Sommer, Sonne, Ostseestrand

Ein kleine Stippvisite auf der Halbinsel Priwall

Stippvisite auf der Halbinsel Priwall in Travemünde // Foto: Ralph Kerpa

Heute sollte ein richtig schöner Spätsommertag werden. Perfekt für einen Ausflug an den Ostseestrand. Wer die Wahl hat, hat allerdings auch die Qual wohin. Diesmal siegte eine ganz besondere Neugierde.

Im März 2016 berichteten wir in unserem Beitrag: „Priwall Waterfront: Ein Mega-Projekt in bester Wasserlage“ über das neue Bauvorhaben an der Ostsee. Wer uns kennt weiß, dass wir dem nicht enden wollenden Bauboom an der Ostsee eher skeptisch gegenüber stehen.

Stippvisite auf der Halbinsel Priwall in Travemünde // Foto: Ralph Kerpa

Nicht immer sind die Projekte zum Wohle aller und ganz besonders die Natur hat oft das Nachsehen. Zumal viele Projekte einfach nicht langfristig und schon gar nicht nachhaltig gedacht werden. Im Fokus steht meistens der schnelle Profit. Umso gespannter waren wir auch auf das neue Bild vom Priwall.

Priwall und Travemünde im Umbruch

Da wir nicht wussten, was uns aufgrund der großen Baustelle am Priwall erwarten würde, entschieden wir uns unseren Wagen auf dem großen Parkplatz am Hafen von Travemünde abzustellen und von dort aus mit der Fähre überzusetzen. Es dauerte auch gar nicht lange, da gesellte sich zum Schiffslärm auch der Baulärm. Der kam aber nicht nur von der Priwall-Seite, sondern auch von Travemünde selbst. Kurz vorm Maritim wird kräftig gebaut.

Stippvisite auf der Halbinsel Priwall in Travemünde // Foto: Ralph Kerpa

Der kleine Segelhafen auf der Priwallseite, der sonst eher etwas versteckt lag, war nun schon von weitem auszumachen. Auch der Weg dorthin, also die komplette Promenade, wurde bereits umgestaltet. Ganz schön ungewohnt. Wer so oft hier war wie wir, der musste erstmal zweimal gucken. Durch die Umgestaltung der Promenade sind ganz neue Sichtachsen entstanden, die zugegebenermaßen zwar ungewohnt, aber auch nicht schlecht waren.

Stippvisite auf der Halbinsel Priwall in Travemünde // Foto: Ralph Kerpa

Noch ist alles eine riesige Großbaustelle, aber ein paar Häuser sind schon fertig und sehen auch so aus, als könnten Urlauber bereits dort wohnen. Den Blick, den die Urlauber von den Balkonen haben, ist – und das kann man einfach nicht absprechen – schon echt gigantisch. Trotz erster Befürchtungen muss ich zugeben, dass die Häuser, obwohl mehrstöckig, nicht wie Fremdkörper wirken.

Stippvisite auf der Halbinsel Priwall in Travemünde // Foto: Ralph Kerpa

Irgendwie fügen die sich in das Gesamtbild von Travemünde. Altes und Neues scheint sich harmonisch zu vereinen. Wie gesagt, noch ist das Bauprojekt nicht fertig, aber ich hatte es mir anhand der Baupläne echt schlimmer vorgestellt.

Stippvisite auf der Halbinsel Priwall in Travemünde // Foto: Ralph Kerpa

Ein Ostseestrand zum Genießen

An den Strand von Priwall haben wir beide unendlich viele Erinnerungen. Früher, als wir noch jung und knackig waren – schmunzel – aalten wir uns hier auch oft in der Sonne. Das ist mit der Zeit aber weniger geworden. Vielmehr haben wir jetzt Freude an langen Strandspaziergängen, bei denen wir immer so herrlich abschalten können. Darum zieht es uns meistens auch in der Nebensaison hier her, wenn so gut wie keine Menschenseele da ist.

Stippvisite auf der Halbinsel Priwall in Travemünde // Foto: Ralph Kerpa

Heute war das Wetter einfach zu verlockend und es dürstete uns nach Sommer, Sonne, Ostseestrand. Immerhin hatte der diesjährige Sommer reichlich mit Sonnentagen gespart.

Ich muss eine magische Anziehungskraft auf Hunde haben. Egal ob groß oder klein, alle meinten sie ihr tollkühnes Spiel in der Ostsee zu unterbrechen, um mich kurz neugierig zu mustern. Was meistens mit einem freudigen Schütteln des Hundekörpers einherging und ich unfreiwillig gleich eine Ostseedusche nach der anderen abbekam.

Stippvisite auf der Halbinsel Priwall in Travemünde // Foto: Ralph Kerpa

Dank der herrlichen Sommertemperaturen kostete es uns auch keinerlei Überwindung unseren Spaziergang im Ostseewasser fortzusetzen. Einfach herrlich diese Erfrischung. Das Wasser der Ostsee war glasklar und dank des etwas kühl ausgefallenen Hochsommers auch frei von Quallen.

