Gut Weissenhaus – Luxus Spa am Meer

Weissenhaus - Grand Village Resort & SPA am Meer // Foto: MeerART

Letzte Woche hat an der Hohwachter Bucht das Gut Weissenhaus Luxus Grand Village Resort & Spa am Meer eröffnet. Normalerweise würden wir nicht so ausführlich auf MeerART darüber berichten, wenn dies nicht etwas hätte, was einen in den Bann ziehen würde. Fast still und heimlich wurde in den letzten Jahren die alte Gutsanlage von Weissenhaus aus dem Dornröschenschlaf geweckt.

Was das Ganze u.a. so besonders macht, ist die Tatsache, dass hier diesmal nicht einfach irgendein Investor aus reiner Profitgier ein Objekt kauft und dies in der Regel ohne Herzblut ausschließlich in eine Gelddruckmaschine umwandelt. Nein, hier ist jemand ans Werk gegangen, der aus dieser Region stammt.

Weissenhaus - Jan Henric Buettner // Foto: Presse Foto Nord / Olaf Malzahn

Jan Henric Buettner hat viele Sommer an der Hohwachter Bucht verbracht und erfahren dürfen, wie es sich anfühlt hier zu sein. Seine Mutter war es sogar, die ihn 2005 auf den Verkauf von Weissenhaus aufmerksam machte. Das Kapital dafür hat der ehemalige Manager von AOL Europe als Entschädigung erhalten, nachdem Bertelsmann seinen 50-Prozent-Anteil daran verkaufte.

Weissenhaus - Grand Village Resort & SPA am Meer // Foto: MeerART

Die Historie des Schlosses reicht bis in das 16. Jahrhundert zurück. Ursprünglich gehörte das Gut Weissenhaus zu dem nicht weit entfernten Gutsbezirk Farve. Erst im Zuge einer Erbteilung wurde es zu Beginn des 17. Jahrhunderts als eigenständiges Gut gegründet. Wechselnde Besitzer und damit verbundene Umgestaltungen, sowie ein Großbrand im Jahre 1895, bei dem das Schloss bis auf die Grundmauern niederbrannte, sind nur einige der vielen Geschichten von Gut Weissenhaus.

Weissenhaus - Grand Village Resort & SPA am Meer // Foto: MeerART

Das 75 Hektar große Gelände gleicht einem Dorf und besticht durch das Zusammenspiel aus einer Parkanlage, einem Wald und der Nähe zu Strand und Meer. Die alten Baumbestände schützen vor allzu neugierigen Blicken, denn auf Einzäunung wird hier kategorisch verzichtet.

Weissenhaus - Grand Village Resort & SPA am Meer // Foto: MeerART

Und auch das unterscheidet Weissenhaus von vergleichbaren 5-Sterne Luxus-Ressorts. Auch wenn sich der Durchschnittsbürger hier wahrscheinlich niemals eine Übernachtung leisten kann, denn für die muss man schon zwischen 350 und 1.350 Euro hinlegen, verzichtet man auf die sonst gewohnte Ausgrenzung.

Was erwartet den Luxusurlauber hier?
Zunächst einmal erwartet den Gast ein imposantes Tor, auf dem das Logo von Weissenhaus zu sehen ist, was im übrigen sehr schön aussieht mit den beiden sich umarmenden Flügeln, die hier leider nicht zu sehen sind, weil es offen stand.

Weissenhaus - Grand Village Resort & SPA am Meer // Foto: MeerART

Dahinter führt die Schlossallee den Ankommenden erst mal zur Rezeption. Das Torhaus ist eins von vielen Gebäuden, die mit sehr viel Liebe restauriert wurden. In ihm befinden sich auch vier Zimmer, jedes mit eigener Terrasse und vier weitere Zimmer im Dachgeschoss, sowie eine Familiensuite auf drei Etagen mit Blick auf den Dorfplatz.

