Die Badestrände an der Nordseeküste

An der norddeutschen Nordseeküste ist Badestrand nicht gleich Badestrand

Impressionen von einem fantastischen Wochenende auf Amrum // Foto: MeerART

Wenn ich das Wort Badestrand höre, dann denke ich sofort an schöne weiße Sandstrände, gesäumt mit allerlei Muscheln und Strandgut. Das trifft auf die nordfriesischen Inseln auch absolut zu, doch auf dem Festland sieht das ganz anders aus.

Das Zauberwort heißt hier Grünstrand. Wenn wir uns in Schleswig-Holstein an den Küsten umschauen, dann finden wir kaum bis gar keine Sandstrände vor, sondern Rasenflächen. Also noch mal zur Erinnerung, ich spreche jetzt ausschließlich vom Festland. 😉 Die einzige Ausnahme bildet St. Peter-Ording mit seinem nicht enden wollenden Traumstrand.

Impressionen aus Büsum, dem Hafenort direkt an der Nordsee // Foto: MeerART

Ob in Dithmarschen oder Nordfriesland, überall stehen die Strandkörbe nicht in feinem Sandstrand, sondern auf saftig grünen Wiesen. Ein Vorteil ist natürlich, dass man nicht ständig den Sand nach dem Baden an sich kleben hat oder dieser in jedem Winkel deiner mitgebrachten Klamotten oder Taschen zu finden ist.

Badestrand an der Nordseeküste bei Husum in Nordfriesland // Foto: MeerART

Ich persönlich empfinde das zum Teil gewöhnungsbedürftig, aber auch prägnant, denn es gehört nun mal zum Bild der norddeutschen Nordseeküste dazu.

Impressionen aus dem Fischereihafen in Friedrichskoog im Kreis Dithmarschen // Foto: MeerART

Friedrichskoog glänzt nicht nur mit seinem, inzwischen offiziell geschlossenen, Hafen sondern auch mit Grünstränden für jeden Geschmack. Ob Sport- oder Familienstrand bis hin zu FKK- oder Hundestränden.

Das Nordseeheilbad Büsum // Foto: MeerART

In Büsum wurde vor einiger Zeit der ganze Deich erneuert und gleichzeitig auch verbreitert. Er bietet nun neben den Grünflächen jede Menge Platz auf dem gepflasterten Deich. Außerdem gibt es sogar einem kleinen Sandstrand an der Perlebucht.

Das Nordseeheilbad Büsum // Foto: MeerART

Die Perlebucht ist wirklich zu einer richtigen Familienlagune geworden. Die Insel „Watt´n Insel“ ist wie eine Dünenlandschaft mit vielen windgeschützten Mulden aufgebaut.

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Die große Ausnahme bildet St. Peter-Ording mit seinem über zwölf Kilometer langen und bis zu zwei Kilometer breiten Strand. Ein wahres Paradies an der nordfriesischen Küste. Hier haben wir schon jede Menge Zeit verbracht und werden es immer wieder tun. Wir lieben diesen Flecken Erde, ganz besonders deshalb, weil er so vielfältig ist.

Badegäste am Strand von St. Peter-Ording // Foto: R. Kerpa

St. Peter-Ording bietet wirklich für jeden Geschmack und jede Jahreszeit genau das Richtige. Ob Badestrand, Entdeckerstrand, FKK-Strand, Hundestrand, sogar für Pferd und Reiter gibt es genügend Platz. Sportbegeisterte haben genügend Raum zum Strandsegeln, Kitesurfen, Beachvolleyball spielen oder Drachen lenken.

Impressionen vom Strand an der Nordsee in St. Peter-Ording // Foto: MeerART

Aufgrund seiner Größe ist er auch in der Hauptsaison niemals überlaufen. Es gibt genug Freiraum, um sich aus dem Weg zu gehen.

Wenn wir die Küste weiter hinauf blicken, dann ist der nächste Hotspot Husum mit seiner kleinen Badebucht. Auch hier stehen die Strandkörbe im satten Grün.

Badestrand an der Nordseeküste bei Husum in Nordfriesland // Foto: MeerART

Und selbst auf der kleinen Halbinsel Nordstrand bestimmen Rasenflächen und Salzwiesen das Bild. Hier sagen dir an einigen Stellen sogar die Lämmer beim Sonnenbaden „Guten Tag“. 😉

Impressionen von der eingedeichten Halbinsel Nordstrand in Nordfriesland // Foto: MeerART

Ich muss gestehen, in Dagebüll habe ich noch nicht so ganz darauf geachtet, aber ich meine selbst hier ist der Badestrand von Grünflächen geprägt. Wir werden das nächste Mal genauer darauf achten, denn bisher haben wir den Ort nur als Verbindung zu den nordfriesischen Inseln gesehen.

Ein kleiner Geheimtipp ist wohl die kostenlose Naturbadestelle Wesselburenerkoog in Dithmarschen. Sie liegt hinterm Deich und besteht vorwiegend auch aus weichem Gras.

2 Gedanken zu „Die Badestrände an der Nordseeküste

  1. Hallo Claudia, eine Ergänzung habe ich noch: die Sandbank von Westerhever; bei Ebbe ebenso gewaltig wie SPO. Und unter den nordfriesichen Inseln hat eine, Pellworm, keinen Sandstrand. Dagebüll hat bisher auch keinen, plant aber was Künstliches: http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Das-grosse-Buddeln-Dagebuell-will-Riesensandkiste,sandkiste100.html. Ich kann damit nicht so viel anfangen; bin auch nicht gern in Büsum. Aber das ist ja Geschmacksache. Liebe Grüße, Stefanie

    1. Hallo Stefanie,

      Westerhever ist in der Tat ein Traum. Den habe ich habe außen vorgelassen, da es sich ja nicht unbedingt um einen Badestrand handelt und man ganz schön mit den Gezeiten aufpassen muss.

      Auf den Insel kennen wir uns leider noch nicht so aus. Ich war bisher nur auf Sylt und Amrum. Ich hoffe, dass wir dies alles noch recht bald nachholen können.

      Ganz ehrlich, wir sind auch nicht gern in Büsum. Irgendwie gefällt es uns dort nicht so recht. Vermutlich auch schon zu groß. 😉 Wir selber sind auch lieber am Strandsand als am Grünstrand, aber so ist nun mal das Bild an unserer norddeutschen Küste. 😉 Wie gut, dass es SPO gibt.

      Ganz liebe Grüße,
      Claudia

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