Stille, Weite, Winterstrand 

Pfahlhäuser am Strand an der Nordsee in St. Peter-Ording // Foto: R. Kerpa

Für uns persönlich zählt die Nebensaison am Strand von St. Peter-Ording mit zu den schönsten Jahreszeiten. Bis das offizielle Ende der Badesaison am 31. Oktober 2017 eingeläutet wird, gibt es allerdings noch reichlich zu tun. Der Strand muss winterfest gemacht werden.

In St. Peter-Ording machen Strandkorb & Co. Pause

Alles, was Wind und Fluten mit sich reißen könnten, wird abgebaut und hinter dem Deich sicher verwahrt. Dies betrifft z.B. auch die Aufgänge einiger Pfahlbaurestaurants. Bevor die Saison der Stürme und Orkane beginnt, werden die Treppen abmontiert, um sie vor der Macht der Wellen zu schützen. Drei der fünf Pfahlbaurestaurants bleiben daher über den Winter geschlossen.

Strandbar 54° Nord in St. Peter-Ording // Foto: R. Kerpa

Strandkorbkarawane auf dem Rückweg

Ab Ende September nimmt die Anzahl der Strandkörbe an den Badestellen stetig ab. Nach und nach reinigen und trocknen die Mitarbeiter der Tourismus-Zentrale die weißen Möbel noch am Strand, begutachten ihren Zustand und transportieren sie zum Bauhof. Hier werden sie nach Zustand verstaut. Strandkörbe, an denen keine Reparaturen notwendig sind, überwintern in der Strandkorbhalle in Hungerhamm. Einige Körbe werden auch komplett aussortiert und für die Strandkorbversteigerung am letzten Freitag im April beiseite gestellt.

Die jährliche Räumung des Strands und Schließung der Strandüberfahrten zum 31. Oktober ist übrigens im Sondernutzungsvertrag zwischen dem Land Schleswig-Holstein und der Gemeinde geregelt. Alle beweglichen Gegenstände, Strandkörbe, Abfalleimer, Spielgeräte und Kioske müssen von der Sandbank entfernt werden. Sogar die Bodenplatten der Strandkorbpodeste.

Pfahlhaus am Strand an der Nordsee in St. Peter-Ordin // Foto: R. Kerpa

Einer der Hintergründe ist der Küstenschutz, denn im Falle einer Sturmflut könnte der Deich sonst durch bewegliche Gegenstände vom Strand beschädigt werden. Die Deichsicherheit muss daher gewährleistet sein. Tägliche Kontrollfahrten am Strand stellen sicher, dass den Deichen auch durch angeschwemmte Gegenstände keine zusätzlichen Gefahren drohen.

Stranderkundungen im Wechsel der Jahreszeiten

Bis zum 15. März 2018 bleibt der zwölf Kilometer lange und bis zu zwei Kilometer breite St. Peter-Ordinger Strand jetzt „unmöbliert“. Was, wie wir finden, einen ganz besonderen Reiz hat, denn unter dem oftmals dramatischen Himmel der Nebensaison sind Strand und Weite des Horizonts noch besser spürbar als in den restlichen Jahreszeiten.

Touristen genießen einen milden Wintertag am Strand von St. Peter-Ording // Foto: R. Kerpa

So lädt die Sandbank in kräftiger Nordseebrise und bei sprühender Gischt zu ausgiebigen Strandspaziergängen ein. Aber nicht vergessen, immer die Gezeiten und den Wetterbericht im Hinterkopf behalten.

Tipp: Führungen am Strand sowie Wattwanderungen mit der Schutzstation Wattenmeer finden auch in den Herbst- und Wintermonaten statt.

Pfahlhäuser am Strand an der Nordsee in St. Peter-Ording // Foto: R. Kerpa

Außer an Ruhetagen  haben am Strand dann noch die Pfahlbaurestaurants Arche Noah und Die Strandhütte (geschlossen vom 7. Januar bis 14. März 2018) zum Aufwärmen geöffnet – witterungsbedingte Schließungen sind vorbehalten. Hinter dem Deich laden weitere Cafés und Restaurants zum Pausieren ein.

Unterstütze unser Projekt
Unterstütze MeerART auf Steady ...

Mehr Informationen zur Nebensaison in St. Peter-Ording sowie zum Veranstaltungsangebot sind unter www.st-peter-ording.de zu finden. Witterungsbedingte Programmänderungen sind allerdings immer vorbehalten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Deine neusten Beiträge bewerben