Glück ist, wenn man trotzdem lacht

Eine grandiose InselAuszeit auf Amrum mit einer ganz besonderen Überraschung // Foto: Ralph Kerpa

Unseren Urlaubsort können wir uns in der Regel selber aussuchen, das passende Wetter dazu eher nicht. Aber ganz ehrlich, hängt dein Urlaubs-Glück wirklich vom Wetter ab?

Zugegeben, diesen Sommer wurden wir alle auf eine ziemlich harte Probe gestellt. Die Anzahl der Regentage war in diesem Jahr enorm, aber muss der Urlaub deshalb auch gleich ins Wasser fallen? Wir finden nein und erst recht nicht, wenn der Urlaub an der Nordsee stattfindet. Nirgendwo sonst kann ein Urlaub so vielfältig sein, ganz gleich wie das Wetter ist.

Eine grandiose InselAuszeit auf Amrum mit einer ganz besonderen Überraschung // Foto: Ralph Kerpa

Echtes Nordsee-Glück

Echten Nordseefans erzählen wir da natürlich nichts Neues, die wissen längst, dass ihr Glück nicht vom Wetter abhängt. Allen Skeptikern möchten wir mit diesem Beitrag zeigen, wie schön ein Strandtag auch ohne Badewetter sein kann.

Eine grandiose InselAuszeit auf Amrum mit einer ganz besonderen Überraschung // Foto: Ralph Kerpa

Erst einmal vorweg genommen, das Wetter an der Nordsee ändert sich eh permanent. Während sich auf dem Festland Regenfronten oft hartnäckig über Stunden halten, ziehen sie an der Küste und erst recht auf den Inseln, wie hier auf Amrum, meistens schnell vorüber.

Wenn die Wolken ziehen

Heute war so ein Tag. Eigentlich sollte es den ganzen Tag in Strömen regnen und das mitten im August. Was also tun? Ganz einfach, warm war es ja, also schlüpften wir in unsere kurzen Hosen. Barfuß laufen kann man schließlich auch im Regen und am Strand sowieso. Sollten die Beine vom Regen nass werden, macht das nichts. Oben drüber zogen wir es vor uns regenfeste Jacken anzuziehen. Meine ist glücklicherweise so lang, dass sie sogar noch über meine kurze Hose reicht. So stratzten wir beide los. Ab an den Strand, ab zum Kniepsand.

Eine grandiose InselAuszeit auf Amrum mit einer ganz besonderen Überraschung // Foto: Ralph Kerpa

Über der Nordsee braute sich die Regenfront bereits zusammen. Die dunklen Wolken sahen sehr eindrucksvoll aus. Überhaupt finden wir, dass man nirgendwo sonst die Wolken so schön ziehen sehen kann wie an der Nordsee. Der Wind frischte auf ohne wirklich kalt zu werden. Im Gegenteil, beim Laufen war es sogar richtig angenehm, selbst barfuß im Wasser. So liefen wir erst einmal um die Nordspitze und später noch weiter am Kniepsand entlang. Das war nicht nur traumhaft, für uns war es Glück pur.

Eine grandiose InselAuszeit auf Amrum mit einer ganz besonderen Überraschung // Foto: Ralph Kerpa

Natürlich liebe ich die Sonne und ihre Wärme, nicht dass hier ein falscher Eindruck entsteht. Ich bin aber auch der Meinung, dass dein persönliches Glück nicht vom Wetter abhängt. Vielmehr ist es doch, was du daraus machst. Früher wollte ich es auch nicht wahr haben, aber inzwischen lebe und liebe ich es. Hätte man mir heute einen Tag im Süden im Tausch angeboten, hätte ich dankend abgelehnt. Tage wie heute sind einfach eine Wohltat für Geist und Seele.

Glück ist außerdem…

… wenn die Wolkenfronten nicht nur für atemberaubende Stimmungen am Himmel sorgen, sondern Ralph auch jede Menge eindrucksvolle Fotomotive bescherten. Eine Zeitlang genossen wir es einfach nur dazusitzen und die Wolken beim Vorbeiziehen zu beobachten. Glück ist aber auch, wenn die meisten Regenwolken über Amrum hinwegziehen, um sich über der Nordsee oder am Festland abzuregnen.

Eine grandiose InselAuszeit auf Amrum mit einer ganz besonderen Überraschung // Foto: Ralph Kerpa

Wir also auf dem Rückweg sogar noch mit schönstem Sonnenschein und blauem Himmel belohnt wurden. Für uns war das ein absolut gelungener Tag mit vielen tollen Eindrücken und Strandgut-Funden, den wir ganz sicher nicht hätten erleben dürfen, würden wir aufgrund des Wetters Trübsal blasen.

