Die Badestelle Stufhusen in Westerhever

Ein Sommertag im Watt vor der alten Warft Stufhusen // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

In letzter Zeit entdecken wir lauter schöne Badestellen an der Nordsee, die fernab der touristischen Hochburgen liegen. Eine hat es uns jetzt ganz besonders angetan – die Badestelle Stufhusen in Westerhever.

Wer hätte das gedacht, auch Westerhever hat eine eigene Badestelle. Da sieht man mal wieder wie ein Wahrzeichen, nämlich der Westerhever Leuchtturm, andere Flecken völlig in den Schatten stellt.

Ein Sommertag im Watt vor der alten Warft Stufhusen // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Watt’n Zufall

St. Peter-Ording und Westerhever haben wir zwar schon oft besucht, meistens allerdings als Tagesausflügler oder mit maximal ein bis zwei Übernachtungen. Beide Orte sind für sich so vielfältig und weitläufig, dass man so schnell einfach nichts vermisst. Und trotzdem lohnt es sich auch mal über den Tellerrand hinaus zu blicken.

Ein Sommertag im Watt vor der alten Warft Stufhusen // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Hätten wir neulich nicht beim Nordfriesland Daag mitgemacht, dann wäre uns Stufhusen wohl auch noch weiterhin durchgeflutscht. Zumindest noch so lange, bis wir endlich in Nordfriesland angekommen sind.

Ein Sommertag im Watt vor der alten Warft Stufhusen // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Watt’n Flecken

Stufhusen ist wirklich eine kleine Oase im Nationalpark Wattenmeer. Eine schmale, kleine Dorfstraße mit dem Namen Stufhusen schlängelt sich durch Wiesen und Felder bis man am Ende am Deich (Deichstraße) ankommt.

Ein Sommertag im Watt vor der alten Warft Stufhusen // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Schon der Ortskern – wenn man überhaupt von einem sprechen kann, denn dieser besteht gerade mal aus zwei bis drei Anwesen und einem alten Haubarg – hatte es uns angetan. Super schön gepflegte Häuser mit tollen Gärten mitten im Nirgendwo. Da kam schon ein wenig Hallig-Gefühl auf.

Ein Sommertag im Watt vor der alten Warft Stufhusen // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Der hiesige Haubarg ist denkmalgeschützt. Er wurde um 1800 erbaut und ist 2004 vollständig nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten instandgesetzt und renoviert worden. Urlaubern bietet er eine schöne Ferienunterkunft direkt an der Nordsee.

Ein Sommertag im Watt vor der alten Warft Stufhusen // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Watt’n Blick

Direkt am Deich gibt es einen kleinen Parkplatz, auf dem wir unser Auto abgestellt hatten. Neugierig wie wir sind, warfen wir als erstes einen Blick über den Deich. Wow, war das Einzige was uns anfangs über die Lippen kam. Was für ein schöner Anblick.

Ein Sommertag im Watt vor der alten Warft Stufhusen // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Dank Niedrigwassers konnten wir nicht nur weit über den Meeresboden blicken, sondern auch zahlreiche Sandbänke in der Nordsee deutlich erkennen. Am Horizont waren sowohl die Hallig Süderoog, als auch die Insel Pellworm klar und deutlich zu sehen.

Ein Sommertag im Watt vor der alten Warft Stufhusen // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Wieder überkam uns dieses Bauchkribbeln verbunden mit dem Gefühl, dass unsere Entscheidung nach Nordfriesland zu gehen, sich einfach nur richtig anfühlt.

Watt’n Schaf

Schafe auf dem Deich hatten wir schon viele gesehen, aber noch niemals derartig relaxte Viecher wie diese hier. Normalerweise liegen die ja irgendwo dösig rum und gucken, zugegebenermaßen, oft auch reichlich dümmlich drein.

Ein Sommertag im Watt vor der alten Warft Stufhusen // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Kommt man ihnen jedoch zu nahe, dann laufen sie in der Regel weg. Diese hier nicht. Die blieben völlig relaxed und standhaft auf ihrem Platz. Am coolsten sahen die aus, die faul im Watt rumlagen.

Watt’n Glück

Nicht nur für uns diesen schönen Flecken entdeckt zu haben, sondern auch für Familien, denn die Badestelle Stufhusen bietet aufgrund ihrer Lage ein unbeschwertes Badevergnügen. Am Außendeich befindet sich ein überschaubarer Sand- und Grünstrand sogar mit Dusche. Ideal also für Familien mit Kleinkindern – zum Baden, Spielen und Wattbuddeln.

Ein Sommertag im Watt vor der alten Warft Stufhusen // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Bitte nicht vergessen eure Hunde angeleint zu lassen. Dort haben wir nämlich wieder einige Badegäste gesehen, die sich nicht daran gehalten haben und das ist, wenn Schafe auf dem Deich laufen, nun mal aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt.

Ein Sommertag im Watt vor der alten Warft Stufhusen // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

Watt’n Tipp

Von Stufhusen aus kann man bei Niedrigwasser übrigens auch zur Westerhever Sandbank laufen. Das werden wir ganz sicher bald einmal ausprobieren.

