Ein Traumhaus an der Schlei

Ein nordischer Wohntraum mit Garten an der Schlei // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Sich morgens vom Rufen der Möwen wecken lassen und abends mit dem Rauschen des Blätterwaldes wieder einschlafen, das klingt schon ziemlich perfekt oder?! In diesen Genuss kommen Rita und Jürgen, die sich mitten in der schönen Schleiregion ihr persönliches Traumhaus im nordischen Wohnstil geschaffen haben.

Die Schleiregion ist nicht nur ein ideales Segelrevier für viele Freizeitkapitäne, sondern auch bekannt für ihre hügelige Landschaft und die verträumten kleinen Dörfer. Wo einst der Landarzt sein fiktives Zuhause hatte, haben sich im Laufe der Jahre zahlreiche Urlauber auf seine Spuren begeben. Aber nicht nur Urlauber haben die Region im Herzen Schleswig-Holsteins für sich entdeckt, sondern auch viele, die dauerhaft bleiben möchten. So wie Rita und Jürgen, die wir heute in ihrem Traumhaus besuchen dürfen. Die beiden haben ihr Leben mit dem Beginn des Ruhestands noch einmal komplett umgekrempelt und sich gemeinsam einen neuen Ankerplatz an der Schlei gesucht.

Ein nordischer Wohntraum mit Garten an der Schlei // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Vom Ferienhaus zum Wohnhaus

Wenn man heute die Räume betritt, kann man sich nicht mehr vorstellen, wie das Haus vor der Sanierung ausgesehen hat. In den siebziger Jahren als Ferienhaus konzipiert, stand das Haus einige Zeit leer, bevor die beiden es gefunden und mit viel Herzblut aus dem Dornröschenschlaf geweckt haben.

Ein nordischer Wohntraum mit Garten an der Schlei // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Erstaunlich, dass das Haus trotz der Lage nicht nur verlassen, sondern auch vergessen schien. Völlig eingewachsen, wie es bei der Besichtigung war, brauchte es schon viel Phantasie, um sich vorzustellen, dass aus einem Aschenputtelhäuschen ein echtes Traumhaus werden kann. Diese Phantasie haben beide, denn es war nicht das erste Haus, das völlig auf den Kopf gestellt wurde. Zwar weiß man bei gebrauchten Immobilien vorher nie, was einen erwartet, aber dafür sind sie individuell und haben eine Geschichte. Dazu die traumhafte Lage mit Blick auf die Schlei, das war für die beiden Überzeugung genug, um sich auf das Abenteuer der Sanierung einzulassen.

Ein nordischer Wohntraum mit Garten an der Schlei // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Bis auf das Dach und die Grundmauern ist dieses Häuschen komplett umgekrempelt worden. Elektrik, Heizung, alles musste neu. Das Bad unten wurde vergrößert und im oberen Geschoss ist ein zweites entstanden. Die offene Küche musste ebenfalls neu und wurde so konzipiert, dass diese nicht nur praktikabel ist, sondern die Hausherren mit ihren Gästen stets im Austausch sein können. Geschickt durchdacht sind auch alle weiteren Einbauten im Haus wie Regale oder Kleiderschränke, die so gewählt wurden, dass sie den Räumen schmeicheln ohne sie zu überladen und trotzdem den benötigten Stauraum bieten. Die Böden im Erdgeschoss sind einheitlich gefliest, was die Räume, wie ich finde, größer erscheinen lässt. Vor der Sanierung wirkte das Haus sehr klein und dunkel. Nun sind helle und freundliche Farben eingezogen, die das Objekt großzügig und luftig erscheinen lassen.

Ein nordischer Wohntraum mit Garten an der Schlei // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Altes und Neues vereinen

Doch nicht alles wurde einfach so ersetzt. Die Hausherren haben auch vieles erhalten können bzw. wollen. So wie die alte Holztreppe, die nach oben führt oder die Fensterrahmen. Sie wurden mit viel Energie und Fleißarbeit abgeschliffen und in weiß gestrichen. Lediglich die Scheiben wurden durch neue ersetzt. Auch die alten Segel in der Treppe fanden nach dem Anstrich wieder an ihren Platz. Für die großen Umbaumaßnahmen hatten die beiden Unterstützung von Fachfirmen, dennoch haben sie sehr viel selbst Hand angelegt. Sowohl bei der Renovierung als auch bei der Einrichtung.

Ein nordischer Wohntraum mit Garten an der Schlei // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Rita verriet mir, dass sie schon immer gerne handwerklich tätig war. In ihrem Leben hat sie bereits viele Möbel selbst entworfen und gebaut. Das war nicht nur sparsamer, sondern auch individueller. „Ich mag es so zu wohnen, wie es für mich bzw. uns passt und nicht wie es jeder hat“, sagte Rita. Das kann ich nur zu gut verstehen.