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18 Gedanken zu „Glück ist, wenn man trotzdem lacht

  1. Moin liebe Nordlichter,
    oh, Du sprichst mir aus der Seele! Den echten Meermenschen kann nichts aus den (Strand-) Latschen hauen.
    Ehrlich gesagt, sind solche Tage, wie Du ihn beschreibst, die allerliebsten, denn es ist kaum ein Mensch anzutreffen und man kann so herrlich ungestört seine Gedanken ziehen lassen.
    Glück ist: Überhaupt am Meer zu sein!
    Liebe Grüße von einer Landratte, die gerne am Meer leben möchte…
    Martina

    1. Moin du liebe Landratte,

      da hast du absolut Recht, die Gedanken können einfach so ziehen und es tut so gut. 😉
      Obwohl es an dem Tag sogar trocken blieb, waren kaum Menschen am Strand. Für mich unfassbar, aber es soll ja jeder machen wie er mag. Ob die wissen was sie eigentlich verpassen?

      Heute sendet dir eine liebe Grüße, die mit jeder Menge Hummeln im Bauch zu kämpfen hat. 😉 Noch zwei Tage bis zur Schlüsselübergabe. Hach… 😉

      Herzlichst,
      Claudia

      1. Das glaube ich Dir aufs Wort! Es ist auch schon etwas sehr Besonderes, die Schlüsselübergabe fürs eigene Heim. Ich freu mich mit Euch und bin gespannt wie ein Flitzebogen auf das Ergebnis Eurer Suche, der Renovierung und überhaupt…
        Vorfreude ist einfach herrlich!
        Liebe Grüße
        Martina

  2. Moin ihr Zwei, eure positive Denke ist immer wieder erfrischend und Mut machend. Schön. Und das wird euch auch sicher bei Eurem Projekt hilfreich sein. Freue mich schon auf Eure Berichte und Bilder. Schöne restliche Woche noch und LG z.Zt. aus dem Schwarzwald, Sabine (an die See war es für 3 Tage zu weit )

    1. Moin liebe Sabine,

      Dankeschön für die lieben Zeilen.
      Dein Wort in Gottes Ohr kann ich da nur sagen. Momentan brauchen wir ganz viel positive Energie und Zuspruch, denn es gibt leider Probleme bei der für Morgen geplanten Schlüsselübergabe. Etwas später werde ich mehr dazu schreiben, momentan wünschen ich mir nur ein Wunder, also bitte Daumen drücken.

      Herzliche Grüße,
      Claudia

      PS: Auch der Schwarzwald hat seine schönen Seiten. 😉

      1. Moin Claudia,
        Das drücke ich euch aber diese von fest die Daumen und denke an euch.
        Ja, der Schwarzwald ist herrlich. Da wir ihn ja quasi vor der Haustür haben, sind wie oft dort und genießen ihn mit allen Sinnen. Jede Landschaft hat ihre schönen Seiten.
        LG Sabine

      2. Hi du,

        dankeschön, das ist lieb von dir und baut mich auf. 🙂

        Wir waren vor vielen Jahren mal im Schwarzwald und haben uns dort umgesehen. Ist eine völlig andere Landschafts-Welt, aber nicht weniger faszinierend. Bäume und Wälder sind einfach fantastisch.

        Ganz liebe Grüße,
        Claudia

  3. Moin Süsse
    Deine aufmunternden Worte bezüglich des nordischen Wetters finde auch ich immer wieder erbaulich…..Gerade weil wir unsere zukünftige, neue Heimat fast nur bei strömendem Regen erlebten in diesem Jahr.
    Ich hoffe, ihr kommt gut voran mit dem Umzug, bin in Gedanken oft bei euch…..ganz besonders, wenn ich wieder eine weitere Umzugsschachtel beschriftet habe….lach….( und es sind mittlerweile schon einige )
    Gutes Gelingen und viel Schwung wünsche ich euch von Herzen

    Liebste Grüsse aus der Schweiz
    Sabina

    1. Moin du Liebe,

      Dankeschön, das freut mich.

      Oh man… ich wünschte, ich könnte dir jetzt positive Dinge berichten. Ich glaube, jetzt sind wir es Mal, die ganz viel Mut und Zuspruch brauchen.

      Eigentlich sollte Samstag die Schlüsselübergabe sein. Bereits schon vier Tage später als anfänglich ausgemacht. Ab heute soll(t)en die Handwerker mit ihren Arbeiten beginnen, damit wir erste Maßnahmen ergreifen, um überhaupt selbst in zwei Wochen einziehen zu können.

