Baderegeln retten Leben!

Pfahlhaus der Badeaufsicht am Strand von St. Peter Ording // Foto: MeerART

Baderegeln an Nord- und Ostsee retten Leben!

In letzter Zeit ereigneten sich wieder zahlreiche Badeunfälle an Nord- und Ostsee. Viele sogar mit tödlichem Ausgang. Damit die schönste Zeit des Jahres nicht zu einem Alptraum wird, möchten wir euch die Beachtung der Baderegeln noch mal ans Herz legen. Fast Jeder von uns möchte die nur zu gern missachten, weil man sich ja für so viel stärker hält. Darum nehmt euch bitte die Minute und lest die Regeln einfach noch mal durch.

Wer im Meer, See oder Fluss baden geht, muss noch mehr auf sich selbst aufpassen, daher ist es wichtig die Baderegeln zu beachten und, wenn vorhanden, auch die Badestellen-Beflaggung. Bitte niemals überhitzt ins Meer springen, lieber erst ausruhen und, wenn möglich, duschen, bevor man sich in die Fluten stürzt. Beachtet die Beschilderung vor Ort oder erkundigt euch, welche Gefahren am Strand zu erwarten sind. Am See zum Beispiel bei der Wasserwacht und am Meeresstrand bei Rettungsschwimmern, Einheimischen, Hotelpersonal oder auch beim Reiseleiter.

Weissenhaus - Grand Village Resort & SPA am Meer // Foto: MeerART

Schwimmen an bewachten Stränden und Gewässern ist immer sicherer als an unbewachten. Die Gefahr an unbewachten Badestellen zu ertrinken ist um ein Vielfaches höher, als an von Rettungsschwimmern bewachten Badestellen. Ursachen für tödliche Badeunfälle sind oft Leichtsinn, Missachtung der Baderegeln, schlechte Schwimmfähigkeiten, Selbstüberschätzung und Unkenntnis über mögliche Gefahren. Auch Alkoholkonsum führt leider immer wieder zu tödlichen Badeunfällen.

Bei kleinen Kindern ist es oft „die mangelhafte Wahrnehmung der Aufsichtspflicht der Eltern“, die schuld ist an einem Unglück. 80 Prozent der tödlichen Unfälle im Wasser seien vermeidbar gewesen, meldet die DLRG. Daher sei es gerade mit Kindern lebenswichtig, an Seen und im Meer nur an bewachten Badestellen zu den gegebenenfalls vorgegebenen Zeiten schwimmen zu gehen.

Auch Strömungen und Priele werden gerne unterschätzt. Sie sind eine der größten Gefahren beim Schwimmen im Meer. Gerät man in eine starke Strömung, sollte man Ruhe bewahren und seitlich mit der Strömung und damit aus ihr herausschwimmen. Bitte niemals gegen die Strömung anschwimmen, das kostest nur Kraft. Nicht mal geübte Schwimmer haben eine Chance, wenn sie gegen eine starke Strömung anschwimmen. Drückt einen die Strömung unter Wasser, sollte man versuchen, zur Seite aus dem Strudel herauszuschwimmen.

Was ist beim Schwimmen im Meer zu beachten?

  • Auf keinen Fall dort schwimmen, wo Boote und Schiffe fahren: Schiffahrtswege, Buhnen, Schleusen, Brückenpfeiler und Wehre sind keine Badezonen! Verhält man sich leichtsinnig, drohen sogar Bußgelder.
  • Im Meer kann es gefährliche Unterströmungen geben. Erkundigt euch vor Ort – bei der Touristeninformation, Einheimischen oder dem Hotelpersonal – über mögliche Gefahren. Haltet Badeverbote ein!
  • Beachtet die Beflaggung an ausgewiesenen Badezonen.
  • An manchen Stränden werden neben Flaggen auch noch Windsäcke eingesetzt. Beide zeigen, wann der Wind vom Land in Richtung Meer, also ablandig weht. Tut er das, besteht die Gefahr, auf Luftmatratzen leichter aufs Meer getrieben zu werden.
  • Bei Gewitter ist Baden lebensgefährlich.
  • Eltern haben auch an bewachten Stränden die Aufsichtspflicht über ihre Kinder.

Wie war das noch mit der Badestellen-Beflaggung?

  • Eine rot-gelbe Flagge zeigt ein gekennzeichnetes und bewachtes Badegebiet an. Meist gibt es dort auch noch Bojen.
  • Eine zusätzlich gehisste gelbe Flagge bedeutet erhöhte Vorsicht und Badeverbot für ungeübte Schwimmer, ältere Personen und Kinder.
  • Eine einzelne rote Flagge zeigt ein generelles Badeverbot wegen akuter Gefahr durch Strömung, hohen Wellengang oder Wasserverschmutzung an.
  • Eine Zone mit schwarz-weißer Beflaggung ist reserviert für den Wassersport und generell nicht für Schwimmer geeignet. Mehr über die Badestellenkennzeichnung erfahrt ihr auf der Homepage der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG).

Auch bei Hochwasser lauern besondere Gefahren:

  • Geht bei auflaufendem Hochwasser nicht baden und fahrt nicht Schlauchboot in den Fluten. Die Strömung ist meist stark, die Verletzungsgefahr durch Treibgut im Wasser ist erhöht und das meist kalte Wasser setzt dem Körper zu. Fließen mehrere Strömungen zusammen, besteht sogar mit Schwimmweste die Gefahr, zu ertrinken.
  • Seht ihr Menschen in Not, ruft schnellstmöglich die Rettung (112) – statt selbst ins Wasser zu springen. Die Gefahr ist zu groß, dass auch du in Not geräts und dann zwei Menschen Hilfe brauchen. Auch Rettungsmaßnahmen mit Stöcken oder Seilen sind gefährlich, weil die starke Strömung den Retter ins Wasser reißen kann.

Quellen: Deutsche Wasserwacht, Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft

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