Weissenhaus - Grand Village Resort & SPA am Meer // Foto: MeerART

Besonders schön finde ich, dass die Häuser ihre ursprünglichen Namen behalten haben. Lediglich die Nutzung hat sich geändert, so wurde aus der ehemaligen Stellmacherei – hier hatte man Werkzeuge gefertigt und Kutschen repariert – ein Ort der Entspannung. Dort sind nun eine Suite für Paare und eine Familiensuite untergebracht.

Weissenhaus - Grand Village Resort & SPA am Meer // Foto: MeerART

Ganz fertig ist das Gut allerdings noch nicht, es wuseln noch jede Menge Handwerker auf dem Gelände, um die restlichen Gebäude fertig zu stellen. Hier mal ein Blick auf das Kavaliershaus, das älteste Gebäude des Dorfes. Dies wird zu einem Hof-Café mit eigener Patisserie umgebaut und voraussichtlich im Herbst 2014 eröffnet. Für mich mit eines der schönsten auf dem Gelände.

Weissenhaus - Grand Village Resort & SPA am Meer // Foto: MeerART

Von hier aus ist es auch nicht weit zum Peerstall. Dort wird diesen Sommer noch das Restaurant fertig gestellt. Hier kann der Gast dann ein exquisites Frühstück zu sich nehmen oder abends in stilvoller Atmosphäre dinieren. Hinter diesem Gebäude erwartet einen was noch zum Tagträumen dazu gehört.

Weissenhaus - Grand Village Resort & SPA am Meer // Foto: MeerART

Leider noch abgesperrt und nicht fertig, wird es hier das Gewächshaus geben, welches nur so von Rosen eingebettet sein soll. Dies wäre für mich als Blumenliebhaberin ein Ort zum Verweilen. Des weiteren gibt es einen Küchengarten, eine Orangerie und ein Backhaus. Wo früher Brot gebacken wurde, entsteht eine Suite mit offenem Kamin.

Weissenhaus - Grand Village Resort & SPA am Meer // Foto: MeerART

Auch am Dorfplatz gelegen ist die alte Reetscheune. Wo früher das Jungvieh untergebracht war, können heute bis zu 400 Gäste Kultur pur genießen. Viel konnten wir durch das Fenster nicht erhaschen, außer dass dies Gebäude eine tolle Rundbalken-Konstruktion mit Glasdach hat, die mit Sicherheit eine tolle Atmosphäre verspricht. Dahinter wartet sogar ein Amphitheater auf seine Gäste.

Nun waren wir aber neugierig auf die See. Wir gingen die Lindenallee runter, vorbei an einem Garten und vielen alten Bäumen, deren Blätter im Wind leise vor sich hin raschelten.

Weissenhaus - Grand Village Resort & SPA am Meer // Foto: MeerART

Vorher kommt man aber noch an der ehemaligen Meierei vorbei. Wo früher holländische Fachleute aus der Milchwirtschaft ihrer Arbeit nachgingen, sind heute zehn Zimmer und eine Junior-Suite untergebracht. Alles hört sich wie eine Aufzählung der einzelnen Gebäude an, das soll es aber gar nicht sein, denn wer selbst die Erfahrung gemacht hat, wie es ist, in so alten Gemäuern mit so viel Geschichte zu wohnen, hat schnell den Hang sich darin zu verlieren.

Weissenhaus - Grand Village Resort & SPA am Meer // Foto: MeerART

Wir selber leben nämlich in einem alten Bauernhaus, ebenfalls aus dieser Zeit und da ist die Faszination dafür schon groß, erst Recht wenn sie so toll restauriert wurden wie hier. Aber kommen wir nun endlich zu dem Strandbereich.

Weissenhaus - Grand Village Resort & SPA am Meer // Foto: MeerART

Endlich die Füße im feinen Sandstrand, ist auch hier an alles gedacht worden. In der Dünenhütte, die als Basis für die DLRG-Rettungsschwimmer dient, sind sanitäre Anlagen, Duschen und ein Verleih von Wassersport-Equipment untergebracht.

