Jetzt ist Zeit für Hygge

Das Atelier „MeerART för to Huus“ in Langenhorn (Nordfriesland) mit handgefertigten Wohnaccessoires und Rahmen mit maritimen Motiven // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Nutze die Zeit und mach es dir hyggelig

Die dunkle Jahreszeit ist für viele nach wie vor erdrückend und Corona mit den vielen Beschränkungen macht es auch nicht gerade leichter. Wir möchten dich aufmuntern und zeigen, wie du trotzdem gut durch diese Zeit kommst.

Ich weiß nicht wie es euch ging, aber für uns fühlten sich die letzten Tage wie ein déjà-vu an. Als wir vor zwei Tagen vorm Fernseher saßen und die neuen Beschränkungen hörten, die für den November gelten, waren wir nicht nur sprachlos, sondern fühlten uns an den März erinnert. Was im Sommer „beinahe“ vergessen schien, gleicht nun einer Faust in die Magengrube. Dabei war es, wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, absehbar, dass das Virus uns weiterhin im Griff hat. Und die nächsten Wochen und Tage werden vielen von euch ganz sicher schwer auf dem Magen liegen.

Das Atelier „MeerART / För to Huus“ in Langenhorn (Nordfriesland) mit handgefertigten Wohnaccessoires und Rahmen mit maritimen Motiven // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Wichtig ist, dass wir uns alle nicht von der Ohnmacht und der Angst einfangen lassen, denn dann bleiben wir gelähmt. Viel wichtiger ist es, gerade jetzt die kleinen positiven Dinge nach vorne zu stellen. Und je öfter wir das tun, desto mehr merken wir, wie gut es uns doch eigentlich geht. Aufgrund der Jahreszeit halten wir uns draußen weniger auf, aber dafür können wir es uns drinnen so richtig „hyggelig“ gemütlich machen.

Wie du deine Wohnung in einen hyggeligen Ort verwandeln kannst

Was genau Hygge ist und welches Lebensgefühl sich dahinter verbirgt, haben wir euch schon mal ausführlich in dem Beitrag „Gibt es eine Anleitung zum Hygge sein?“ erklärt. Darum möchten wir uns heute mal dein Zuhause vornehmen und dir zeigen, mit welchen kleinen Dingen du deine Homebase zu dem gemütlichsten Ort auf Erden machen kannst.

Das Atelier „MeerART / För to Huus“ in Langenhorn (Nordfriesland) mit handgefertigten Wohnaccessoires und Rahmen mit maritimen Motiven // Foto: MeerART/Ralph Kerpa

Schaff dir eine Hyggekrog oder Hyggehjørne

Was soll das denn sein? Lach, die Frage habe ich mir auch gestellt, als ich das Wort zu ersten Mal las. Gemeint ist damit ein Lieblingsplatz oder -ecke in deinem Haus oder deiner Wohnung. Ein Ort, an dem du dich gerne zurückziehst, dir Kerzen anmachst, dich einkuschelst oder ein gutes Buch lesen magst. Ich bin ganz ehrlich, ich habe sogar mehrere Hyggekroge, also Lieblingsplätze im Haus. Einer ist natürlich bei uns im Wohnzimmer auf dem Sofa. Dort haben wir einen richtig kuscheligen Zweisitzer, auf dem wir uns mit Kissen und Decken einkuscheln können und gerne die Abende oder sogar mal die Sonntagnachmittage verbringen.

Das Atelier „MeerART för to Huus“ in Langenhorn (Nordfriesland) mit handgefertigten Wohnaccessoires und Rahmen mit maritimen Motiven // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Ein weiterer Lieblingsplatz von uns ist das Sofa im Atelier. Gerade in diesem turbulenten Jahr haben wir diesen Platz so richtig lieben und schätzen gelernt. Während wir im Wohnzimmer eher entspannen, sind wir hier sogar kreativ. Keine Ahnung was die Atelierräume mit uns machen, aber in ihnen fühlen wir uns pudelwohl und können vor Energie sprühen. Inzwischen schreibe ich auf diesem Sofa sogar viele Texte für den Blog. So auch diesen hier.

