Gänsehaut beim Hamburger Hafengeburtstag

Der Hamburger Hafen feiert seinen 828. Hafengeburtstag // Foto: MeerART

Ob wir dieses Jahr auch zum Hafengeburtstag kommen würden, stand lange in den Sternen. Doch es hat nicht nur geklappt, sondern uns auch reichlich Gänsehaut beschert.

Hamburg feierte seinen 828. Hafengeburtstag

Der Hamburger Hafen feiert seinen 828. Hafengeburtstag // Foto: MeerART

Es ist immer wieder faszinierend zu sehen, wie viele Menschen sich von dem Großereignis Hamburger Hafengeburtstag anziehen lassen. Dabei scheint das Wetter offenbar egal zu sein. Selbst wenn das Wetter mal nicht so prall ist, ziehen Menschentrauben dichtgedrängt durch die Straßen. Die einen neugierig auf die Schiffe, die anderen einfach in Feierlaune.

Der Hamburger Hafen feiert seinen 828. Hafengeburtstag // Foto: MeerART

Wer keinen Bock auf den Trubel hat und einfach nur in Ruhe Schiffe gucken will, war bisher immer auf der anderen Hafenseite gut aufgehoben. Doch das ist lange kein Geheimtipp mehr und so wird es immer schwieriger dort ein schönes Plätzchen zu finden.

Schiffe gucken mit Hindernissen

Während wir uns früher immer am Strand nahe der Musical-Theater aufhielten, ist dieser mittlerweile komplett gesperrt. Im letzten Jahr gab es noch ein paar geduldete Schlupflöcher, doch das war in diesem Jahr definitiv nicht mehr erlaubt bzw. möglich. Alles sammelt und tummelt sich nun auf den Freiflächen vor den Musicals.

Der Hamburger Hafen feiert seinen 828. Hafengeburtstag // Foto: MeerART

Das ist natürlich weniger schön, erst recht, wenn man eigentlich nur ein paar schöne Aufnahmen von den Schiffen machen möchte. Etwas abseits haben wir dann aber noch ein nettes Plätzchen gefunden und konnten dem Treiben auf der Elbe zusehen. Uns persönlich gefallen die Traditionssegler am besten. Schade nur, dass man sie so selten unter vollen Segeln sieht.

Der Hamburger Hafen feiert seinen 828. Hafengeburtstag // Foto: MeerART

Seitdem wir eine so tolle Zeit auf der Insel Texel hatten und dort auch viel über die dortige Schifffahrt erfahren haben, freuen wir uns immer besonders auf die niederländischen Gäste. Schon irre, dass sie so vielen auf den Weg machen (natürlich auch aus anderen Ländern), nur um beim Hamburger Hafengeburtstag dabei sein zu können.

Der Hamburger Hafen feiert seinen 828. Hafengeburtstag // Foto: MeerART

Aber auch das normale Hafengeschehen geht an so einem Hafengeburtstag weiter und so wurden wir Zeuge eine spektakulären Ablegemanövers eines Feederschiffes. Auch wenn es zu ihrem täglichen Brot gehört, ist es immer wieder spannend zu sehen, wie präzise diese großen Schiffe auf so engem Raum gedreht werden.

Der Hamburger Hafen feiert seinen 828. Hafengeburtstag // Foto: MeerART

Schon an normalen Tagen ist so ein Wendemanöver beeindruckend, aber während des Hafengeburtstags müssen die Lotsen und Kapitäne schließlich auch noch ein Auge auf die vielen Freizeitskipper haben, die sich ja bekanntlich nicht alle an die Regeln halten. 😉

Gänsehaut bei der Seenotrettungsübung

Jedes Jahr findet am Samstag auch eine Seenotrettungsübung statt, bei der die Zuschauer mit anschauen können, wie so eine Rettungsaktion von der Marine aussieht. Da wir in den letzten Jahren regelmäßig auf dem Hafengeburtstag waren, haben wir ihr meist kaum noch Beachtung geschenkt, aber dieses Jahr war das irgendwie anders.