Weissenhaus - Grand Village Resort & SPA am Meer // Foto: MeerART

Damit dieser Bereich nicht nur für den Sommer attraktiv ist, ist auch an eine Sauna mit Blick auf die Ostsee gedacht worden. Luxus pur eben.

Ihr seht, der Bericht wird heute etwas länger, denn es gab hier noch so viel zu entdecken.
Ein Stückchen weiter den Strand oder an der Strandstraße herunter wartet das Bootshaus, welches wir auch schon aus der Hamburger HafenCity kennen.

Weissenhaus - Grand Village Resort & SPA am Meer // Foto: MeerART

Der Executive-Chef Alexander Dehn und sein Team verwöhnen die Gäste hier nach Strich und Faden. Und das Schöne ist, es ist natürlich für jeden frei zugänglich, auch für Nicht-Ressort-Gäste. Ich mag solche Lokalitäten einfach.

Weissenhaus - Grand Village Resort & SPA am Meer // Foto: MeerART

Der Blick, die Atmosphäre, da muss man nicht viel zu schreiben, Bilder sagen eigentlich alles. An die Terrasse schließt sich noch eine Beachbar an, die ebenfalls durch einen traumhaften Blick auf die Ostsee besticht. Schwärm…

Aber auch hier sind wir noch lange nicht am Ende der Luxus-Route. Unser Weg führte uns an der Strandstraße weiter, von wo aus man überall einen umwerfenden Blick auf die Ostsee hat. Alles wirkt so ruhig und natürlich.

Weissenhaus - Grand Village Resort & SPA am Meer // Foto: MeerART

Genau an so einem Flecken ist dann auch das Badehäuschen zu finden. Mein absolutes Highlight von dem ganzen Ressort. Dafür würde ich auf alles andere verzichten. In dem Badehäuschen, welches in absoluter Alleinlage liegt, haben sich Graf und Gräfin früher nach dem Bad in der Ostsee am Holzfeuer gewärmt.

Weissenhaus - Grand Village Resort & SPA am Meer // Foto: MeerART

Heute darf der Gast sich hier im Cottage-Ambiente, mit Freiluftsauna im Badekarren und Blick auf die Ostsee erholen. Vorausgesetzt einem sind die 750 Euro pro Nacht nicht zu teuer. 😉

Doch auch hier war die Reise noch nicht zu Ende. Ein Stück weiter Richtung Steilküste wartet die „Alte Liebe“, ein Anlaufpunkt für Jedermann, dem es nach einer herzhaften Currywurst oder einem Stück Kuchen mit Kaffee lüstet.

Weissenhaus - Grand Village Resort & SPA am Meer // Foto: MeerART

Die leckeren Saucen dazu, besonders die scharfe, haben wir euch bereits aus der HafenCity vorgestellt. Den Namen hat das Etablissement übrigens von dem 1947 gebauten Schulungsschiff, das noch heute von Heiligenhafen aus in See sticht.

Weissenhaus - Grand Village Resort & SPA am Meer // Foto: MeerART

Ein kleines Stückchen dahinter, direkt an der Steilküste gelegen, steht die Alte Schmiede. Hier sind fünf Wohnungen im Landhausstil hergerichtet. Naturverbunden und unbeschwert.

Weissenhaus - Grand Village Resort & SPA am Meer // Foto: MeerART

So langsam endete unser Rundgang. Völlig beeindruckt, was man aus einem alten Gut so zaubern kann, gingen wir zu unserem Auto zurück.

Weissenhaus - Grand Village Resort & SPA am Meer // Foto: MeerART

Bei der Abfahrt blickten wir noch einmal in den Rückspiegel und müssen neidlos anerkennen, dass hier wirklich etwas sehr Schönes entstanden ist.

Längst konnten wir nicht alles zeigen. Für weitere Eindrücke schaut euch einfach die Internetseite dazu an.

