

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