Die Gartensaison beginnt

Der idyllische „MeerART-Garten“ in Langenhorn Nordfriesland // Foto: MeerART/Ralph Kerpa

Endlich Frühling. Wie lange haben wir darauf gewartet. Die Gartensaison startet mit reichlich Verzögerung, aber dafür nun um so intensiver.

Der Winter war lang – viel zu lang und vor allem zu nass und zu kalt. Und das nicht nur gefühlt, sondern auch von offizieller Seite bestätigt. In diesem Jahr soll die Natur um die vier Wochen zurück sein. Mal was ganz Neues nach den vielen Jahren, wo es aufgrund der Klimaerwärmung immer heißt, dass wir kaum noch richtige Winter haben.

Der idyllische „MeerART-Garten“ in Langenhorn Nordfriesland // Foto: MeerART/Ralph Kerpa

Auf in die neue Brutsaison

Obwohl die Outdoorsaison so lange auf sich warten ließ, habe ich stets Verbindung zum Garten gesucht, auch wenn mir lange nicht wirklich danach war etwas zu gestalten. Oft blieb es bei einer kleinen Runde durch den Garten mit hochgezogenen Schultern. Dann verzog ich mich wieder nach drinnen und saß vor der Terrassentür und habe hinausgeschaut. Ich liebe es in den Garten zu sehen und zu beobachten, was passiert. Jedes noch so kleine Detail versuche ich zu erhaschen und bewundere immer die Vögel, die mit jedem Wind und Wetter klarkommen müssen.

Der idyllische „MeerART-Garten“ in Langenhorn Nordfriesland // Foto: MeerART/Ralph Kerpa

Trotz der langen eisigen Kälte haben sie angefangen Nistmaterial zu sammeln, zu balzen und zu brüten. Insbesondere bei den Vögeln, die es sich in den vielen Nistkästen in unserem Garten, am Haus und vor dem Atelier gemütlich machen, konnte man das gut beobachten. Jede Vogelart hat da so ihre eigenen Vorlieben und Macken. Wie oft haben wir gelacht, wenn die Spatzen – tolpatschig wie sie sind – ihre Häuschen mit Nistmaterial bestücken. Hoch im Kurs standen in diesem Jahr die Wedel von unserem Pampasgras, die sie zerpflückten und reihenweise in die Nistkästen schleppten. Nicht immer von Erfolg gekrönt, gerade wen sie partout quer mit den Dingern durch das kleine Loch wollten.

Das Atelier „MeerART / För to Huus“ in Langenhorn (Nordfriesland) mit handgefertigten Wohnaccessoires und Rahmen mit maritimen Motiven // Foto: MeerART/Ralph Kerpa

Was mir in diesem Jahr zum ersten Mal so richtig aufgefallen ist, ist dass viele Vogelarten ihren bevorzugten Nistkasten vom letzten Jahr wieder verwendet haben. Die Spatzen sind ebenso in die selben Hütten geflogen wie die Blaumeisen. Lediglich die Kohlmeisen, die eigentlich ebenfalls in der alten Hütte anfingen zu bauen, haben sich kurzfristig umentschieden, als wir die neuen Nistkästen vom Hardenhof aufgehängt haben. Und das, obwohl der direkt neben dem Ateliereingang hängt. Aber das scheint sie nicht zu stören. Im Gegenteil, sie setzen bereits die zweite Brut an. Die erste haben sie leider aufgrund der langanhaltenden Kälte nicht durchgekriegt. So schade, dabei hatten die Küken schon so emsig gepiept aus dem Häuschen.

Das Atelier „MeerART / För to Huus“ in Langenhorn (Nordfriesland) mit handgefertigten Wohnaccessoires und Rahmen mit maritimen Motiven // Foto: MeerART/Ralph Kerpa

Auf einmal war Funkstille und als ich merkte, dass die Kohlmeisen versuchten, ein Häuschen der Spatzen zu kapern, habe ich mich getraut und einmal in ihre Nisthöhle geschaut. Da lag dann ein totes Küken, das es nicht geschafft hat. Nachdem ich den Nistkasten gereinigt hatte, haben die Kohlmeisen gleich wieder damit begonnen, diesen erneut zu bestücken. Schon faszinierend, hätte nicht gedacht, dass die Tierchen so standorttreu sind. Auf dass die zweite Brut ein besserer Erfolg wird. Immerhin hatten die Blaumeisen und die Spatzen mehr Glück und ziehen nun laut bettelnd im Familienbund durch den Garten.

Der idyllische „MeerART-Garten“ in Langenhorn Nordfriesland // Foto: MeerART/Ralph Kerpa

Amselsterben? Nicht bei uns!

Vielerorts ist vom Amselsterben zu hören und dass es kaum noch welche gibt. Wir haben da bei uns eine ganz andere Beobachtung gemacht. Im Gegenteil, wir haben sogar mehr denn je. Es sind sogar so viele, dass die Reviere nicht nur heftig umkämpft sind, sondern dass die Amseln teilweise dazu übergehen sich diese zu teilen. Natürlich nicht ganz freiwillig, wie die Amselmänchen jeden Tag aufs neue demonstrieren. Dennoch sind sie dazu übergangen, sich auf so engem Raum zu tolerieren und nah beieinander zu brüten. Und das inzwischen auch schon zum zweiten Mal. Auch bei ihnen schien die erste Brut nicht erfolgreich verlaufen zu sein. Kaum waren die Lütten flügge und aus dem Nest, müssen sie irgendwelchen Räubern zum Opfer gefallen sein.

Der idyllische „MeerART-Garten“ in Langenhorn Nordfriesland // Foto: MeerART/Ralph Kerpa

Eine Sache ist mir bei meinen Gartenbeobachtungen noch aufgefallen. Bei den Amseln scheint das Männchen die besten Brutplätze auszukundschaften, während die Auserwählte dann das Nest im Alleingang bauen darf.

Der Miniteich

Ein absolutes Highlight für Mensch und Tier ist unser Miniteich im Garten. Die Idee kam uns im letzten Jahr, denn so viele Vögel haben sich bei uns immer an den Wassertränken gesammelt. Da die meist aus flachen Schalen (Topfuntersetzern) bestanden, konnte man gar nicht so schnell Wasser nachfüllen wie es verdunstete, verplantscht oder aus ihnen getrunken wurde. Für einen größeren Teich haben wir in unserem Garten leider keine Möglichkeit, also sollte es wenigstens eine Minivariante sein.

Der idyllische „MeerART-Garten“ in Langenhorn Nordfriesland // Foto: MeerART/Ralph Kerpa

Seitdem wir die Zinkwanne haben, erfreuen sich diverse Vögel, ob groß oder klein an dem Bade- und Trinkvergnügen. Zudem hätte ich nie gedacht, dass sich so schnell auch weiteres Leben im Wasser abspielt. Was wir unter Wasser an Krabbeltieren beobachten können, ist enorm. Darüber hinaus erfreuen auch wir uns an dem Anblick, denn auch dieses kleine Arrangement ist ein Highlight in unserem Garten.

Viele der Accessoires wie die Nistkästen, die Fischbank oder auch die wetterfesten Laternen sind bei uns Atelier „MeerART för to Huus“ erhältlich.

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