Ein nordischer Wohntraum mit Garten an der Schlei // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Die Couchtische gehören zum Beispiel auch dazu. Der im Erdgeschoss wurde aus Holzresten gebaut, die vom Carportbau übrig blieben. Für den Couchtisch im oberen Wohnzimmer wurden alte Balken verwendet, die die beiden im verwilderten Garten im Schutt gefunden haben. Das Regal neben dem Kamin haben die beiden ebenso selbst gebaut wie die Gartenmöbel. Letztere sind wieder aus Holzresten entstanden, die bei der Neugestaltung der Außenanlagen übrig blieben.

Ein nordischer Wohntraum mit Garten an der Schlei // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Die Schiebetür, die das Gästezimmer von dem Büro trennt, stammt aus einem alten Schloss. Auch die war völlig heruntergekommen, als sie diese bei einem Antikhändler fanden. Nun ist sie ein echter Hingucker wie so vieles in diesem Haus. So individuell wie die Einrichtung ist, so individuell sind auch die Dekoaccessoires. Vieles davon ist ebenfalls selbst gemacht. Entweder wurde Antikes umgewandelt oder Neues entstand aus Resten. Echte Hingucker, die der Seele schmeicheln. Zudem passen sie perfekt zum nordischen Wohnstil. Was uns natürlich auch mega freut, dass viele der Bilder, Wohn- und Gartenaccessoires aus unserem Atelier stammen und in diesem Traumhaus ebenfalls ein schönes Zuhause gefunden haben.

Ein nordischer Wohntraum mit Garten an der Schlei // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Ein Stilmix aus alt und neu

Als wir zusammenzogen, mussten zwei Haushalte zusammengeführt werden. Jeder von uns hat etwas aus seinem früheren Leben mitgebracht. Das war anfangs nicht ganz einfach, aber inzwischen ist ein harmonischer Mix aus modernen und antiken Gegenständen entstanden, die dem Objekt den Charme eines Traumhauses verleihen.

Ein nordischer Wohntraum mit Garten an der Schlei // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Insgesamt sechs Jahre hat die Sanierung und Umgestaltung gedauert und nicht alles stand im Vorhinein fest. „Eigentlich war der Plan uns zu verkleinern, damit wir nicht mehr so viel Arbeit haben“, sagte Rita, Aber wie so oft, stellt man erst mit dem Wohnen in einem Haus fest, ob die Bedürfnisse wirklich passen. „Nachdem wir eine Weile in dem Objekt wohnten, merkten wir, dass uns die Ausrichtung zum hinteren Garten fehlte. Die gab es einfach nicht.“ Da das Haus als Ferienhaus konzipiert wurde, war wohl nur die Ausrichtung zur Schlei wichtig, nicht aber der hintere Teil des Grundstücks. Also entschieden sich die beiden nachträglich noch für einen Anbau, der ihnen nun auch den Rückzug nach hinten erlaubt. Diese Erweiterung genießen die beiden sehr, nicht nur vom Platzkomfort, sondern auch, dass sie so viel mehr von der Sonne in den eigenen Räumen und den Blick zum hinteren Garten haben.

Ein nordischer Wohntraum mit Garten an der Schlei // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Ein Hauch von Südfrankreich

Es lässt sich nicht leugnen, dass die beiden Besitzer dieses Traumhauses eine Affinität zu Frankreich haben. Im Garten sind verschiedene Lavendel angepflanzt, die jetzt im Sommer nicht nur zauberhaft blühen, sondern auch ihren markanten Duft verströmen. Doch bevor Rita und Jürgen dies für sich genießen dürfen, brauchten sie viel Geduld. Nicht nur der Umbau des Hauses brachte die beiden so manches mal an ihre Grenzen, sondern auch der Garten. Da es sich bei dem Haus um eine Hanglage handelt, diese aber von den Vorbesitzern als solche nicht angelegt war, liefen den beiden viele Schweißperlen die Stirn herunter, bevor sie Struktur in den Garten bekamen.

Ein nordischer Wohntraum mit Garten an der Schlei // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Dieser war nicht nur verwildert und zugewuchert, sondern hat schweren Lehmboden. Mit einem Spaten hatten die beiden überhaupt keine Chance in den Boden zu kommen, geschweige denn etwas aus- oder umzugraben. Also musste erstmal schweres Gerät anrücken, um den Garten von der völligen Überwucherung zu befreien. Erst dann konnten sie anfangen den Garten der Hanglage entsprechend in Treppen zu gestalten und neu anzulegen. Noch ist aus ihrer Sicht nicht alles fertig, aber sie genießen jeden Augenblick, den sie gemeinsam dort haben. Und das können die beiden auch.

Und liebe Leser, damit es nicht zu irgendwelchen Missverständnissen kommt. Bei diesem Traumhaus handelt es sich um ein Privathaus und nicht um ein Ferienhaus. Es kann also nicht gemietet werden. 😉

Ein nordischer Wohntraum mit Garten an der Schlei // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei Rita und Jürgen bedanken für ihre herzliche Gastfreundschaft bedanken uns natürlich auch dafür, dass wir unseren Lesern dieses tolle Traumhaus vorstellen dürfen.

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