Stippvisite auf der Halbinsel Priwall in Travemünde // Foto: Ralph Kerpa

Wir schlenderten eine ganze Weile am Strand entlang. Je weiter wir vom Hotspot wegkamen, desto weniger Menschen trafen wir an. Wir suchten uns ein schattiges Plätzchen und genossen für eine Weile das Treiben auf der Ostsee. Es wehte so gut wie gar kein Lüftchen, weshalb wohl auch viele Boote im Wasser vor Anker lagen. Hektischer war es ausschließlich bei einigen Möwen und Entchen, die im Wasser nach Fressbarem tauchten. Alles in allem hatte es so etwas Ruhiges, Ausgeglichenes. Irgendwie wie fast jedes Jahr, wenn man spürt, dass die Saison zu Ende geht.

Stippvisite auf der Halbinsel Priwall in Travemünde // Foto: Ralph Kerpa

Nach einer Weile drehten wir um und schlenderten gemütlich zurück. Diesmal nahmen wir die Personenfähre, um nach Travemünde überzusetzen. Dort spazierten wir durch die Altstadt zurück, um uns, bevor wir uns wieder auf den Heimweg machten, mit einem dicken, fetten Eis zu belohnen.

4 Gedanken zu „Sommer, Sonne, Ostseestrand

  1. Moin Moin ihr lieben Meerestierchen

    Das sind ja wieder mal Bilder „zum in den Bildschirm kriechen“… Ich rieche förmlich die Luft und höre das Rauschen der Wellen… 🙂
    Die Neubauten verschandeln in der Tat nicht sooo sehr die schöne Landschaft, irgendwie schade ist es trotzdem, es geht halt immer wieder nur um Profit.

    Ich habe ganz vergessen euch nach dem Kalender zu fragen, kann ich noch einen bestellen?
    „HOFF“

    Ganz liebes Drückerchen aus der Schweiz
    Sabina

    1. Hallo du Liebe,

      danke dir. Das war auch ein echt schöner Nachmittag.
      Ehrlich gesagt haben wir uns lange nicht mehr getraut dort hin zu fahren. Meistens kommt man nach Fertigstellung eines Bauvorhabens dorthin und ist entsetzt von den Bauten. Hier waren wir in der Tat positiv überrascht. Mal gucken, wie es aussieht, wenn es komplett fertig ist.

      In puncto Kalender darfst du dir gerne Hoffnung machen, denn noch ist er nicht da. 😉 Wir sind gerade bei der Bildauswahl. Wenn wir die abgeschlossen haben, geht er zum Druck und dann werden wir es rechtzeitig ankündigen. Jetzt wo ich weiß, dass du unbedingt einen haben möchtest, behalte ich es im Hinterkopf und reserviere dir einen.

      Ganz liebe Grüße,
      Claudia

  2. Hallo Ihr zwei lieben MeerARTisten, <3

    ich wollte gerade nach Hamburg aufbrechen und nur noch mal schnell meine Emails checken. Wie gut, denn nun hat mich doch noch Euer schöner lebendiger Bericht über den Priwall erreicht – und natürlich auch die wie immer tollen Fotos.
    Fast war mir so, als wäre ich dabei gewesen.

    Travemünde und den Priwall haben wir in diesem Jahr leider nicht geschafft, aber ich erinnere mich gut, wie es dort vor zwei Jahren noch aussah. Ich war schon der Meinung, dass ein paar Verbesserungen der Ecke ganz gut tun würden. Von dem geplanten Umbau am Hafen hatte ich schon gehört und befürchtete das Schlimmste. Aber nach Eurer Beschreibung ist es wohl doch nicht ganz so arg geworden.

    Den Strand hatte ich bisher immer nur von der Travemünder Seite gesehen und mir immer wieder vorgenommen, dort auch mal spazieren zu gehen oder vielleicht auch zu baden. Daraus ist leider bisher nichts geworden.

    Doch fürs nächste Jahr kommt der Priwall auf unsere "To go"-Liste.

    Es wäre lieb, wenn Ihr mir auch einen Kalender reserviert. Schreib mir doch bitte noch mal, welches Format er hat. Der bekommt dann einen "Ehrenplatz" in meiner neuen Wohnung.

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende für Euch beide. =) <3

    Karin

    1. Moin liebe Karin,

      ach wie schön. Das freut uns.

      Was den Priwall angeht, da waren wir ausnahmsweise in der Tat mal positiv überrascht. Wir hatten auch das Schlimmste befürchtet. Meistens wird alles nur zu betoniert und man guckt auf riesig Klötze ohne ein Funken Natur. Hier fügt sich das in das ganze Stadtbild, also auch mit der gegenüberliegende Seite von Travemünde. Jetzt passt sogar das hässliche Gebäude vom Maritim Hotel.

      Der Strand auf der Priwall Seite ist wunderschön. Ich mag es sehr, dass man dort unendlich laufen kann. Wenn man genug Kondition hat, könnte man glatt bis Boltenhagen laufen. 😉 Dumm nur, dass man ja auch wieder zurück muss. Nein Spaß beiseite, der Strand ist wirklich schön. Es gibt auch einen schönen Spazierweg parallel zum Strand.

      Tröste dich liebe Karin, wir haben auch so viele Orte, die wir auf dem Zettel hatten, nicht geschafft. Zum einen ist das schade, aber zum anderen läuft es ja nicht weg.

      Na klar legen wir dir einen Kalender zurück. Was für eine Ehre und Freude.

      Dir noch ein zauberhaftes Restwochenende.

      Herzlichst,
      Claudia und Ralph

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