Ein Sommertag im Watt vor der alten Warft Stufhusen // Foto: MeerART / Ralph Kerpa

10 Gedanken zu „Die Badestelle Stufhusen in Westerhever

  1. Moin aus der Schweiz
    Ja Stufhusen, soooo schön, ruhig und friedlich. Ein Ort, wo Fuchs und Hase einander Gute Nacht sagen. Vor 4 Jahren habe ich (52) zum ersten Mal Bekanntschaft mit der Nordsee gemacht. Und seitdem lässt sie mich nicht mehr los. Ich verbrachte zwei wunderschöne Wochen mit meiner Familie in einem Ferienhaus in Stufhusen, mit Blick auf den Leuchtturm. Einfach traumhaft! Letztes Jahr konnten wir dann wieder unsere Sommerferien an der Nordsee verbringen, diesmal am Rande von St. Peter Ording, direkt am Deich. Ich wollte gar nicht mehr nach Hause.
    Wir wohnen hier zwar auch sehr schön, in den Schweizer Bergen, mit schneebedeckten Gipfeln, grünen Tälern, wilden Flüssen und blauen Seen. Auch ein Paradies, sagen viele Touristen. Und doch habe ich Sehnsucht nach der unendlichen Weite Nordfrieslands, seit ich sie zum ersten Mal gesehen und erlebt habe. Ich kann so gut verstehen, dass ihr dort leben wollt und wünsche euch ein gutes „Ankommen“ und dass ihr euch bald zu Hause fühlen werdet.
    Zwischen der Halbinsel Eiderstedt und uns hier liegen fast 1200 km. Deshalb ist es uns leider nicht möglich, jedes Jahr hinzufahren. Aber wir kommen bestimmt wieder! Bis dahin verfolge ich euren Blog und sehe mir die tollen Fotos an.

    Liebe Grüsse
    Regina

    1. Moin Regina,

      noch eine Schweizerin, wie süß. Das Meer scheint es euch ja in der Tat angetan zu haben. 🙂

      Oh man ja, das glaube ich dir sofort. Wenn einen die Nordsee berührt, dann richtig. Uns ging das ja auch so. Wir haben Gott sei Dank, das Glück schon jetzt zwischen beiden Meeren leben zu dürfen und genießen es in vollen Zügen. Beide Meere und beide Landschaften sind einfach einzigartig schön. Trotzdem zieht uns die Nordsee ein wenig mehr an. Das Watt, die Weite, einfach unbeschreiblich.

      Für’s Kennenlernen hattest ihr euch aber auch zwei ganz tolle Orte ausgesucht. Stufhusen war selbst für uns noch neu, aber St. Peter-Ording ist einer unserer Energie-Orte. Dort tanken wir immer sehr viel Kraft. Wie muss es dir erste auf den Insel gehen. Amrum zum Beispiel, dann willst du gar nicht mehr heim. 😉

      Schon putzig, wie jeder so seine Orte findet. Ich war auch schon in den Bergen und finde sie sehr faszinierend, allerdings, so komisch es klingt, wären sie mir einfach zu eng. Mir fehlt dort der besagte Weitblick. Der gibt mir ein Gefühl von Freiheit.

      Liebe Regina, wir freuen uns sehr darüber, dass dir unser Blog MeerART gefällt und wir dir die Sehnsucht so ein wenig abmildern können. Vielleicht sehen wir uns eines Tages sogar in unserem Atelier, das würde uns freuen.

      Herzliche Grüße,
      Claudia

      1. Liebe Claudia

        Auf Amrum waren wir letztes Jahr auf einem Tagesausflug und auch ganz begeistert davon! Eine wunderschöne Insel. Und auch Hallig Gröde hat uns vor 4 Jahren sehr fasziniert. Die Halligwelt ist nochmals was ganz Besonderes.
        Uns Schweizern gefällt’s wahrscheinlich bei euch im Norden so gut, weil’s bei uns halt schon etwas eng ist, besonders in den Bergen. Aber wenn du auf über 3000 m stehst und die Welt unter dir überblickst, ist das auch sehr befreiend.
        Aber ich hoffe dennoch sehr, dass ich die Unendlichkeit der Nordsee und des Watts vielleicht im nächsten Jahr wieder erleben darf. Und ja, wer weiss, sehen wir uns dann in eurem Atelier. Wäre schön.

        Liebe Grüsse
        Regina

      2. Liebe Regina,

        das freut mich. Die Inseln und Halligen versprühen nochmal ein ganz eigenes Nordseeflair.

        Was das Freiheitsgefühl auf den Bergen angeht, das glaube ich sofort. Ist mit Sicherheit auch total magisch. Wir durften mal ein Sommergewitter in den Bergen erleben, das war mächtig imposant.

        Wir drücken euch ganz fest die Daumen, dass ihr es bald wieder an die Nordsee schafft. Bin gespannt wo es euch dann hin verschlägt.

        Ganz liebe Grüße,
        Claudia

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