Klaus Störtebeker

Das Störtebeker Ufer am Überseequartier in der HafenCity von Hamburg // Foto: MeerART

Klaus Störtebeker – grausamer Pirat oder ein Held?

Um Klaus Störtebeker (auch Claas Störtebeker) ranken sich zahllose Legenden. Wer war dieser Mann wirklich, der noch heute als sagenumwobene Freibeuter und Inspiration von Theaterstücken und Verfilmungen dient? Da Störtebeker die Reichen bestahl, um seine Beute mit den Armen der Hansestadt zu teilen, genoss er in der Bevölkerung sogar den Ruf eines Helden. Ende des 14. Jahrhunderts trieben jede Menge Piraten in der Ost- und Nordsee ihr Unwesen. Sie hatten es besonders auf die Schiffe der wohlhabenden Hamburger Kaufleute abgesehen.

Die am meisten gefürchtete Freibeuterbande, die „Liikedeeler“ (Gleichteiler), segelte unter roter Flagge. Ihr Anführer war Klaus Störtebeker, dessen Name sich angeblich von „Stürz den Becher“ ableiten soll. Wegen seiner Trinkfestigkeit, hatte er sich um diesen Spitznamen verdient gemacht. Der blutrünstige Pirat lehrte den Hamburger Händlern so richtig das Fürchten und wurde dennoch zu einer Legende in der Hansestadt.

Als man am 1. August 1982 im Hamburger Freihafen – nahe seines Sterbeortes – das Störtebeker-Denkmal aufgestellt hatte, gingen die Meinungen ziemlich auseinander. Vielen war nicht klar, ob die touristische Sehenswürdigkeit Ehrfurcht oder Abschreckung symbolisieren soll. Im Zuge des Bau´s der HafenCity, hat er einen neuen Standort im Magdeburger Hafen bekommen. Die zwei Tonnen schwere Bronzefigur zeigt den Piraten gefesselt und entkleidet, kurz vor seiner Hinrichtung.

Störtebeker-Denkmal von Hansjörg Wagner auf dem Grasbrook in Hamburg // Foto: MeerARTAm 20. Oktober 1401 fand in Hamburg auf dem Grasbrook, der heutigen HafenCity, die öffentliche Hinrichtung der Piraten statt. Der Legende nach soll Störtebeker vom Bürgermeister der Hansestadt Kersten Miles gestattet worden sein, dass all jene Männer überleben durften, an denen er nach seiner Enthauptung noch vorbeizugehen vermochte. Der Geköpfte Seeräuber schaffte es an elf Männern vorbei, bevor ihm der Henker den Richtblock vor die Füße warf (laut einigen Quellen ihm ein Bein stellte). Nach dem Sturz des Piraten brach der Bürgermeister allerdings sein gegebenes Versprechen, und alle 73 Seeräuber wurden enthauptet.

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