(M)ein Schnupperkurs im Kitesurfen

Kitesurfen im Schnupperkurs auf der Sonneinsel Fehmarn // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Zugegeben, freiwillig wäre ich wohl nie auf die Idee gekommen einen Schnupperkurs im Kitesurfen zu absolvieren, aber wie wir in der Vergangenheit schon oft erfahren haben, steckt unser MeerART-Leben voller Überraschungen.

Wir leben im Land zwischen den Meeren, haben nicht nur die Nord- und Ostsee vor der Tür sondern auch zahlreiche Seen und Flüsse. Kein Wunder, dass vielen der Wassersport quasi in die Wiege gelegt wird. Eigentlich.

Kitesurfen im Schnupperkurs auf der Sonneinsel Fehmarn // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Es gibt Menschen – und dazu zählen wir auch irgendwie – die trotz Wasseraffinität nur selten bis gar nicht damit in Berührung gekommen sind. Außer schwimmen natürlich, das lernte man selbstverständlich schon als kleines Kind. Oder aus einer Urlaubslaune heraus hatte ich mit Anfang zwanzig mal einen Schnupperkurs im Windsurfen. Ach ja – schmunzel – Tretbootfahren, das hatte man auch schon mal gemacht.

Kitesurfen im Schnupperkurs auf der Sonneinsel Fehmarn // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Unverhofft kommt oft

Seitdem wir unser kleines, süßes Projekt MeerART haben, öffnen sich plötzlich Türen und Möglichkeiten Dinge auszuprobieren, wovon wir früher gar nicht erst zu träumen gewagt hätten. Ein Beispiel ist die Kooperation mit dem Tourismus Service Fehmarn und der Tatsache, dass wir in deren Auftrag unterschiedliche Dinge ausprobieren dürfen, um dann darüber zu schreiben.

Neulich waren wir in Sachen Wassersport auf Fehmarn unterwegs. Da wir aber nicht über Luftblasen schreiben, sondern nur über Dinge, die wir auch wirklich erlebt haben, wurde ich kurzerhand von Meike (TSF) für einen Schupperkurs im Kitesurfen angemeldet. O-Ton von ihr: „Da musst du jetzt durch“. 😉

Kitesurfen im Schnupperkurs auf der Sonneinsel Fehmarn

Puh, mein Kribbeln im Bauch konnte ich nicht leugnen, aber neugierig war ich trotzdem. Wir fuhren zum Kitesurf-Guide auf Fehmarn, wo uns Michael Brozio gut gelaunt in Empfang nahm. Das ist einer dieser MeerART-Momente, wo Ralph als Fotograf fein raus ist, denn er konnte sich das Spektakel in Ruhe von der Ferne anschauen. Obwohl, ich bin ehrlich, er hätte den Kurs genauso gerne ausprobiert.

Kitesurfen im Schnupperkurs auf der Sonneinsel Fehmarn // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Für den Burger Binnensee war der Wind an diesem Tag zu schwach, also fuhren wir gemeinsam zum Grünen Brink. Dort bekam ich meinen Neoprenanzug und die Ausrüstung gestellt. Angeblich soll das Reinschlüpfen in den Anzug ziemlich umständlich sein, das konnte ich für meinen Teil nicht sagen. Schnell war ich in das kalte und feuchte Ding hinein geschlüpft.

Nur an den Geruch musste ich mich erst gewöhnen. Wenn die Teile feucht sind, dann riechen die echt ganz schön muffig. Ungewohnt war das Trapez – das ist das Teil an dem der Kite befestigt wird – denn das wurde mir ganz schön fest an den Leib geschnürt. Später im Wasser habe ich davon aber nicht mehr viel mitbekommen.

Sicherheit hat beim Kitesurfen oberste Priorität

Dankbar war ich, dass mir der ganze Theorie-Kram erspart blieb, denn ich gehöre zu den Menschen, die etwas am liebsten gleich aktiv ausprobieren. Nur die Sicherheitsbedingungen, die musste ich definitiv auch erklärt bekommen.

Kitesurfen im Schnupperkurs auf der Sonneinsel Fehmarn // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Ganz ohne Gefahren ist der Kitesurfsport natürlich nicht. Außerdem war es beruhigend zu wissen, dass ich es selbst in der Hand habe, mich schnell aus einer Gefahrensituation zu befreien.

Kitesurfen im Schnupperkurs auf der Sonneinsel Fehmarn // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Bis man endlich loslegen kann, gibt es ganz schön viel zu erledigen. Nicht nur das Anplünnen von den Klamotten, sondern auch das Aufbauen des Kites. Das Ding muss geschnürt und mit Luft gefüllt werden.

Kitesurfen im Schnupperkurs auf der Sonneinsel Fehmarn // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Da hatte Michael sichtlich Spaß daran, mir diese Aufgabe zu überlassen. Anfangs ging das noch recht leicht und fix, aber zum Ende brauchte man schon Kraft.