      Nun der Schock, das ganze Haus steht nach wie vor voll mit Möbeln und Kartons der Vorbesitzerin. Das Objekt, in das sie einziehen wollte ist vorerst nicht mehr bewohnbar, weil dort die Heizung geplatzt ist und nun alle Wände feucht sind. Woher so schnell eine neue Bleibe für sie finden?! Alle Vermieter blocken, wenn sie hören, dass sie sechs Katzen hat. Sie, die Tiere, die Möbel … alles muss erst raus, sonst können wir nicht beginnen und uns läuft jetzt selber die Zeit weg.

      Wir waren am Samstag oben, um wenigstens erstmal unsere Pflanzen aus dem Garten nach oben zu bringen, die ich nur zum Teil geschafft habe wieder unter die Erde zu bringen. Wir wollten dort nächtigen und gestern bereits mit dem Abriss beginnen, aber keine Chance. Stattdessen sind wir beide Tage gefahren, das sind jedes Mal sechs Stunden, die uns vom Tag fehlen.

      Es ist eine total verzwickte Situation. Wir selber kommen nicht weiter, mögen aber auch nicht mit der Brechstange agieren, denn sie kann ja nichts für die Situation. Im Gegenteil, sie tut uns fürchterlich leid.

      Tja, wie du siehst… wir sind gerade Rudi-Ratlos und könnten jetzt Hilfe, Mut, Zuspruch, Glück und jede Menge Engel gebrauchen.

      Liebe Grüße,
      Claudia

      1. Hier meine Engel für euch, verbunden mit ganz vielen guten Gedanken und Daumen drücken.
        LG, Sabine

        PS. ging wohl beim 1. Mal wieder verschütt

      2. Liebe Claudia,
        hört sich furchtbar an!
        Also eigentlich müsste eine Versicherung greifen, die der Dame eine Bleibe ermöglicht. Im Notfall müsste sie ins Hotel oder eine Ferienwohnung (zum Glück ist momentan überall nichts los). Ihr Umzugsunternehmen kann sicher die Möbel in einem Lager zwischen deponieren.
        Es kann aber nicht sein, dass Ihr jetzt davon so betroffen seid. Letztendlich habt Ihr notariell einen Vertrag beurkundet und die Zahlung fließt auch erst bei tatsächlicher Übergabe (in der Regel).
        Jetzt heißt es schnell handeln. Aber die Voreigentümerin weiß das mit dem neuen Haus doch sicherlich nicht erst seit gestern????
        Sehr merkwürdig finde ich das.
        Liebe Grüße
        Martina

      3. Hey du Liebe,

        tja… momentan ist es auch grausig.
        Hier in NF läuft alles noch ein wenig anders, per Handschlag und oft auch ohne Vertrag, so wie in diesem Fall. Von daher wird keine Versicherung greifen.
        Das mit dem Einlagern ist richtig und hoffentlich für heute auch angedacht. Wir haben das so zumindest abgesprochen, dass ihre Sachen heute raus müssen. Ich hoffe, das passiert auch. Zu blöd, die Entfernung, wir können es einfach nicht überwachen. Erst Morgen sind wir wieder da.

        Gestern hat sie schon den ganzen Tag herum telefoniert, wegen einer Ferienwohnung, um dort erstmal unterzukommen. Problem sind nur die Katzen. Kein Vermieter und schon (gar) kein Ferienhausbesitzer akzeptiert sechs Katzen. Zudem muss die Gute auch selbst wieder eine Möglichkeit zum Arbeiten haben, denn auch sie ist selbständig. Alles ganz schön verzwickt. Sorgt gerade jedenfalls für mächtig schlaflose Nächte.

        Na ja, in diesem Fall greift wohl höhere Gewalt. Sie wollte ja am 02. November mit Sack und Pack ausziehen, was dann ja aber hinfällig wurde. Wann genau das mit dem Schaden entstanden ist, weiß ich nicht. Auch sie hatte ja schon in der neuen Bleibe ihre Pflänzchen von einem Gärtner setzen lassen.

        Wir treiben unser Vorhaben trotzdem voran. Unsere Jungs sollen heute anrücken und auch der Schutt-Container ist für Morgen bestellt. Sie muss also raus. Ich weiß, dass es unser Recht ist, aber ich bin auch sehr weich und mitfühlend, wenn ich weiß, dass jemand in Not ist.

        Das mit dem Vertrag ist richtig. Obwohl es nicht mehr üblich ist, ein Notaranderkonto zu haben, haben wir es sinnigerweise trotzdem gemacht. Dort ist das Geld so lange geparkt, bis wir das Haus frei zur Verfügung haben. Vorher fließt kein Cent.