Offenes Feuer und Kerzen

Wer kennt es nicht, die Magie, die von einem brennenden Ofen ausgeht. Das Knistern und Knacken des Holzes, die wohlige Wärme und der Duft. Das ist einfach fantastisch. So ein Ofen oder Kamin macht ein Zuhause zu einem richtigen heimeligen Wohlfühlort. Leider haben wir in unserem Haus keinen mehr und ich muss zugeben, dass ich so einen Ofen inzwischen total vermisse. Zum Ausgleich – auch wenn das natürlich nicht das gleiche ist – stelle ich viele Kerzen auf. Kerzen brennen bei uns eigentlich das ganze Jahr über, aber zur dunklen Jahreszeit sind sie Balsam für die Seele.

Homestory bei der Familientherapeutin Agnes Husar aus Högel in Nordfriesland // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Schönes aus Holz

Ich weiß nicht ob es daran liegt, dass Holz uns oft das Gefühl gibt der Natur näher zu sein, aber Fakt ist, dass wir, wenn wir uns mit Holz umgeben, einfach wohler fühlen. Holz ist für uns ein ganz wichtiger Bestandteil in unserem Leben. Unsere Möbel sind alle aus echtem Holz und ich liebe es, wenn ich über die Oberfläche streichen kann. Das ist ein Gefühl, das uns andere Materialien einfach nicht vermitteln können. Außerdem ist es ein natürlicher Rohstoff und auch das ist uns immer sehr wichtig. Holz gibt es einfach in vielen Facetten. Auch Holzfußböden verleihen einem Raum eine ganz besonders wohlige Atmosphäre. Außerdem ist er wärmer als Fliesen, was nicht ganz unwichtig ist, wenn man so gerne barfuß oder auf Socken läuft wie ich.

Homestory bei der Familientherapeutin Agnes Husar aus Högel in Nordfriesland // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Hier und da ein Fundstück vom Strand als Deko in Szene gesetzt oder Lampen und Kerzenständer aus Holz versprühen ebenfalls heimelige Wohlfühlatmosphäre. Gerade weil wir es selbst so lieben, bieten wir in unserem Atelier auch sehr viel aus Holz an.

Die Natur nach Hause holen

Holz ist schon ein ganz wichtiger und fester Bestandteil für ein gemütliches, und wie wir gerne sagen, hyggeliges Zuhause. Pflanzen sind ein weiterer ganz wichtiger Baustein, um sich wohlzufühlen. Ich liebe Pflanzen in allen erdenklichen Größen und Formen. Wenn ich jetzt mal so nachdenke, dann gibt es bei uns beinahe in jedem Raum wenigstens eine Pflanze. Selbst im Atelier habe ich einige platziert. Damit fühle ich mich nicht nur wohl, sondern ich habe das Gefühl mir auch ein Stück Natur nach Hause geholt zu haben, was gerade in der dunklen Jahreszeit wichtig ist, wenn wir nicht mehr so viel draußen sein können wie im Sommer.

Das Atelier „MeerART för to Huus“ in Langenhorn (Nordfriesland) mit handgefertigten Wohnaccessoires und Rahmen mit maritimen Motiven // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Frische Blumen zaubern mir ein Lächeln ins Gesicht. Wer mag nicht gerne einen frischen Blumenstrauß auf dem Tisch stehen haben? Am liebsten direkt aus dem Garten. In der dunklen Jahreszeit blüht natürlich nicht mehr so viel, aber dafür tut es dann auch mal ein Hagebuttenzweig oder ähnliches. Was uns von der Natur auch ein wenig mitgegeben ist, ist zu hamstern. Gerade jetzt im Herbst macht es Spaß sich Eicheln oder Kastanien einzusammeln und diese ebenfalls für die natürliche Deko im Haus zu verwenden.

