Fehmarn – Lust oder Frust?

Der idyllische Strandabschnitt zwischen Staberhuck und Katharinenhof auf Fehmarn // Foto: MeerART

Eigentlich war der Plan an den Strand zu fahren, um wieder mal schöne Stimmungen einzufangen. Doch was tut man, wenn man den weiten Weg auf sich genommen hat und dann so gar kein Licht da ist? Das Licht noch nicht mal für S/W-Aufnahmen taugt und die Kamera in der Tasche besser aufgehoben ist, als in der Hand. Frust schieben? Von wegen…

Das Leben ist zu kurz, um Frust zu schieben. Es gibt genug Möglichkeiten sich auch so zu vergnügen, selbst wenn es eigentlich anders geplant war. Wer die Wahl hat, hat die Qual. Entweder lässt man den Strand Strand sein und sucht sich ganz was anderes. Möglichkeiten gibt es auf Fehmarn schließlich viele.

Der idyllische Strandabschnitt zwischen Staberhuck und Katharinenhof auf Fehmarn // Foto: MeerART

Wer die Wahl hat…

Man könnte sich vielleicht mal kulturell vergnügen, dass das sogar auf Fehmarn super möglich ist, haben wir kürzlich erst selbst erfahren und uns auf die Spuren von „Kirchners Paradies“ begeben.

Der idyllische Strandabschnitt zwischen Staberhuck und Katharinenhof auf Fehmarn // Foto: MeerART

Man könnte aber auch eines der vielen Hofcafés stürmen und sich einfach mal den Bauch vollschlagen. Das uns nach der zweistündigen Autofahrt lieber der Sinn nach Bewegung stand, suchten wir uns einen schönen Strand aus, um einer unserer Leidenschaften nachzugehen. Steine sammeln.

Der idyllische Strandabschnitt zwischen Staberhuck und Katharinenhof auf Fehmarn // Foto: MeerART

Steinstrände gibt es auf Fehmarn viele, vor allem an der Ostküste und so überlegten wir nicht lange und fuhren rüber nach Staberhuk. Die Steinstrände sind nicht nur aus geologischer Sicht sehr interessant, sondern auch um einer Sammelleidenschaft nachzugehen. Schließlich haben wir von hier schon den einen oder anderen schönen Stein mit nach Hause gebracht.

Fast wie Meditation

Bis auf zwei, drei Fotos, damit wir was für unseren Beitrag haben, blieb die Kamera auch tatsächlich in der Tasche. Stattdessen wurde die Jutetasche gezückt – ein Utensil, das bei uns nie fehlen darf. Unsere Augen suchten von nun an den Strand nach den schönsten Steinen ab. Nicht nur, dass man sich dabei total verlieren kann, je länger man guckt, desto mehr entdeckt man auch.

Der idyllische Strandabschnitt zwischen Staberhuck und Katharinenhof auf Fehmarn // Foto: MeerART

Während wir oft nur hier und da mal einen Hühnergott fanden, hatten wir hier das Gefühl in ein Nest getreten zu sein. Überall lagen welche herum, und zwar in allen nur erdenklichen Größen, Formen und Farben. Es dauerte gar nicht lange und wir hatten viele, schöne Exemplare zusammen, die nun zuhause auf ihre Weiterverarbeitung warten.

Der idyllische Strandabschnitt zwischen Staberhuck und Katharinenhof auf Fehmarn // Foto: MeerART

Wie ihr seht, man könnte Frust schieben, aber es lohnt einfach nicht. Stattdessen hatten wir einen richtig schönen und entspannten, – schon fast – meditativen Spaziergang am Strand und machten sogar noch reichlich Beute. 😉

12 Gedanken zu „Fehmarn – Lust oder Frust?

  1. Ich glaube das ist wie mit dem Satz: ‚Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung‘. Das Licht taugt immer für Fotos, aber wir erwarten meist etwas Anderes von ihm und sind dann enttäuscht und motivationlos, wenn wir nicht das Licht bekommen, das wir gerne gehabt hätten. Ich mag die Bilder auch mit dem verhangenen Himmel. Ich mag diese Ausgewogenheit, die die Küste dann bekommt. 🙂

    1. Moin Michaela,

      da hast du nicht ganz unrecht. Eigentlich geht uns das ganz genauso. Die See kann man definitiv bei jedem Wetter genießen. Was die Fotos angeht, mögen wir inzwischen die Schönwetterbilder gar nicht mehr so gern. Bilder mit den entsprechenden Spannungen im Himmel sind viel schöner, aber die sollten schon da sein. Wenn nur Einheitsbrei am Himmel ist ohne jegliche Zeichnung, dann macht es aus fotografischer Sicht eher keinen Spaß. Dafür war das Wetter perfekt zum Steine sammeln. 😉

      Liebe Grüße,
      Claudia

    1. Moin Michaela,

      natürlich lassen wir uns davon nicht unterkriegen. 😉
      Du glaub mir, der Blick fiel ständig auf’s Wasser, aber einen Schweinwal haben wir dort leider noch nie gesehen.