        Also, weiterhin Daumen drücken. Wir können jetzt jeglichen Zuspruch gebrauchen.

        Herzlichst,
        Claudia

  4. Hallo Du Liebe,

    wir drücken alle Daumen und Pfoten für Euch, dass es klappt und ihre Möbel tatsächlich heute eingelagert werden, Eure Jungs loslegen können und alles gut wird (dann bestimmt umso schöner nach so einem Start).
    Wegen der Katzen fällt mir spontan noch eine Tierpension für den absoluten Notfalls ein. Glaub mir, das geht alles, wenn es muss, auch wenn man seine Fellnase noch so sehr liebt.

    Viele liebe Grüße und toi, toi, toi
    Martina

  5. Hey, du Liebe

    Jetzt bin ich aber fast aus den Socken gekippt…das ist ja ÄTZEND !!!! Das tut mir aber echt leid, dass euer Vorhaben nun auf so eine Art und Weise blockiert wird….
    „Mal ne ganze Armee Schutzengel, Wikingergeister und Helferlein sendet“
    Aber – GEHT NICHT GIBTS NICHT !
    Wie Martina schon sagte, die Katzen könnten vorläufig in einem Tierheim unterkommen, man kann ja die Situation erklären. Und die Besitzerin findet zur Zeit sicher eine Ferienwohnung, in der sie vorerst wohnen könnte. Man kennt sie doch sicher im Dorf und wird ihr – ganz in Nordfriesischer Manier helfen oder?
    Dein Mitgefühl für ihre missliche Lage ehrt dich sehr, aber hier geht es um eure Existenz und da müsst ihr schon auch euch selbst erstmal im Fokus haben. So blöd das klingt. Sehr gut, habt ihr das mit dem Notaranderkonto gemacht, es geht hier um viel Geld und euer neues Zuhause. Sie muss sich jetzt tummeln, Mitleid hin oder her. ( 6 Katzen finde ich ohnehin schon heftig, aber das ist ja nicht das Thema )
    Die Gute muss nun schnell in eine Ferienwohnung und die Fellnasen in eine Unterkunft.
    Das geht alles, ihr werdet sehen.
    Dennoch verstehe ich eure Enttäuschung über diese lästigen Umstände und Verzögerungen.
    Ihr seid über soo viele Irrwege in eurer neuen Heimat gelandet, vielleicht ist das euer persönliches Programm, sich nicht unterkriegen zu lassen, jedem Hindernis zu trotzen und sich der Situation zu stellen. Herumgeschippert seid ihr nun lang genug auf eurer Suche.
    Nun sollen die Jungs antraben, alles wird gut. Ich schick euch zur Verstärkung noch ein paar helvetische Berggeister wenn es sein muss!!!

    Drücke euch gaaanz fest die Daumen 🙂 bitte lasst uns teilhaben, wie alles weitergeht.

    Dicker Knuddler aus der Schweiz
    Sabina

    1. Hallo du liebe Maus,

      danke für deine mitfühlenden Worte. Wir nehmen sie alle… Schutzengel, Wikingergeister, Helferlein und auch helvetische Berggeister. 😉

      Was für ein Mist. Seit Donnerstag Abend gehen wir nun schon durch diese Hölle und haben kaum geschlafen, nein eigentlich gar nicht geschlafen. Was für ein Wechselbad der Gefühle. Wissen momentan auch gar nicht so genau wie der Stand der Dinge ist. Samstag waren wir schon halbwegs wieder frohen Mutes und gestern hatten wir das Gefühl, alle Absprachen werden wieder über Bord geworfen. Heute sind wir im alten Zuhause und organisieren fleißig alles Mögliche. Wir hoffen sehr, dass wir Morgen in eine leere Bude fahren. Klar können wir Druck aufbauen, aber das wäre dann erstmal kontraproduktiv, denn wenn sie sich sperren sollte, aus welchen Gründen auch immer, dann müssen wir über eine Zwangsräumung gehen. Dieses Prozedere dauert natürlich auch wieder seine Zeit und dann müssten wir uns nicht nur um eine neue Bleibe für sie kümmern, sondern das Ganze auch noch bezahlen. Ein Stress, den wir jetzt nicht auch noch gebrauchen können. Insofern hoffen wir ganz inständig auf Einsicht.

      Wenn wir schaffen, dann halten wir euch auf dem Laufenden. Ansonsten gibt es ganz sicher noch Mal einen Special-Beitrag zu unserem Abenteuer.

      Dicken Knuddel zurück,
      Claudia

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