Kitesurfen im Schnupperkurs auf der Sonneinsel Fehmarn // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Nu aber ab ins Wasser

Nachdem alle Vorbereitungen abgeschlossen waren, gingen wir mit Sack und Pack ins Wasser. Brrr.. schon erwartete mich die erste Überraschung. Von wegen Neoprenanzüge halten das Wasser ab.

Kitesurfen im Schnupperkurs auf der Sonneinsel Fehmarn // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Die kalte Ostsee konnte ich deutlich spüren, aber anmerken lassen wollte ich mir das nicht. 😉 Auch im Wasser zeigte mir Michael noch einmal live wie einfach es ist sich bei Gefahr aus dem Kite zu lösen. Das beruhigte unheimlich.

Kitesurfen im Schnupperkurs auf der Sonneinsel Fehmarn // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Nun sollte ich den Kite aus dem Wasser in die Luft holen und lernen ihn zu fühlen. Leichter gesagt als getan, sag ich euch. Gemeinsam haben wir das hinbekommen. Zumindest für einen Moment, dann haute mir der Kite ab und prallte auf das Wasser. Nächster Versuch und es folgten einige davon. 😉

Kitesurfen im Schnupperkurs auf der Sonneinsel Fehmarn // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Gar nicht so leicht alle Kommandos auf einmal umzusetzen, ganz zu schweigen von den vielen, für mich, neuen Begriffen. So verharrte mein Blick starr auf den Kite, während ich rückwärts gehend versuchte mein Gleichgewicht zu halten.

Kitesurfen im Schnupperkurs auf der Sonneinsel Fehmarn // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Auch wenn nur leichter Wellengang war, aber knie- bzw. hüfttief im Wasser schubsten die mich ganz schön rum. An fühlen war da vor lauter Aufregung gar nicht zu denken, auch nicht, nachdem mir Michael mehr als einmal versicherte, dass ich schnell lerne.

Mein erster Bodytrack

Noch so ein Begriff, mit dem ich vorher so gar nichts anfangen konnte, bis ich ihn am eigenen Leib spürte. Sinn und Zweck des Kitesurfens ist natürlich, dass man sich vom Kite aus dem Wasser ziehen lässt, um spektakuläre Sprünge hinzubekommen. Ja ja…. 😉

Kitesurfen im Schnupperkurs auf der Sonneinsel Fehmarn // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Beim ersten Sprung durfte ich mich noch an Michael festhalten, um überhaupt einmal das Gefühl dafür zu bekommen. Beim zweiten Mal hielt er sich an mir fest und beim dritten Mal ließ er mich schneller los als mir lieb war. Das endete natürlich mit einem Klatscher in der Ostsee, der beide Männer zusehends amüsierte.

Kitesurfen im Schnupperkurs auf der Sonneinsel Fehmarn // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Doch auf einmal war er da, der Moment, in dem ich wie von Geisterhand aus dem Wasser gezogen wurde. Was für eine krasse Erfahrung. Eben noch von Tuten und Blasen keine Ahnung und dann der erste Bodytrack. Allerdings war ich im Anschluss fix und fertig mit der Welt. Wer hätte gedacht, dass ein Schnupperkurs im Kitesurfen so anstrengend ist. Ganz ehrlich, so kaputt war ich schon lange nicht mehr.

Kitesurfen im Schnupperkurs auf der Sonneinsel Fehmarn // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Wenn ihr auch einmal in den Genuss eines Kitesurf-Schnupperkurses kommen wollt, dann meldet euch einfach beim Kitesurf-Guide an. Dort werden unterschiedliche Kurse angeboten.

Kitesurf-Guide
Am Yachthafen 8-10
23769 Fehmarn Burgtiefe, Südstrand
Tel: 0171 9267893
E-Mail: info@kitesurf-guide.de

Ein Tipp für die kleinen Sportler von morgen:

Bei der Kids Academy von Kitesurf-Guide hat man sich darauf spezialisiert, Kindern fachgerecht und ihrem Alter entsprechend mit Sinn und Verstand den Kitesurfsport näher zu bringen. Spaß und Sicherheit stehen an erster Stelle, daher wird das gesamte Equipment optimal auf Größe, Gewicht und Aufnahmefähigkeit abgestimmt.

Kitesurfen im Schnupperkurs auf der Sonneinsel Fehmarn // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Michael vom Kitesurf-Guide für die spannende und feuchtfröhliche Erfahrung.

8 Gedanken zu „(M)ein Schnupperkurs im Kitesurfen

  1. Moin Claudia, ja es ist noch kein Meister vom Himmel bzw. Ins Wasser gefallen, aber Dein Bericht wie immer wunderbar, fast wie dabei sein. Ich glaube,wenn ihr mal umgezogen und zur Ruhe gekommen seit ,wirst Du es sicher nochmal probieren oder? Liebe Grüße an Ralph, der sicher Freude an dem Spektakel hatte.