14 Gedanken zu „Gut Weissenhaus – Luxus Spa am Meer

  1. Hallo Claudia,

    ein wirklich schöner Bericht, der Lust auf me(e)r macht. Auch wenn man sich dort nie eine Übernachtung wird leisten können, ist es doch absolut sehenswert und allein, dass man dort spazieren gehen kann, ist schon Spa.

    1. Liebe Ilona,

      vielen Dank für die netten Worte. Es ist wirklich eine sehr schöne Anlage geworden. Zum Glück ist ja der ganze Strandbereich frei und das ist unbezahlbar. 😉

      Liebe Grüße
      Claudia

  2. Liebe Claudia,
    Du hast wirklich einen schönen Schreibstil. Nachdem ich den Bericht gelesen habe, hat ich unweigerlich das Gefühl dort sofort hinfahren zu müssen und stehe gedanklich mit Sack und Pack abmarschbereit zum Eldorado der Ostsee.

    1. Lieber Axel,

      oh vielen Dank für das nette Kompliment. Wenn noch ein Plätzchen in deinem Säckchen frei ist, kommen wir sehr gerne mit. 😉

      Liebe Grüße
      Claudia

  3. Dankeschön für den wirklich schönen Bericht. Wir sind ab der kommenden Woche für einige Tage in der Gegend und werden uns das so schön beschriebene Ressort unbedingt auch ansehen … 🙂

    Liebe Grüße in den Norden
    Hanna

  4. Hallo Claudia,
    sehr schöner Bericht über diese teure Gegend. Eine Übernachtung???? Man sollte nie niemals sagen. Ich werde anfangen dafür zu sparen.
    Gruß
    Dieter

  5. Hallo Claudia,

    die Bilder machen Lust, der Enge der Grossstadt zu entfliehen und sich frischen Seewind um die Nase wehen zu lassen. Vielen Dank für die Impressionen!!

    Gruß,

    Andreas

    1. Lieber Andreas,

      vielen Dank. Es ist ein dickes Kompliment, wenn wir mit unseren Beiträgen Menschen erreichen und ansprechen können.

      Liebe Grüße
      Claudia

  6. Hallo,
    Der Bericht ist wirklich toll und die Anlage ist wunderschön geworden.
    Ich komme aus einem Dorf, was von Weißenhaus nur 4km entfernt ist – daher kenne ich leider auch die ‚unschönen‘ Details..Vor einigen Jahren wohnten noch Menschen wie du und ich in den Häusern!
    Sie waren alle dazu gezwungen ihr zu Hause zu verlassen, weil der nette Herr sich dazu entschlossen hatte ALLES wegzukaufen..In der Umgebung kommt das alles andere als gut an..

  7. Hi Saskia & alle Eitz-Fans ! Bin zwar aus HH, der Eitz ist aber meine zweite (Seelen-) Heimat ! Daher hat es mich sehr betroffen gemacht, als ich bei Baubeginn unvermittelt vor aufgerissenen Straßen u. Flächen stand. Völlig unwissend, welcher Wahnsinnige hier wütet u. diese Umpflügung „befohlen“ hat … Das es nicht immer im alten Bauzustand erhalten wird werden können, war allen „Insidern“ u. ausreichend sensiblen Besuchern ebenfalls klar … ! Ein zweites Heiligendamm – unvorstellbar ! Die Argumente sind also zweischneidig, jede Seite der Medaille hat seine berechtigten Argumente. FAZIT: Hoffentlich bleibt diese „Schönheit“ so unverbraucht idyllisch u. weiterhin frei zugänglich !!! Es ist eine HEIMAT für ALLE, BUISNESS hin oder her . . . Einheimische gehören nicht vertrieben – denn wo bleibt sonst die „unverbraucht natürliche“ Philosophie des Konzeptes ?! Es grüßt eine aufmerksam Liebende Eitz-Anhängerin

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