Der Hamburger Hafen feiert seinen 828. Hafengeburtstag // Foto: MeerART

Nachdem die Rettungsübung erst mit einem lauten Knall begann, der fingierte Brand auf dem Schiff und dann ein Polizei- und ein Marine-Hubschrauber sich dem Geschenken näherten, ging mir das diesmal durch Marg und Bein.

Der Hamburger Hafen feiert seinen 828. Hafengeburtstag // Foto: MeerART

Keine Ahnung ob das an den gehäuften und immer näher kommenden Terroranschlägen liegt, aber ganz besonders, als ich den Marine-Hubschrauber so dicht an uns vorbeifliegen sah und die Gischt der Elbe zu allen Seiten spritzte, musste ich plötzlich an die vielen Menschen auf der Welt denken, die tagtäglich diesen Szenarien ausgesetzt sind. Nur, dass das bei denen keine Übung, sondern bitterer Ernst ist.

Der Hamburger Hafen feiert seinen 828. Hafengeburtstag // Foto: MeerART

Außerdem weiß man ja nie, wann und wo man dem Terror als nächstes ausgeliefert wird. Der Hamburger Hafengeburtstag ist schließlich auch eine Großveranstaltung, außerdem waren Wahlen in Schleswig-Holstein.

Der Hamburger Hafen feiert seinen 828. Hafengeburtstag // Foto: MeerART

Wir gehören zwar nicht zu den Menschen, die sich von der Angst lähmen lassen, aber ein komisches Gefühl im Bauch lässt sich manchmal trotzdem nicht leugnen. Die Piloten hatten jedenfalls sichtlichen Spaß, das konnte man aus ihrer Show-Einlage deutlich ablesen.

Der Hamburger Hafen feiert seinen 828. Hafengeburtstag // Foto: MeerART

Heute, beim Schreiben des Beitrages, bin ich sichtlich froh, dass nichts passiert ist und die Menschen, in welcher Form auch immer, ihren Spaß hatten. Trotzdem möchte ich diesen Beitrag mit ein paar persönlichen Worten abschließen. Ein Leben kann so schnell vorbei sein, durch was auch immer, also lebt und genießt euer Leben. Hetzt nicht irgendwelchen Idealen nach, sondern seid ihr selbst. Versucht euch jeden Tag so zu gestalten, als könnte es der letzte sein.

Von Herzen,
euer MeerART-Team,
Claudia und Ralph

4 Gedanken zu „Gänsehaut beim Hamburger Hafengeburtstag

  1. Liebe Claudia,

    Ihr habt ja sehr schöne Bilder vom Hafengeburtstag gemacht, den ich in diesem Jahr ausnahmsweise nicht besucht habe, weil wir am letzten Wochenende verreist sind.

    Ich habe am 4. Mai allerdings in Wedel mit einer Freundin darauf auf die Lisa von Lübeck gewartet, die in diesem Jahr auch mal wieder am Hafengeburtstag teilnimmt. Zu dieser Kraweel habe ich eine besondere Beziehung, weil ich mit einigen Leuten der Crew seit dem letzten Jahr befreundet bin und am 20. Mai auch wieder an einer FB-Gruppenfahrt teilnehme.
    Die Einlaufparade habe ich noch im Fernsehen verfolgt und war erstaunt, wieviele der Schiffe ich doch schon kenne.

    Ganz liebe Grüße an Euch zwei
    Karin

    1. Moin liebe Karin,

      danke dir. Freut uns, dass sie dir gefallen.
      Dieses Jahr waren wir aber auch nur kurz da. Wenn man erhlich ist, ist es ja immer das Gleiche. 😉 Man verpasst also nichts, wenn man mal nicht kommt. Außerdem ist es ja auch schön mal etwas anderes zu sehen.
      Die Lisa von Lübeck haben wir auch gesehen. Leider konnten wir sie nicht richtig erwischen, da ständig andere Schiffe um sie herum waren. Dass du zu ihr eine besondere Beziehung hast ist doch klar. Würde uns dann auch nicht anders gehen. Das mit den Schiffen geht uns mittlerweile auch so. Ist schon witzig, macht aber irgendwie Spaß.

      Bei der Ausfahrt mit der Gruppe wünschen wir dir ganz viel Spaß. Das wird bestimmt wieder lustig. Genieß es.

      Schönes Wochenende,
      Claudia

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