    1. Moin liebe Gerti,

      das sowieso nicht. Freut mich aber, dass dir der Beitrag gefallen hat.
      Was das Kiten angeht, glaube ich nicht, dass ich da weitermachen werde. Es war ein spannende Erfahrung, aber auf Dauer wohl eher nichts für mich. Da haben mir andere Sachen besser gefallen.

      Ganz liebe Grüße von Ralph zurück. In der Tat, er hatte seinen Spaß.

      Herzlichst,
      Claudia

  2. Liebe Claudia,
    super hast Du das gemacht. Ich wäre abgesoffen. Klar kann ich schwimmen, aber eine echte Wasserratte bin ich nicht – und schon gar nicht bei so eiskaltem Wasser…. brrr. Hut ab, ich finde es ganz klasse, Du Liebe.
    Liebe Grüße von einem kleinen Hasenfüsschen
    Martina

    1. Moin du liebes Hasenfüsschen,

      danke dir.
      War schon eine witzige Erfahrung. Michael, der Kite-Lehrer hatte auch viel Geduld und alles gut erklärt. Obwohl, so manches mal hat er sich mit mir auch einen Spaß erlaubt. Typisch Mann eben… 😉 🙂

      Euch ein schönes Wochenende.

      Liebe Grüße,
      Claudia

  3. Liebe Claudia,

    ich habe es sehr genossen, Deine unterhaltsame und lebendige Beschreibung Deines ersten Kitesurf-Abenteuers mitzuerleben – fast als ob ich selbst dabei gewesen wäre; dank der tollen Fotos von Ralph fast auf Tuchfühlung.

    Irgendwie glaube ich, dass ich zur falschen Zeit auf die Welt gekommen bin. Es gibt heute soviele interessante Sachen, die man im Wasser machen kann. Kitesurfen hätte ich bestimmt auch mal ausprobiert. Tretboot fahren fand ich schon immer langweilig. Aber in ein Kanu würde ich mich schon gern mal wieder setzen.

    Vorerst lebe ich meine Liebe zum Wasser aus, indem ich die Gelegenheit nutze, auf schönen Schiffen – großen wie kleinen – hin und wieder mal eine Tour mitzumachen und eine tolle Zeit mit lieben Menschen an Bord zu erleben.

    Einen schönen Restsommer noch für Euch und viel Freude beim Umzug. =)

    Liebe Grüße Euch beiden MeerArtisten
    von Karin

    1. Moin liebe Karin,

      das freut mich riesig. Es ist schön, wenn ihr so mit unseren Beiträgen mitfühlen könnt.

      Was den Wassersport angeht, ich glaube, dafür ist man nie zu alt. Alles eine Herangehensweise. Die Surf-Twins sind auch schon weit über 70 und neulich haben wir eine Windsurf-Omi gesehen, die noch mit über 80 alleine zum Windsurfen geht. Die hat mit dem Sport auch erst ganz spät angefangen.

      Die Lust zum Kiten ist bei mir nicht übergesprungen, aber solchen Sachen wie SUP, oder in einem Kanu fahren oder so… das können wir uns auch noch gut vorstellen. Mal gucken, in der neuen Heimat gibt es solche Angebote ja auch. Evtl. machen wir auf diesem Weg mal die Eider unsicher.

      Auf den Schiffen unterwegs zu sein und vor allem auf den Traditionsschiffen ist doch auch großartig. Wir sind übrigens demnächst mit der Stettin auf der Elbe unterwegs. Die fährt trotz Unfall die Saison noch zu Ende. Mal gucken, wird bestimmt auch eine schöne Erfahrung.

      Danke liebe Karin, dir ebenfalls auch noch einen schönen Restsommer und viel Freude in der neuen Wohnung.

      Herzlichst,
      Claudia und Ralph

  4. Hallo Ihr Beiden,
    da muss man durch:)
    Hilft nix…..
    Habe gerade am Strand bei Rödhus beobachtet wie eine Frau mit einem Kitedrachen und einem Skateboard ( mit grossen Rädern natürlich ) sich am Strand fortbewegen wollte……
    Ich hatte das so noch nie gesehen und irgendwie klappte das auch nicht……. Kite zu klein, Frau zu schwer….irgenwie ging das keinen cm vorwärts…
    Liebe Grüsse
    Harald

    1. Moin Harald,

      du sagst es. Aber immerhin mit Bravur… 🙂
      Die lassen sich ständig neue Trendsportarten einfallen… Bei meinem Fliegengewicht hätte ich eher andere Probleme. Auch im Wasser wollte der Kite immer gleich mit mir abhauen.

      Ganz liebe Grüße an die Urlauber,
      Claudia

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