Ein gutes Buch

So sehr ich die Digitalisierung schätzen gelernt habe, aber gegen ein schönes Buch, das ich in meinen Händen halten und dessen Haptik ich spüren kann, kommt nichts Digitales heran. Meine Favorits sind natürlich Interior- und Gartenbücher, in denen könnte ich stundenlang und immer wieder schauen. Wenn mich etwas besonders inspiriert, dann lasse ich es sogar aufgeschlagen liegen. Auch habe ich eines meiner derzeitigen Lieblingsbücher direkt an meiner Hyggehjørne, damit ich nach Bedarf sofort zugreifen und erneut darin stöbern kann.

Schönes aus Keramik oder Glas

Hast du auch eine Lieblingstasse, aus der du gerne trinkst? Oder ein Glas oder eine Vase. Schönes Geschirr ist ebenfalls wichtig und dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob es ein teures oder ein ganz einfaches ist. Hauptsache es gefällt dir und du fühlst dich damit wohl. Seitdem wir in unserem Atelier die neuen Vasen haben, habe ich mir auch einige in unseren Privaträumen aufgestellt.

Design und Interior auf der Formland Messe 2020 in Herning // Foto: MeerART / Claudia Kerpa

Ich finde, ob mit oder ohne Blume, sind sie ein echter Hingucker und lockern das viele Holz richtig schön auf. Was ich so sehr an den Vasen liebe sind die Farben, die mich ans Meer erinnern und die schönen Formen. Da ich weiß, dass sie ebenfalls alle von Hand gemacht und aus recyceltem Glas hergestellt sind, gibt mir das gleich ein doppelt gutes Gefühl.

Liebhaberstücke, die eine Geschichte erzählen

Neben allen Dingen, die man im Laufe des Lebens neu anschafft, gibt es auch hier und da immer ganz besondere Liebhaberstücke, die dein Zuhause für dich besonders machen. Etwas, das so niemand hat und hinter dem sich eine Geschichte verbirgt. Sei es ein Erbstück, das dich an einen lieben Menschen erinnert oder etwas, was du auf dem Flohmarkt gefunden und aufgearbeitet hast. Auch wir haben solche Stücke und schätzen sie sehr. Oft reicht ein Blick und man spürt förmlich, was einen damit verbindet.

Kissen und Kuscheldecken

Für mich kommt kein Zuhause ohne Kissen und Kuscheldecken aus. Sie sind für mich nicht nur schöne Stilelemente, sondern unheimlich wichtig, um sich wohlzufühlen. Gerade in der dunklen Jahreszeit, wenn es draußen ungemütlich ist, gibt es nichts Schöneres, als sich in seine Lieblingskuscheldecke zu hüllen und es sich gemütlich zu machen. Auch die dürfen gerne eine Geschichte erzählen. Unsere Lieblingsdecke erinnert uns an Amrum und wann immer wir uns in diese einkuscheln, kuscheln wir uns auch ein Stückweit auf die Insel.

Das Atelier „MeerART / För to Huus“ in Langenhorn (Nordfriesland) mit handgefertigten Wohnaccessoires und Rahmen mit maritimen Motiven // Foto: MeerART/Ralph Kerpa

Bei der Einrichtung ist natürlich erlaubt was gefällt und so hat jeder seine ganz persönlichen Vorlieben. Wie du bei unseren Ideen sehen kannst, lieben wir es, uns mit natürlichen Materialien zu umgeben. Für uns ist es nicht nur wichtig schöne Dinge anzusehen, sondern sie auch zu spüren. Alles was wir mit unseren Händen berühren und sich gut dabei gut anfühlt, schlägt sich auch auf die allgemeine Wohlfühlatmosphäre nieder und hilft dir ganz besonders in der dunklen Jahreszeit einen Ort zu schaffen, an dem du dich rundum wohl fühlst. Wir alle können uns mit ein wenig Geschick so einen Wohlfühlort oder Rückzugsort erschaffen, der uns Kraft gibt genau so schwierige Zeiten zu überstehen, wie wir sie gerade erleben.

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