      Herzliche Grüße,
      Claudia

  2. Moin Ihr Lieben,
    keine Menschenseele am Strand, Natur pur und die Wetterstimmung. Eigentlich liebe ich das sehr (also in DK ist das wunderbar). Man ist so schön mit sich, der Natur und der Weite alleine. Für mich Freiheit pur.
    Und den Kopf mit Blick nach unten zum Sammeln, da vergisst man die Zeit und alles ringsum. Ich wäre gerne dabei gewesen und bin gespannt, was Ihr aus den Steinen zaubert.
    Ein schönes Wochenende und
    liebe Grüße
    Martina

    1. Moin liebe Martina,

      das geht uns ganz genauso, ganz gleich wo. Es tut so gut, seinen Gedanken einfach mal freien Lauf zu lassen oder aber sogar an gar nichts zu denken. Das ist dann noch besser.
      Zuhause komme ich nie so zu Ruhe wie am Strand. Dort ist der perfekte Ort zum Abschalten.

      Wir werden es verraten, aber es dauert noch eine Weile. Erstmal wird fleißig gesammelt und weiter ein Atelier gesucht. 😉

      Liebe Grüße,
      Claudia

  3. Moin ihr beiden „Gelumpe“-Sammler 🙂
    …wunderbar, so ´ne kleine Auszeit und zudem noch steinreich!!
    Die Fotos haben für mich so was behutsam Zartes und andererseits ganz viel Stärke, wohl grade wegen der Stimmung am Himmel 😉
    …da bekomm´ ich doch gleich wieder Lust auf Mee(h)r

    Ganz dolle Spaß beim kreativen Verarbeiten!!!!
    Liebe Grüße von mir zu Euch
    Christa

    1. Moin Christa,

      oh wie schön wieder von dir zu hören. Das freut uns ganz doll.
      Ha… selber Gelumpe-Sammlerin. 😉 Du bist ja genauso verrückt wie wir, aber es macht auch so viel Spaß. Und wie ich bereits Martina schrieb, es ist so wahnsinnig entspannend.

      Mir persönlich gefallen diese Stimmungen mittlerweile auch viel besser, als der ewige blaue Himmel. Doch das erzähl mal einem Fotografen. 😉 Der will verständlicherweise immer den perfekten Moment erwischen, aber das geht leider nicht immer wie man will. Und statt Frust zu schieben, dann doch lieber Gelumpe sammeln.

      Wir grüßen dich ganz lieb zurück,
      Claudia

  4. Liebe Claudia,

    wunderschöne Bilder von Fehmarn habt Ihr da mitgebracht.
    Steine zu sammeln ist auch meine Leidenschaft, wenn ich am Meer bin. Mir geht’s da genau wie Euch. Je mehr ich suche, entdecke ich immer mehr schöne Steine. Zuhause habe ich schon eine recht große Sammlung. Aber irgendwann weiß ich dann nicht mehr, wohin damit.

    Wir haben das anfangs trübe und dann doch immer schönere Wetter am Wochenende auch gut genutzt. Freitag im Theater, heute beim Marathon in Hamburg zugesehen und am Nachmittag noch eine Hafenrundfahrt gemacht. Es war rundum toll.

    Liebe Grüße, auch an Ralph,
    von Karin

    1. Moin liebe Karin,

      dankeschön, ich finde das ja auch, aber Ralph ist damit eher nicht so zufrieden. Das kann ich wiederum aber auch verstehen, als Profi möchte man es perfekt haben und nicht irgend so ein wischi-waschi. 😉

      Ich weiß gar nicht was ich lieber sammel, Steine, Muscheln oder Holz. Mein Herz schlägt irgendwie für alles und ich richte mich einfach nach dem Strand und seinen Gegenheiten. Vieles davon ist bei uns dekoriert, manches wartet noch darauf, dass es kreativ um- bzw. eingesetzt wird. 😉

      Freut mich, dass ihr euch von dem Wetter auch nicht abschrecken lasst. Aber ich glaube, ich habe dir ja schon oft geschrieben, dass ich deine Frohnatur und deinen Unternehmergeist einfach großartig finde. Ich hoffe, wir können das für uns auch ganz lange bewahren. Es macht das Leben so viel reicher.

      Ganz liebe Grüße zurück
      (auch von Ralph),
      Claudia

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